Handball : SV Straelen lässt nötigen Biss vermissen

Handball-Regionalliga der Frauen: SV Straelen – SG Überruhr 27:32 (11:17). Katrin Geelen, Jennifer Lennartz und Lena Linßen beenden ihre sportliche Laufbahn. Die Grün-Gelben schließen die Saison als Tabellenzehnter ab.

(terh) Der SV Straelen verabschiedete sich mit einer Niederlage, aber einer guten zweiten Hälfte in die lange Pause. Nach zwischenzeitlichem Sieben-Tore-Rückstand kämpften sich die Grün-Gelben bis auf einen Treffer an die spielstarken Gäste aus Überruhr heran, ehe den personell gebeutelten Blumenstädtern auf der Zielgerade ein wenig die Luft ausging.

„Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren. Da fehlte es uns vor allem in der Defensive am nötigen Biss“, sagte Straelens Trainer Michael Terhoeven nach der Partie. „Nach dem Seitenwechsel haben die Mädels gezeigt, dass sie es besser können.“ Bereits vor dem Anpfiff wurde es emotional, als Katrin Geelen, Jennifer Lennartz und Lena Linßen in den Handball-Ruhestand verabschiedet wurden. Letztere war es, die nach nervösem Auftakt den ersten Treffer des Gastgebers markieren sollte. In der Folge klappte es bei Grün-Gelb zwar in Sachen Abschluss, die Abwehr avancierte jedoch zu einem gigantischen Problem. „Es wurde viel zu passiv agiert. Wir sind kaum in die Zweikämpfe gekommen und haben die wenigen, die es gab, verloren“, nannte Terhoeven den Hauptgrund für die Tatsache, dass sich seine Mannschaft Gegentore ohne große Gegenwehr einhandelte.

Dennoch gelang es seiner Mannschaft, in der zehnten Minute mit 7:6 in Führung zu gehen – es war die erste und sollte im weiteren Verlauf die einzige bleiben. Denn während Überruhr seinen Stiefel weiterhin herunterspielte, leisteten sich die Gastgeberinnen in unschöner Regelmäßigkeit und ohne Not technische Fehler. Die Mannschaft aus Essen zog auf 14:8 davon (20. Minute) und ging schließlich mit einem Sechs-Tore-Vorsprung in die Pause (17:11). Nach Wiederanpfiff änderte sich daran zunächst nichts. Offensiv waren die Straelenerinnen zwar wieder besser im Spiel. Doch bis die Abwehr ihrem Namen gerecht wurde, sollte es noch ein bisschen dauern.

Doch plötzlich war sie endlich da, die Lust am Verteidigen. Und mit ihr robbten sich die Blumenstädter Tor um Tor an die SG Überruhr heran. Aus einem 14:21 wurde ein 25:26. Bestnoten verdiente sich Katrin Janssen, die in dieser Phase als Abräumerin und Torschützin glänzte. Zur Wende sollte es jedoch nicht mehr reichen. „Überruhr war etwas abgezockter und hat sich in den Schlussminuten keine Fehler mehr geleistet. Die Niederlage geht in Ordnung, ist aber um zwei, drei Tore zu hoch ausgefallen“, meinte Terhoeven, dessen Mannschaft die Saison auf Tabellenplatz zehn beendet hat.

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