Fußball-Regionalliga SV Straelen hat wieder Optionen in der Offensive

Straelen · Der SVS kann am Samstag beim SV Lippstadt 08 wieder auf Stürmer Philipp Dünnwald und Spielmacher Jaron Vicario bauen, deren Sperren abgelaufen sind. Das Ziel für die Partie ergibt sich für das Schlusslicht von selbst.

 Philipp Dünnwald (links) wird nach Ablauf seiner Rot-Sperre wohl in der Startelf stehen.

Philipp Dünnwald (links) wird nach Ablauf seiner Rot-Sperre wohl in der Startelf stehen.

Foto: Norbert Prümen

Die personelle Not in der Abteilung Offensive war beim SV Straelen am vergangenen Samstag groß. Beim 0:0 in der wichtigen Heimpartie gegen die U 23 des 1. FC Köln, das den Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga im Kampf um den Klassenerhalt nicht einmal eine Winzigkeit nach vorne gebracht hat, lief der ehemalige Bundesliga-Spieler Marcel Heller als Sturmspitze auf. Heller ist wahrlich nicht der Typ Angreifer, der einem Team, das ohnehin Probleme in der Offensive hat, in vorderster Linie so richtig weiterhelfen kann. Doch Trainer Bekim Kastrati fehlten schlichtweg die Alternativen.

Deshalb ist klar, dass es wenigstens eine Umstellung geben wird, wenn das Schlusslicht, das elf Punkte vom rettenden 14. Platz trennen, am heutigen Samstag um 14 Uhr beim Tabellenneunten SV Lippstadt 08 antreten wird. Mittelstürmer Philipp Dünnwald steht ebenso wie Spielmacher Jaron Vicario wieder zur Verfügung. Die Leistungsträger hatten Mitte Oktober beim 2:4 gegen Alemannia Aachen die Nerven verloren und sich überaus überflüssige Rote Karten eingehandelt. Jetzt sind ihre Sperren abgelaufen. Während Kastrati durchblicken ließ, dass Dünnwald in der Startelf stehen würde, ließ er das bei Vicario noch offen. „Beide Spieler haben sich mit ihren Trainingsleistungen aber für einen Einsatz empfohlen“, sagt der Coach, der froh ist, „jetzt wieder zwei Optionen mehr im Kader zu haben“.

Das Ziel für die schwere Partie gegen einen, so Kastrati, „sehr starken Gegner“, ergibt sich angesichts des Tabellenstandes von selbst. Dem SV Straelen helfen nur Siege weiter – egal, gegen welches Team es auch immer geht. Schließlich soll der kleine Hoffnungsfunke, den Kopf doch noch aus der Abstiegszone ziehen zu können, weiter glimmen. „Wir glauben unverändert daran, dass wir es noch schaffen können, obwohl es selbstverständlich enorm schwer wird“, sagt Kastrati.

Der Coach geht davon aus, dass es in der Winterpause personelle Veränderungen beim SV Straelen geben wird. Die Frage ist nur, welche Optionen der Verein ziehen wird. „Entscheidend wird sein, ob wir dann nach wie vor ein abgeschlagener Tabellenletzter sind oder den Anschluss halbwegs hergestellt haben“, sagt Kastrati. Der ehemalige Profi hatte zuletzt durchklingen lassen, dass es dem einen oder anderen Akteur an der nötigen Einstellung mangele.

Im Großen und Ganzen ist er aber zufrieden damit, wie sich sein spielendes Personal trotz der sportlichen Misere bei den Übungseinheiten präsentiert. „Die meisten Jungs ziehen beim Training sehr gut mit. Auch deshalb wäre es extrem wichtig, dass uns ein Sieg gelingt. Denn die Spieler müssten auch mal wieder für ihr Engagement belohnt werden“, sagt Bekim Kastrati, der zufrieden registriert hat, dass vor allem einige jüngere Akteure im Kader des Regionalligisten in den vergangenen Wochen „Fortschritte gemacht haben“.

Am nötigen Einsatz hatte es zuletzt auch beim 0:0 gegen die ebenfalls abstiegsgefährdete U 23 des 1. FC Köln nicht gemangelt. An der Durchschlagskraft in der Offensive aber. Der SV Straelen hatte zwar wenige, aber durchaus gute Chancen, den dringend benötigten Sieg zu schaffen. Das sah auch der Kölner Trainer Mark Zimmermann so, der sich nach dem Spiel in der Pressekonferenz gut gelaunt beim SVS dafür bedankte, dass bei seinem Team zum ersten Mal in dieser Saison die Null gestanden hatte.

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