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SV Straelen verliert gegen den Tabellenführer

Handball : Straelener Männer schnuppern an der großen Überraschung

(terh) Handball-Verbandsliga Männer: SV Straelen – TSV Kaldenkirchen 25:28 (10:16). Auch im vierten Anlauf hat es nicht für den SVS nicht zum erhofften Punktgewinn gereicht. Eine Schwächephase Ende der ersten Halbzeit war eine zu große Hypothek, als dass man dem hohen Favoriten und Titelanwärter aus Kaldenkirchen zumindest einen Zähler hätte abknöpfen können.

Und doch war da bei den Blumenstädtern nach 60 Minuten mehr als pure Enttäuschung. „Die Jungs haben alles gegeben, einem auf nahezu allen Positionen besser besetzten Gegner über weite Strecken der Partie richtig schwer gemacht“, analysiert Straelens Trainer Dieter Pietralla treffend.

Während sich der TSV hellwach präsentierte, brauchten die Grün-Gelben einige Minuten, um ins Spiel zu finden. Da hieß es bereits 0:4. Martin Jacobs war es, der den Bann brach und damit den Startschuss zur ersten Aufholjagd gab, die beim 6:7 enden sollte. Anschließend zogen die aus einer gut gestaffelten Abwehr heraus agierenden Gäste erneut davon. „In vielen Situationen wurde einfach zu blauäugig agiert. Das hat Kaldenkirchen in die Karten gespielt“, erklärte Pietralla den dann doch wieder stattlichen Sechs-Tore-Rückstand zur Pause (10:16).

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Der Anfang vom Ende? Diesmal nicht. Die Blumenstädter berappelten sich, kamen mit ordentlich Schwung aus der Kabine. Mit dem Treffer zum 16:18 durch Joey Sonnen waren sie in der 39. Minute wieder mittendrin statt nur dabei. Von nun an war es ein Duell auf Augenhöhe, in das Kaldenkirchen mehr investieren musste, als die meisten Zuschauer im Vorfeld erwartet hatten. Auch wenn die Gäste stets vorneweg marschierten – es blieb bis zum Schluss eng.

Pietralla: „Uns ist es leider nie geglückt, bis auf einen Treffer heranzukommen.“ Der TSV agierte clever, auch als Jens Groetelaers zwei Minuten vor Schluss zum 25:27 traf. Im direkten Gegenzug machten die Gäste den Sack zu, ließen anschließend nichts mehr anbrennen.

SV Straelen: Kirking, Eickelpoth – Groetelaers (9), Sonnen (6/1), Beyer (4), Jacobs (3), Rath (1), Rufatovic (1), Tophoven (1), Verbeek, Schaap, Linden, Mangelmann.