Handball : Die große Straelener Handball-Party

Ausgelassene Feierlaune an der Fontanestraße: Erst stürzen die Regionalliga-Frauen der Grün-Gelben Tabellenführer Tb Wülfrath vom Thron. Anschließend machen die Männer gegen Treudeutsch Lank Boden im Abstiegskampf gut.

(terh) Handball-Regionalliga der Frauen: SV Straelen – Turnerbund Wülfrath 23:11 (13:11). „Die Ausfälle von drei Leistungsträgerinnen, der übermächtige Gegner: Wir hatten eigentlich keine Chance. Was die Mädels heute geleistet haben, war schlichtweg sensationell“, bekam SVS-Coach Thomas Floeth nach dem unerwarteten Erfolg gegen das Top-Team aus Wülfrath das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. 60 Minuten lang hatten die Blumenstädter alles, wirklich alles in die Waagschale geworfen und wurden für ihren Einsatz am Ende auch belohnt. „Das sind zwei Zähler, die wir definitiv nicht auf der Rechnung hatten“, so Straelens Trainer.

Vom Anpfiff an zeigte sich seine Mannschaft gewillt, den als Tabellenführer angereisten Gästen erbitterten Widerstand zu leisten. „Für die Abwehr hatten wir uns mehrere Pläne zurechtgelegt. Dass gleich der erste sticht, hatte ich nicht erwartet“, sah Floeth, wie Wülfrath sich jeden Treffer hart erarbeiten musste. Steffi Heuvels und Nina Pellens ackerten für zwei, Zoé Daguhn und Franziska Heckmanns leisteten gegen die starke Kreisläuferin ganze Arbeit. Und die Außen? Die glänzten in der Offensive mit einer außerordentlich guten Trefferquote.

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Das war aber auch dringend nötig, denn: „Wülfraths Mittelblock war für uns nicht zu knacken. Das ist das Beste, was die Liga zu bieten hat“, zeigte sich der SVS-Coach beeindruckt. Trotzdem lag sein Team in Halbzeit eins nur zweimal in Rückstand – beim 3:4 und beim 9:10. In die Kabine ging es mit einer Zwei-Tore-Führung (13:11).

Nach Wiederanpfiff setzten die Grün-Gelben noch einen drauf. Sie bauten ihren Vorsprung bis auf 18:14 aus (38. Minute). Elf torlose Minuten später, in denen man sich am Abwehrbeton des Turnerbundes die Zähne ausbiss, hatte der Gastgeber den Ausgleich kassiert. Es folgte der große Auftritt von Kathrin Janssen. Mit drei blitzsauberen Toren brachte sie den SVS wieder auf Kurs (21:19). Und von dem ließen sich die Grün-Gelben, trotz offener Manndeckung in den Schlussminuten, nicht abbringen. Den finalen und entscheidenden Treffer markierte Maren Prior 30 Sekunden vor Schluss. Der Rest war Jubel !

Verbandsliga der Männer: SV Straelen – TuS Treudeutsch Lank 24:17 (13:8). Der SVS ist wieder dran an Tabellenplatz zwölf, der am Saisonende die Rettung bedeutet. Vor heimischer Kulisse erspielte sich die Mannschaft von Dieter Pietralla einen ebenso deutlichen wie souveränen Sieg gegen Lank. In einer über weite Strecken einseitigen, in der Schlussphase von Nickeligkeiten geprägten Partie, war die Straelener Defensive die Basis für den erhofften Erfolg. „Die Jungs haben auf den peinlichen Auftritt in Hiesfeld die richtige Antwort gegeben. Es war zwar nicht alles gut, aber vieles deutlich besser als in der vergangenen Woche“, freute sich Pietralla über zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Es waren keine sieben Minuten gespielt, da hatten die Blumenstädter schon zwei Strafwürfe vergeben. Da Lank jedoch vom Anpfiff an große Probleme hatte, gegen die massiv auftretende SVS-Abwehr Chancen zu kreieren, hieß es zu diesem Zeitpunkt 1:1. Eine gute Viertelstunde lang blieben Tore hüben wie drüben Mangelware, ehe die Grün-Gelben etwas zielstrebiger agierten. Logische Konsequenz: Martin Jacobs, Jens Groetelaers, Danny Mangelmann und Joe Sonnen sorgten mit vier Treffern innerhalb von fünf Minuten für eine erste deutlichere 9:5-Führung der Blumenstädter. Die wurde bis zum Pausenpfiff auf 13:8 ausgebaut.

Zweimal Daniel Meyer und einmal Nermin Rufatovic sorgten dafür, dass der Vorsprung direkt nach Wiederanpfiff auf 16:8 anwuchs. Lank brachte spielerisch weiterhin nur wenig zustande. Einzig die eine oder andere Einzelaktion fand den Weg ins Ziel. „Wir haben auch in der zweiten Halbzeit richtig gut verteidigt. Das war letztlich der Schlüssel zu unserem Erfolg“, so Dieter Pietralla. Bis auf 21:11 zogen die Blumenstädter davon (48. Minute), ehe den Gästen in der Schlussphase noch etwas Luft zum Atmen gelassen wurde. „Wir haben die Partie nicht mit aller Konsequenz zu Ende gespielt. Das ist aber auch der einzige Vorwurf, den ich meiner Mannschaft machen kann“, sagte Straelens Trainer nach dem verdienten 24:17-Sieg.