Fußball : SV Straelen muss hart bleiben

Irgendwann musste es sich ja rächen, dass beim rasanten Höhenflug der Fußballer des SV Straelen der Unterbau etwas auf der Strecke geblieben ist. Für einen Regionalligisten ist es nun einmal zu wenig, wenn die Reserve in der Kreisliga A kickt.

Doch bei allem Verständnis dafür, dass gestandene Spieler wenig Lust darauf haben, sonntags in der „Bauernliga“ die Knochen hinhalten zu müssen, darf sich der Verein das Verhalten seiner beiden Torjäger Randy Grens und Rene Jansen nicht bieten lassen. Wenn Cheftrainer Marcus John sich nach dem Abschlusstraining auf einen Kader festlegt, dann haben alle Spieler diese Entscheidung zu akzeptieren – notfalls mit Zähneknirschen. Und dann ist es auch nichts Ehrenrühriges, gelegentlich im Kreisliga-Oberhaus auszuhelfen und Spielpraxis zu sammeln.

Deshalb gleich die Brocken hinzuwerfen und in den Streik zu treten, gehört sich einfach nicht. Die beiden „Rebellen“ sollten froh sein, dass ihnen der Sportliche Leiter Stephan Houben trotz des Fehlverhaltens eine goldene Brücke gebaut hat. Noch können Randy Grens und Rene Jansen Charakter zeigen, indem sie einfach zur nächsten Trainingseinheit kommen und sich entschuldigen – und schon ist die Sache wieder vom Tisch. Wer auf dem Sportplatz schon so viele Chancen genutzt hat, sollte sich auch diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Anderenfalls sollen die Torjäger bei einem anderen Verein glücklich werden. Reisende soll man nicht aufhalten.

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