Fußball: SV Straelen: Sieg oder Abstiegskampf

Fußball-Regionalligist steht vor dem Spiel beim Schlusslicht TV Herkenrath unter Druck.

(him) Fußball-Regionalliga: TV Herkenrath – SV Straelen (Sa., 14 Uhr, Belkaw-Arena in Bergisch-Gladbach). Wer hätte das gedacht ? Nach einer bislang glänzend verlaufenen Saison ist Aufsteiger SV Straelen plötzlich noch einmal unter Druck geraten. Das 0:4-Debakel gegen den 1. FC Köln II hat Spuren hinterlassen. Die Anspannung an der Römerstraße ist spürbar groß. Immerhin rückt der Verein in dieser schwierigen Situation zusammen. So ließ sich Präsident Hermann Tecklenburg am Donnerstagabend beim Training blicken und munterte die Spieler auf.

Fakt ist: Beim abgeschlagenen Tabellenletzten TV Herkenrath, der sich bereits mit dem Abstieg abgefunden hat, muss am Samstag ein Sieg her. Ansonsten droht den Grün-Gelben ein langer Abstiegskampf. Für diese Prognose sind keine prophetischen Gaben erforderlich. Es reicht ein Blick auf das Restprogramm. Allein an den letzten fünf Spieltagen bekommt es der SV Straelen ausnahmslos mit Hochkarätern der Vierten Liga zu tun: Borussia Mönchengladbach II, Alemannia Aachen, Borussia Dortmund II, Viktoria Köln und Wattenscheid 09 mit seinem neuen Sportlichen Leiter Peter Neururer.

Da Straelens Trainer Marcus John kein Interesse daran hat, die Wochenenden demnächst auf dem Sofa zu verbringen, dürfte die Zeit der taktischen Experimente und Spielereien ein Ende haben. Der SV Straelen wird wahrscheinlich in folgender Aufstellung versuchen, sich in der Belkaw-Arena in Bergisch-Gladbach für die 0:3-Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. Tor: Keisuke Ishibashi (für den verletzten David Buchholz). Abwehr: Jannik Stevens, Patrick Ellguth, Babacar M’Bengue und der ehemalige Herkenrather Jasper Löffelsend. Abwehrchef Adli Lachheb ist weiterhin verletzt. Doppel-Sechs: Fabio Ribeiro und Kapitän Kevin Weggen. Linksaußen: Aram Abdelkarim. Spielmacher: Björn Kluft – zwingend erforderlich; Ahmad Jafari hat auf dieser Position, die ein gehöriges Maß an Ballgefühl erfordert, nichts zu suchen. Rechtsaußen: Drilon Istrefi, der sich längst wieder eine Chance verdient hat und den formschwachen Yodan Kim ersetzen sollte. Sturmzentrum: Shun Terada, wobei Randy Grens gerade in solchen Spielen, in denen es darauf ankommt, dazu neigt, zum Matchwinner zu avancieren. Fazit: Ein Sieg muss her, ganz egal, wie dreckig er am Ende ausfällt.

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