SV Straelen steht erneut vor einer schweren Saison

Handball : Von Anfang an droht der Abstiegskampf

Die Handballerinnen des SV Straelen starten mit einem schweren Programm in die Regionalliga-Saison. Die Vorbereitung verlief holprig: Trainer Thomas Floeth konnte kein einziges Mal den kompletten Kader begrüßen.

(terh) Handball-Regionalliga der Frauen: SV Straelen – TB Wülfrath (So., 18.45 Uhr, Sporthalle im Schulzentrum an der Fontanestraße). Im ersten Jahr war er glück­lich, im zweiten haben sich die Grün-Gelben den Klassenerhalt redlich verdient. Jetzt startet für den SV Straelen Regionalliga-Spielzeit Nummer drei. Am Saisonziel hat sich nichts geändert. „Wir spielen von Anfang an gegen den Abstieg, wobei es der Spielplan nicht gerade gut mit uns gemeint hat“, sagt Straelens Trainer Thomas Floeth. In drei der ersten vier Partien geht es gegen die Titelfavoriten aus Bonn, Strombach und Wülfrath. Letzterer gibt am Sonntag zum Saisonauftakt seine Visitenkarte in der Sporthalle an der Fontanestraße ab.

Die Vorbereitung auf die neue Saison lief für die Grün-Gelben alles andere als optimal. „Wir waren beim Training kein einziges Mal komplett und haben mehrere Testspiele mit zwei oder drei Auswechselspielerinnen bestritten“, erzählt der SVS-Coach von Urlaub, Schichtdienst und Verletzungspech. Zoé Daguhn und Leonie Maes arbeiten nach ihren Knieverletzungen aus der vergangenen Saison am Comeback. Wann die aus Kempen zu den Grün-Gelben gewechselte Melissa Nolden das Training wieder aufnehmen kann, steht noch in den Sternen. Sie hat ebenso mit einer Schulterverletzung zu kämpfen wie Nina Pellens, die aus der Straelener Reserve aufgerückt ist. Das Kuriose: Eben diese beiden Spielerinnen sollten die Abgänge von Katrin Geelen und Lena Linßen kompensieren. Thomas Floeth: „So wird die Luft im Rückraum ziemlich dünn.“ Weitere Neuzugänge sind Nika Raemakers (zurück nach Handballpause) sowie Theresa Mülders und Sophia Kähler (aus der eigenen Jugend). Und dann ist da noch Torfrau Monja Bleidtner, die aus Rheinhausen in die Blumenstadt zurückgekehrt ist. „Auf der Torhüterposition sind wir gut aufgestellt. Melanie und Monja ergänzen sich hervorragend“, so der SVS-Coach.

Die vorrangige Aufgabe für das Trainerduo Floeth/Terhoeven besteht also darin, ihre neu formierte Truppe irgendwie auf Spur zu bringen. Das war in der Vorbereitung unter den geschilderten Umständen jedoch kaum möglich. Die Leistungen und Ergebnisse in den Test- und Pokalspielen waren dementsprechend. „Da hat nur wenig zusammengepasst. Wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns. Es wird dauern, bis das Team mehr oder weniger komplett ist und alle Rädchen ineinandergreifen“, bittet Thomas Floeth um Geduld.

Der Turnerbund aus Wülfrath wird darauf garantiert keine Rücksicht nehmen. Der Titelanwärter stellt eine ebenso bewegliche wie robuste Abwehr, aus der heraus mit viel Tempo der schnelle Torerfolg gesucht wird. „Wir brauchen unbedingt eine hohe Passqualität und eine exzellente Chancenverwertung, wenn wir eine kleine Chance haben wollen“, sagt Straelens Trainer. So wie beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften, das die Grün-Gelben äußerst überraschend knapp für sich entscheiden konnten. Thomas Floeth: „Es wäre ein Traum, diesen Erfolg wiederholen zu können.“

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