Fußball : Das neue Bälleparadies des SV Veert

Der ganze Aufwand hat sich gelohnt: Der Kunstrasenplatz am Hülspaßweg ist fertig und wurde am Dienstagabend feierlich eingeweiht. Die Anlage ist so modern, dass schon Vereine aus ganz NRW ihren Besuch angekündigt haben.

Der harte Einsatz der vergangenen Wochen, Monate und im Grunde genommen sogar Jahre hat sich gelohnt: Ab sofort wird auf dem neuen Kunstrasenplatz des SV Veert am Hülspaßweg gekickt. Zur Premiere durften am Dienstagabend jene Männer ran, die sich den großen Auftritt auch redlich verdient hatten. Die Veerter Altherren durften das neue Geläuf gegen die Oldies von Arminia Kapellen gleich einmal ausprobieren und zeigten sich begeistert.

„Sie waren im Sommer häufig schon um 6 Uhr morgens auf dem Platz und haben auch noch bei 30 Grad im Schatten fleißig angepackt“, lobte Christian Koppers, Vorsitzender des Spielvereins, der weit mehr als 100 Ehrengäste, Mitglieder und Freunde des Vereins zur Einweihungsfeier begrüßte. Nicht zu vergessen die „Malocher-Truppe“, die jeden Samstag ihren Einsatz hatte.

Jetzt ist das Prestigeobjekt auf der Veerter Sportanlage fertig, das eine längere Vorgeschichte hat. Denn Hans Schraets, Geschäftsführer des SV Veert, und Ehrenvorsitzender und Ortsbürgermeister Heinz Manten hatten sich unermüdlich dafür stark gemacht, Kunstrasen ins Dorf zu holen, um vor allem dem Nachwuchs optimale Trainingsbedingungen bieten zu können.

„Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass Heinz Manten und Hans Schraets vor zwei Jahren regelmäßig mein Büro bevölkert haben. Veert als Standort für den Kunstrasenplatz macht ja auch Sinn. Deshalb haben wir das Projekt gemeinsam mit der Politik auf den Weg bringen können“, sagte Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser.

Die neue Anlage ist so perfekt und modern, dass sie demnächst sogar von „Touristen“ bevölkert wird. Der Veerter Platz ist nämlich erst der dritte in ganz Nordrhein-Westfalen, der mit Korkgranulat aufgefüllt ist. Dieses Material gilt als besonders witterungsbeständig und elastisch und damit auch gelenkschonend. „Ich habe mir sagen lassen, dass schon mehrere Fußballvereine ihren Besuch angekündigt haben, um sich das Ganze in Veert einmal genau anschauen zu können“, berichtete Kaiser.

Bevor die Fußballer ran durften, hatte erst noch ein Praktikant eine ehrenvolle Aufgabe. Pater Joji Koorapati aus Indien, der vom Bistum Münster für vier Monate an die Gelderner Gemeinde St. Maria Magdalena geschickt worden ist, durfte das Schmuckstück einweihen. Zuvor hatte Pastoralreferent Jarek Weisser einige launige Worte an die Besucher gerichtet. „Wir machen das jetzt hier nicht ökumenisch, sondern schön katholisch“, meinte er mit einem Augenzwinkern – die evangelische Kollegin Sabine Heimann genießt zurzeit ihren Urlaub und musste daher den Rivalen das Spielfeld überlassen. Vom neuen Kunstrasen in Veert sollen bekanntlich alle Gelderner Fußballer profitieren. Unter Federführung von Reinhard Winkler, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, wird eine Art Fahrplan erstellt, damit sämtliche Vereine in der Stadt und den Ortsteilen in Schlecht-Wetter-Phasen im Gelderlandstadion oder am Hülspaßweg in den Kunstrasen-Genuss kommen.

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