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SV Straelen vs. Wuppertaler SV: Für Jannis Kübler kann sich ein Kreis schließen

Gute Erinnerungen an den nächsten Gegner : Ein besonderes Spiel für Jannis Kübler

An diesem Samstag hat der Fußball-Regionalligist SV Straelen den Wuppertaler SV zu Gast. Für den 21-Jährigen könnte sich ein Kreis schließen, denn im Hinspiel gab er sein Debüt für den SVS und erzielte beim 3:0 sogar direkt ein Tor. Er sieht in der Mannschaft trotz großer Fortschritte noch in einigen Punkten Verbesserungspotenzial.

Besser hätte der Einstand für Jannis Kübler im Trikot des Fußball-Regionalligisten SV Straelen kaum sein können. Die Tinte unter seinem Vertrag war vermutlich noch nicht ganz getrocknet, da hatte er für seinen neuen Verein schon das erste Tor erzielt. Am 2. Dezember 2020 warf SVS-Trainer Benedict Weeks ihn in der 56. Minute beim 3:0-Auswärtssieg gegen den Wuppertaler SV ins kalte Wasser. Und mit einem Treffer in der Nachspielzeit setzte Kübler seinem gelungenen Debüt die Krone auf.

Der 25-fache Junioren-Nationalspieler hatte aufgrund seiner hervorragenden fußballerischen und taktischen Ausbildung keine Probleme, sich als defensiver Mittelfeldspieler in das Mannschaftsgefüge einzuordnen und läuft stets in der Startformation auf. „Ich muss dazu sagen, dass es mir meine Mitspieler auch einfach gemacht und mich in ihren Reihen voll akzeptiert haben“, sagt Kübler.

An diesem Samstag um 14 Uhr wird es für ihn ein Wiedersehen mit dem Wuppertaler SV geben, der diesmal an der Römerstraße zu Gast ist. Doch wahrscheinlich wird der gebürtige Karlsruher dieses Team nicht mehr wiedererkennen. Nach der erwähnten 0:3-Heimniederlage musste Trainer Alexander Voigt seine Koffer packen, für ihn kam Björn Mehnert. In der Winterpause hat der WSV personell ordentlich nachgebessert und sich mit sehr erfahrenen Spielern verstärkt. Diese Maßnahmen trugen schnell Früchte: Der WSV zählt zu den stärksten Mannschaften der Rückrunde und konnte sich aus dem Tabellenkeller herausspielen.

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Für Jannis Kübler hat sich in der kurzen Zeit schon viel getan. Seine Freundin zog aus Baden-Württemberg zu ihm an den Niederrhein. Seit Anfang des Jahres wohnen sie zusammen im Dellviertel in der Duisburger Innenstadt. „Sie ist schon ein wichtige Stütze in meinem Leben. Es ist ein ganz anderes Gefühl, nach Hause zu kommen und es ist jemand da“, sagt er. „Wir fühlen uns hier wohl, können unserem Studium nachgehen und aus meiner Zeit bei Schalke 04 haben wir schnell Bekannte gefunden.“

Trainer Benedict Weeks beschreibt den 21-Jährigen als eine ruhige und angenehme Person, der auf dem Spielfeld 90 Minuten unterwegs ist, ein sehr gutes Gefühl für den Raum entwickelt und immer zur Stelle ist, wenn es mal brennen sollte. „Aber Jannis ist auch dafür bekannt, dass er sehr viel Ehrgeiz besitzt, vor dem Training regelmäßig in der Mucki-Bude zu finden ist und sich nach dem Training den Ballsack schnappt und Schussübungen mit dem schwächeren rechten Fuß macht“, sagt der Coach.

Kübler wechselte aus der Dritten Liga, wo er zwei Jahre für den FC Carl Zeiss Jena aktiv war, an die Römerstaße. Wenn er einen Vergleich zur Regionalliga West ziehen soll, dann ist er schon der Meinung, dass die Dritte Liga „ein ganzes Häppchen“ stärker ist, dass es da ganz anders zur Sache geht.

Zur Entwicklung seiner Mannschaft befragt, kommt er zu dem Ergebnis, dass sie sich im positiven Sinn weiterentwickelt habe: „Wir holen unsere Punkte, das ist wichtig. Und vor allem: Wir kassieren wesentlich weniger Gegentore als zu der Zeit, als ich nach Straelen gekommen bin. Aber im Offensivspiel gibt es sicher noch einiges zu verbessern. Wir müssen uns ganz einfach mehr Torchancen erspielen und das Spiel dominanter gestalten. Aber daran wird gearbeitet. Das gehört zu unseren Trainingsinhalten.“ Seine Zufriedenheit beim SVS bezeichnet er als hoch, und er kann sich durchaus vorstellen, länger in Duisburg wohnen zu bleiben und weiter im Westen der Republik Fußball zu spielen. Ob es unbedingt beim SV Straelen der Fall sein wird, lässt er offen.

„Noch haben wir das Saisonziel Klassenerhalt nicht erreicht. 45 Punkte sollten zum Verbleib in der Liga reichen. Davon sind wir noch sechs Punkte entfernt, aber wir haben es selbst in der Hand und darum soll unser täglicher Fokus auf diese Marke gerichtet bleiben. Und dann schauen wir mal, wie es weitergeht.“