Der nächste Ex-Profi ist da : SV Straelen verpflichtet ehemaligen Fortuna-Spieler

Der SV Straelen tritt am Samstag um 14 Uhr in der Regioanlliga West beim SC Verl an. Zum Kader gehört ein neuer Außenverteidiger mit Länderspiel-Erfahrung.

Regionalliga-Aufsteiger SV Straelen rüstet weiter auf. Nach Innenverteidiger Adli Lachheb, Außenstürmer Björn Kluft und Torwart Martin Kompalla haben sich die Grün-Gelben am Freitag die Dienste eines weiteren Ex-Profis gesichert, der zuvor vereinslos war. Der 26-jährige Tugrul Erat hat Coach Marcus John im Probetraining überzeugt und einen Vertrag an der Römerstraße erhalten.

Erat ist in Nettetal aufgewachsen und in Sachen Fußball bei Fortuna Düsseldorf groß geworden. Dort empfahl er sich in der Regionalliga-Auswahl für höhere Aufgaben und bestritt zwischen 2013 und 2015 insgesamt 44 Einsätze in der Zweiten Bundesliga. Zuletzt trug Tugrul Erat, der ganz nebenbei vier Länderspiele für Aserbaidschan bestritten hat, das Trikot des MSV Duisburg. An der Wedau trug der 26-Jährige in der Saison 2016/17 seinen Teil zur Rückkehr in die Zweite Bundesliga bei, wurde dort allerdings im Sommer ausgemustert.

Erat, der sofort spielberechtigt ist und bereits am Samstag beim Gastspiel in Verl zum Kader gehört, gilt in erster Linie als Rechtsverteidiger mit Offensivdrang. „Tugrul Erat passt in unser Anforderungsprofil, weil er flexibel auf mehreren Positionen einsetzbar ist. Außerdem bringt er viel Erfahrung mit und wird uns deshalb in den schwierigen Spielen, die wir in den nächsten Wochen vor der Brust haben, helfen können“, sagt Straelens Sportlicher Leiter Stephan Houben.

Spätestens jetzt steht allerdings fest, dass der SV Straelen das Image des sympathischen Außenseiters vom NIederrhein, der in der neuen Umgebung für Furore sorgen möchte, los ist. Die Grün-Gelben schicken mittlerweile eine Mannschaft ins Rennen, die gehobenen Ansprüchen genügen sollte. Am Samstag ist der Aufsteiger beim SC Verl gefordert, der zu den Urgesteinen der Vierten Liga gehört. Vor der Saison wäre ein Straelener Sieg in Westfalen noch eine große Überraschung gewesen. Diese Zeiten sind vorbei. Wer ein Ensemble auf den Platz schickt, das gespickt ist mit gestandenen Ex-Profis, muss sich an Ergebnissen messen lassen. Der SV Straelen muss sich mit der neuen Rolle des Gejagten anfreunden.

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