SV Straelen überzeugt beim Regionalligisten VfB Homberg

Fußball : SV Straelen verliert 4:5 und setzt 18 Spieler ein

(ütz) Testspiel: VfB Homberg – SV Straelen 5:4 (1:3). Inka Grings, Trainerin des Fußball-Oberligisten SV Straelen, kehrte mit ihrer Mannschaft an jene Wirkungsstätte zurück, an der sie mit dem FCR Duisburg in der Frauen-Bundesliga einst Tore wie am Fließband schoss.

Die Rede ist vom PCC-Stadion des VfB Homberg.

Aufregung im Straelener Lager gab’s schon, bevor das Testspiel gegen den Regionalligisten angepfiffen wurde. Der Grund: Der „Gladbach-Express“ mit den Stammspielern Kevin Weggen, Fabio Ribeiro und Jannik Stevens an Bord stand auf der A 42 im Stau fest. Damit war der Matchplan über den Haufen geworfen. Grings musste improvisieren und beorderte drei Testspieler in die Startelf: den Koreaner June Yol Bae, einen Mann mit dem klangvollen Namen Marcelino und Mirko Schuster, der bereits die erste Trainingswoche beim Oberligisten absolviert hatte.

Sportlicher Leiter Stephan Houben: „Marcelino hat vorher irgendwo in Portugal gespielt und wurde uns empfohlen. Er hat bisher einmal mittrainiert und macht seine Sache hier ganz ordentlich. Ob Mirko Schuster verpflichtet wird, entscheidet sich in der kommenden Woche.“ Die „Notelf“ machte ihre Sache hervorragend – nach drei blitzsauber vorgetragenen Kontern lagen die Gäste zur Pause durch Tore von Kaito Mizuta (2) und Shun Terada mit 3:1 in Führung. Dazu VfB-Trainer Stefan Janßen: „Meine Vorgabe, möglichst keine Gegentore zuzulassen, ist nicht aufgegangen. Außerdem erledigen die Straelener Innerverteidiger Adli Lachheb und Mirko Schuster ihren Job einfach überragend.“

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Grings drei neue Spieler: Stevens, Ribeiro und Kai Hatano – der SVS bestimmte das Spiel. Nach gut 20 Minuten schickte die Trainerin gleich vier frische Spieler aufs Feld: Gökan Lekesisz, Weggen, Tobias Peitz und Tatsuya Fukushige. Der Spielfluss ging verloren. Und mit der Herausnahme von Lachheb und Schuster wurde die Defensive anfällig. Das Spiel gewann der Regionalligist letztlich noch mit 5:4.

Inka Grings meinte nach dem Schlusspfiff: „Insbesondere mit der Einstellung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Eine klare Steigerung zum letzten Test in St. Tönis war deutlich erkennbar.“

Ein Wort zum koreanischen Testspieler June Yol Bae und zur japanische Neuverpflichtung Kai Hatano: Beide gehören der Kategorie „asiatische Hochgeschwindigkeitsfußballer“ an und hinterlassen einen sehr engagierten Eindruck.