Handball : SV Straelen erarbeitet sich einen Punkt

Der abstiegsgefährdete Handball-Verbandsligist durchlebte im Kellerduell gegen RW Oberhausen ein Wechselbad der Gefühle. Immerhin bleibt nach dem 25:25 (13:12) das rettende Ufer für die Grün-Gelben in Reichweite.

(terh) Handball-Verbandsliga der Männer: SV Straelen – RW Oberhausen 25:25 (13:12). Als Patrick Kehrer in der 45. Minute zum 22:18 für Oberhausen traf, schien sich das Kellerduell endgültig zu Ungunsten der Grün-Gelben zu entwickeln. „Wir hatten viele Probleme, haben sowohl gegen die offensive Deckung der HSG, als auch gegen den siebten Feldspieler zu selten Lösungen gefunden“, sagte SVS-Coach Dieter Pietralla nach der Partie. Die wurde dann doch noch zum Krimi, weil Joey Sonnen das Runde innerhalb von 175 Sekunden dreimal ins Eckige beförderte und der nach starkem Start etwas unglücklich agierende Jens Groetelaers als Kreisläufer wieder zum Faktor wurde.

Zu Beginn zeigten sich die Grün-Gelben beim Unternehmen dritter Saisonsieg höchst konzentriert und zielstrebig. Nach sieben Minuten traf Martin Jacobs zum 5:2, später hieß es 10:7 für den Gastgeber. Oberhausens Trainer, der ehemalige Bundesliga-Profi Krzysztof Szargiej, reagierte. Zum einen ließ er sein Team im Anschluss deutlich offensiver verteidigen, zum anderen setzte er auf das taktische Mittel des siebten Feldspielers. Beide Maßnahmen zeigten Wirkung. Im Angriff verstrickte sich der SVS in Einzelaktionen, aus denen überhastete Abschlüsse und technische Fehler resultierten, in der Abwehr kassierte man nach immer wieder demselben Strickmuster zahlreiche Treffer über die Außenpositionen. Zur Halbzeit lag Straelen trotzdem noch mit 13:12 vorn.

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Den Negativtrend stoppen konnte Dieter Pietralla in der Kabine jedoch nicht. Die Rot-Weißen blieben nach Wiederanpfiff am Drücker, stürzten die Blumenstädter von einer Verlegenheit in die nächste – bis Joey Sonnen den Schalter umlegte. Es war die dringend benötigte Initialzündung. Nun war es wieder ein Duell auf Augenhöhe, in dem Jens Groetelaers in der 56. Minute zum Ausgleich und Cedric Linden 30 Sekunden später zur 24:23-Führung traf. Den vermeintlich letzten Angriff hatten die Grün-Gelben beim Stand von 25:25. Den schlossen sie jedoch viel zu früh und mit einem ganz schlechten Wurf ab. Pietralla: „Wir hatten großes Glück, dass Oberhausen mit der allerletzten Großchance an Max Eickelpoth gescheitert ist.“

SV Straelen: Eickelpoth, Löbbers – Groetelaers (10), Sonnen (5), Rath (3), Linden (2), Beyer (2), Schaap (1), Jacobs (1), Rufatovic (1), Mangelmann, Heußen.