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SV Straelen ist nach 1:2 bei Borussia Mönchengladbach II Vorletzter

Fußball : Gut gespielt, aber schon wieder verloren

Fußball-Regionalliga: Wie schon am Mittwoch gegen Preußen Münster handelt sich der SV Straelen eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach II ein. Mit einem Punkt aus vier Spielen ist die Mannschaft Vorletzter.

Die erfreuliche Erkenntnis zuerst: Der SV Straelen muss sich in der Fußball-Regionalliga nicht vor jenen Mannschaften verstecken, die am Saisonende im oberen Tabellendrittel erwartet werden. Wie schon am Mittwoch gegen Drittliga-Absteiger Preußen Münster lieferte der Aufsteiger auch am Samstag im Rheydter Grenzland-Stadion gegen die U23-Auswahl des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach eine überzeugende Vorstellung. Der Haken an der Sache: Das Team um Trainer Benedict Weeks musste sich erneut mit 1:2 (0:1) geschlagen geben und hat damit nach vier Spieltagen erst einen Punkt auf seinem Konto.

Die auf den ersten Blick magere Ausbeute ist jedoch kein Grund, in Panik zu verfallen. „Ich kann nur für mich sprechen. Und ich bin Realist. Wir sind Aufsteiger. Als ich das Startprogramm gesehen habe, wusste ich, was auf uns zukommt. Alles, was wir holen, ist Zugabe. Unsere Gegner kommen noch. Und als Mannschaft haben wir uns nichts vorzuwerfen“, sagte Straelens erfahrener Mittelfeldmotor Kevin Weggen nach dem Spiel.

Zum Geschehen auf dem Platz: Der Aufsteiger trat sehr selbstbewusst an, attackierte die Heimelf schon weit in der eigenen Hälfte und unterband so jeglichen Spielaufbau. Der SV Straelen war die klar bessere Mannschaft und hätte nach 18 Minuten durch den quirligen Kaito Mizuta in Führung gehen können, ja fast schon müssen. Im gegnerischen Strafraum versetzte er Noah Holtschoppen, doch der Abschluss verfehlte knapp sein Ziel. Nach einem Foulspiel an Kevin Weggen in der 27. Minute warteten die Straelener vergeblich auf den Pfiff des Schiedsrichters. Der Gladbacher Jung-Profi Famana Quizera setzte prompt Marcel Benger in Szene, der ungehindert zur recht schmeichelhaften 1:0-Führung des Gastgebers einschieben konnte.

Die Straelener blieben am Drücker. Nach einem Zuspiel von Aram Abdelkarim auf Konstantin Möllering war es dann soweit. Der Mittelfeldspieler erzielte mit einem platzierten Schuss den vermeintlichen Ausgleich. Doch sofort gab’s heftige Proteste von der Borussen-Bank. Schiedsrichter Robin Delfs sprach mit seinem Linienrichter und entschied auf Handspiel von Abdelkarim – kein Tor. Borussias Trainer Heiko Vogel: „Der Ball sprang ihm erst auf den Oberschenkel, dann hat er ihn mit der Hand mitgenommen.“ Die beste Chance zum Ausgleich hatte kurz vor dem Halbzeitpfiff Jannik Stevens, als er von der linken Seite vor dem 18-jährigen Keeper Jan Olschowsky auftauchte, den Ball aber aus spitzem Winkel verzog.

Im zweiten Durchgang verloren die Gäste zunächst etwas den Faden und ihre Dominanz auf dem Spielfeld. Zehn Minuten vor Schluss endlich der erlösende Ausgleich durch Adli Lachheb, der nach einem Eckball per Kopf zur Stelle war. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer – im direkten Gegenzug stellte Per Lockl den alten Abstand wieder her und traf zum 2:1-Endstand.

„Das war ein Sieg des Willens. Mit der spielerischen Leistung bin ich nicht zufrieden“, sagte Vogel nach der Partie. Benedict Weeks haderte nicht lange mit der unglücklichen Niederlage: „Jetzt kommt es darauf an, dass wir an die ordentlichen Leistungen auch am Mittwoch gegen RW Oberhausen anknüpfen. Vielleicht gelingt es uns dann endlich auch einmal, unnötige Gegentore zu vermeiden.“