1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Sport Geldern und Kevelaer

SV Straelen verpflichet Gökan Lekesiz, Vojno Jesic und Yodan Kim

Drei weitere Zugänge : Straelen rüstet für die Regionalliga auf

Beim Oberliga-Tabellenführer SV Straelen läuft es rund bislang. Am Samstag empfängt der SVS den 1. FC Bocholt. Mit dabei sind die drei Zugänge, die Stephan Houben diese Woche verpflichtet hat.

Normalerweise ist man beim Oberligisten SV Straelen ziemlich klar und offensiv ausgerichtet, wenn es darum geht, Formulierungen zu wählen oder sportliche Vorgänge zu bewerten. Geht es um die Frage nach dem Saisonziel, halten sich die Straelener in diesem Jahr jedoch ziemlich zurück. „Defensive statt Offensive“ heißt hier das Motto. Das Wort „Regionalliga“ möchte von den Verantwortlichen des Tabellenführers niemand öffentlich in den Mund nehmen. Dabei ist im Hintergrund auch in dieser Woche wieder alles dafür unternommen worden, damit die SVS-Rückkehr in die vierthöchste Spielklasse am Saisonende gelingt.

Gleich drei neue Spieler konnte Straelens sportlicher Leiter Stephan Houben seiner Trainerin Inka Grings vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt am Samstag (16 Uhr) präsentieren. Gökan Lekesiz, Vojno Jesic und Yodan Kim. Drei Spieler, die aus der Regionalliga kommen. Drei Spieler, die ein Verein nicht holt, um in der Oberliga ein bisschen mitzukicken. Sie sollen stattdessen vielmehr dafür sorgen, dass die Blumendstädter in der kommenden Saison wieder gegen namhafte Gegner wie Alemannia Aachen oder Rot-Weiß Essen spielen dürfen.

Jesic spielte zuletzt für den Regionalligisten Bonner SC, zuvor auch schon für Rot-Weiß Essen. Ausgebildet wurde der Serbe beim 1. FC Köln. Er ist im offensiven Mittelfeld zuhause. Gökan Lekesiz lotste Houben aus der Türkei an die Römerstraße. Der 28-Jährige spielte zuvor schon für Wiedenbrück in der Regionalliga, bei Fortuna Sittard in den Niederlanden und einige Zeit beim MSV Duisburg. „Wenn so ein Spieler auf dem Markt ist, der zudem in Viersen, also nicht besonders weit von Straelen entfernt wohnt, sollte man sich um ihn bemühen“, meint Houben. Beide Spieler haben einen Vertrag für ein Jahr unterzeichnet. Das heißt: Sollte Straelen in die Regionalliga aufsteigen, muss neu verhandelt werden. Zurückgekehrt zum SVS ist zudem der Koreaner Yodan Kim. „Er wollte nach unserem Abstieg aus der Regionalliga gerne in der Liga bleiben, eine Anstellung bei einem Regionalligisten hat sich aber nicht ergeben, sodass er jetzt quasi zurückgekehrt ist“, sagt Houben, der sehr zufrieden ist, dass die Transfers realisiert werden konnten. „Die drei sind schon Spieler, die in der Oberliga auf dem High-Level anzusiedeln sind“, sagt der 48-Jährige.

Zufrieden ist jetzt auch SVS-Trainerin Inka Grings. Denn durch die neuen Spieler verfügt ihr Kader nun über 19 Feldspieler und drei Torhüter. Also über eine Größe, mit der Grings einverstanden ist. „Wir haben jetzt eine gute Mischung in der Mannschaft“, sagt sie. Mehr sollen es auch nicht werden, laut Houben sind die Kaderplanungen des Oberliga-Tabellenführers nun abgeschlossen.

Für das Heimspiel gegen Bocholt sind die drei Neuen auch bereits eine Option, jedoch eher nicht für die Startelf. „Ich habe mit ihnen schon gesprochen, dass wir sie erst einmal an die Mannschaft heranführen müssen“, sagt die 40-Jährige. „Denn man merkt ihnen an, dass sie keinen Rhythmus haben“.

Noch nicht im Rhythmus ist auch Straelens kommender Gegner. Seit Jahren stets als einer der Aufstiegs-Favoriten genannt, hat Bocholt in der laufenden Saison erst drei von neun möglichen Punkten eingefahren. Dennoch warnt Grings: „Bocholt verfügt über ein ernormes Tempo in der Offensive. Bislang haben sie es aber noch nicht geschafft, das über 90 Minuten abzurufen.“ Obwohl die Bocholter ihr Team ebenfalls vor der Saison noch einmal kräftig verstärkt haben. Unter anderem kam Angreifer Maurice Exslager, der zuvor noch für den ehemaligen Drittligisten Fortuna Köln aufgelaufen ist. „Es wird also auf jeden Fall interessant“, sagt Grings. „Wir freuen uns absolut auf die Partie.“