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SV Straelen verliert unglücklich gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade

Handball : „Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft“

Handball-Oberliga der Frauen: SV Straelen kassiert unglückliche 30:31-Heimniederlage gegen die HSG Hiesfeld/Aldenrade. Die Gastgeberinnen ärgern sich auch über einige umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen.

Am Ende war die Enttäuschung auf Seiten der Handballerinnen des SV Straelen groß. „Ja, wir hätten das Spiel bei einer besseren Verwertung unserer Großchancen frühzeitig für uns entscheiden können. Doch auch die Unparteiischen haben ihren Teil zur Niederlage beigetragen. Unter anderem haben sie uns vier saubere Treffer abgepfiffen“, sagte SVS-Coach Thomas Floeth.

So durfte nach 60 Minuten die HSG Hiesfeld-Aldenrade mit einem glücklichen 31:30 (18:21) als Sieger die Halle an der Fontanestraße verlassen. Floeth: „Im Sport gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft.“ Die Grün-Gelben legten los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Vom Anpfiff an wurde das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. In der dritten Minute erzielte Marie van Bebber das 4:1, nach 14 Minuten traf sie zum 14:8. Hiesfelds Versuch, mit einer verschobenen 5:1-Deckung zu agieren, spielte den Gastgeberinnen in die Karten. „Leider haben wir bei allem Offensivdrang die Abwehrarbeit ein wenig vernachlässigt“, sagte Floeth. Der Gästetrainer reagierte und wechselte seine zweite Torhüterin ein. Diese brachte ihre Mannschaft wieder zurück ins Spiel – mit einem Straelener Drei-Tore-Vorsprung (21:18) ging’s in die Pause.

Auch in Halbzeit verlief für den SV Straelen zunächst alles nach Plan. Nach 42 Minuten lagen die Gastgeberinnen mit 27:23 vorne. Doch dann zeichnete sich die Wende ab. Floeth: „Wir hatten die Chance auf den 28. Treffer, haben aber durch technische Fehler innerhalb von 90 Sekunden drei Gegentore kassiert.“

Jetzt entwickelte sich ein Handball-Krimi, wobei die Straelenerinnen gute Chancen ungenutzt ließen. In der Schlussphase ging Hiesfeld erstmals in Führung (30:29). Kathrin Janßen glich aus. Ein Gegentor, einen verworfenen Siebenmeter und eine turbulente Schlusssequenz später war es dann vorbei. 30:31.

SV Straelen: Schumann, Zina Daguhn – van Bebber (8), Sewing (8/1), Stangenberg (6), Zoé Daguhn (5), Kohle (2), Janßen (1), Behr, Hüpen, Mülders, Delbeck, Maes, Kurfürst.