Handball : SV Straelen schnuppert ganz kurz am Pokalfinale

(terh) Halbfinale um den Frauen-Pokal des Handball-Verbandes Niederrhein: SV Straelen – Turnerbund Wülfrath 21:25 (8:16). Als Elena Fiedler in der 56. Minute den Anschlusstreffer zum 21:23 erzielte, schnupperten die Grün-Gelben an der nächsten Pokalüberraschung.

Das hatte zur Halbzeit noch ganz anders ausgesehen. Da hatte der Favorit aus Wülfrath noch klar und deutlich mit 16:8 geführt. „Wir haben in der ersten Hälfte nicht so schlecht gespielt, wie es das Ergebnis aussagt. Wir haben einige Chancen nicht genutzt und haben dadurch den einen oder anderen Gegenstoß kassiert“, erklärt Thomas Floeth den deutlichen Rückstand gegen einen körperlich und spielerisch starken Gegner. „Die stehen in der Regionalliga nicht ohne Grund auf dem zweiten Tabellenplatz“, sagte der SVS-Coach.

Was seine Mannschaft nach Wiederanpfiff aufs Parkett brachte, sorgte bei ihm trotz der Niederlage für richtig gute Laune. „Die Mädels haben gekämpft wie die Löwen, vor allem in der Abwehr einen richtig guten Job gemacht“, lobte Floeth. Wülfraths bis dahin sehr souverän agierende Offensive machte plötzlich Fehler, die seine Spielerinnen zu nutzen wussten. Tor um Tor holte der Gastgeber auf. Auch von jetzt auf gleich mit Zeitstrafen um sich werfende Schiedsrichter vermochten die Aufholjagd zunächst nicht zu stoppen. „50 Minuten lang wurde gar nichts bestraft, plötzlich jede Kleinigkeit“, schilderte Straelens Trainer. So gingen die letzten beiden Treffer auf das Konto der Wülfratherinnen, die schließlich mit 25:21 gewannen. Floeth: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wülfrath war etwas besser. Unsere Leistung stimmt mich aber optimistisch.“

SV Straelen: Schumann, Lennartz – Fiedler (11/6), Linßen (4), Daguhn (3), Prior (2), Janssen (1), Heckmanns, Heuvels, Sewing, Kohle, Sieben.