Auf zum Spitzenreiter Preußen Münster Ein Hoffnungsträger für den Strafraum

Straelen · Fußball-Regionalliga: Die Torflaute zählt zu den Hauptgründen, weshalb der SV Straelen abgeschlagen am Tabellenende steht. Mitchi Huijsman soll dafür sorgen, dass an der Römerstraße bald wieder gejubelt wird.

 Mitchi Huijsman (am Ball) – hier eine Szene aus der Partie gegen Fortuna Düsseldorf II – betrachtet den SV Straelen als Sprungbrett.

Mitchi Huijsman (am Ball) – hier eine Szene aus der Partie gegen Fortuna Düsseldorf II – betrachtet den SV Straelen als Sprungbrett.

Foto: Heinz Spütz

Ungleicher kann ein Duell nicht sein, wenn am Samstag um 14 Uhr im Preußenstadion die Partie zwischen Spitzenreiter Preußen Münster und Schlusslicht SV Straelen angepfiffen wird. Die Grün-Gelben stehen nach 22 Spieltagen abgeschlagen am Tabellenende der Fußball-Regionalliga und haben mit den Planungen für die Oberliga begonnen. Ganz anders sieht die Situation beim Bundesliga-Gründungsmitglied aus. Die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann hat in bislang 21 Spielen satte 50 Zähler gesammelt – die Nachholpartie beim 1. FC Bocholt (25. März) steht noch aus. Die Preußen stellen die stärkste Abwehr und den besten Angriff der Liga. Der Vorsprung auf Verfolger Wuppertaler SV, der ein Spiel mehr ausgetragen hat, beträgt acht Punkte – so etwas nennt man uneinholbar. Alles andere als ein souveräner Sieg der Adlerträger ist somit am Samstag nicht zu erwarten.

Zu den Straelener Hoffnungsträgern für die Zukunft zählt Mitchi Huijsman. Der 19-jährige Niederländer gilt als Vollblutstürmer und wurde im Winter verpflichtet, damit die Torflaute an der Römerstraße (bislang 14 Treffer in 22 Spielen) vielleicht irgendwann einmal ein Ende hat. Der junge Mann spielte zuletzt für die U 21-Auswahl des Zweitligisten Almere City. Sein fußballerisches Rüstzeug hat er beim FC Volendam erlangt, der aktuell in der Eredivisie unterwegs ist.

Als er den Zweieinhalb-Jahresvertrag mit der Option auf eine einjährige Verlängerung unterschrieb, wusste er über die sportliche Situation seines neuen Vereins Bescheid. „Die laufende Saison dient quasi als Eingewöhnungsphase. Dann sehe ich es als meine Aufgabe an, dem Verein im Falle eines Abstiegs dabei zu helfen, wieder aufzusteigen. Alles weitere werde ich dann sehen“, sagt der Rotschopf, der nach eigenem Bekunden in Deutschland als Profifußballer Karriere machen möchte.

Eine Rückkehr in sein Heimatland schließt Huijsman momentan aus. Der Fußball in Deutschland sei wesentlich breiter als in Holland aufgestellt. Der 19-Jährige hat sein Elternhaus verlassen und bildet mit den beiden Torhütern Kevin Kratzsch und Lennart Winkler eine Wohngemeinschaft in Straelen. Die ersten Erfahrungen hat er bereits gesammelt. „Hier wird ganz anders Fußball gespielt, körperlicher und härter in den Zweikämpfen. Zuletzt sind wir mit einem 5-3-2-System aufgelaufen, das ich vorher noch nicht kannte“, sagt Huijsman. „Und für mich ist es wichtig, schnell eine neue Sprache zu lernen.“

Tatkräftig unterstützt wird der junge Mann insbesondere von seinen niederländischen Mannschaftskollegen Joep und Niek Munsters und Jaron Vicario. Huijsman bereut den Wechsel zu einem designierten Absteiger keineswegs. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir lassen uns vom Tabellenstand nicht runterziehen“, versichert der Neuzugang. „Jetzt möchten wir zunächst einmal die Saison so gut wie möglich zu Ende bringen. Und dann nehmen wir den Neuanfang in Angriff.“

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