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SV Straelen im Gelsenkirchener Parkstadion unter Zugzwang

Fußball-Regionalliga : Rudi Zedi lässt keine Ausreden gelten

Fußball-Regionalliga: Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge ist der SV Straelen nur noch graues Mittelmaß. Der Sportliche Leiter appelliert vor dem Gastspiel auf Schalke an die Mannschaft, endlich wieder Einsatzwillen zu zeigen.

Quo vadis, SV Straelen? Mit einem furiosen Start mit drei Siegen in Folge, darunter ein 4:1-Triumph an der Essener Hafenstraße, hatte sich die Mannschaft um Trainer Benedict Weeks vorübergehend sogar an die Tabellenspitze der Fußball-Regionalliga katapultiert. Doch dieser unerwartete Höhenflug scheint der Mannschaft nicht allzu gut bekommen zu sein. Denn was in den nächsten vier Spielen folgte, war äußerst ernüchternd. Gerade einmal ein Punkt bei einem bescheidenen Torverhältnis von 2:10-Treffern – mit dieser Bilanz ist die Mannschaft zunächst einmal in die bedeutungslosen Regionen der Tabelle abgerutscht.

„Der Eindruck täuscht keineswegs und ist auch nicht schönzureden“, sagt Straelens Sportlicher Leiter Rudi Zedi. „Die Art und Weise, wie die Mannschaft sich speziell gegen Preußen Münster präsentiert hat, liegt weit hinter den Erwartungen.“Natürlich hat Benedict Weeks nicht ganz Unrecht, als er nach der Schlappe gegen Preußen Münster anführte, dass in den bisherigen sieben Spielen fünf Gegner dabei waren, die am Ende der Saison im oberen Tabellendrittel erwartet werden.

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Doch da stellt sich die Frage, welchen eigenen Anspruch das Team oder die sportliche Führung hat. „In jedem Spiel sind drei Punkte zu vergeben. Und in jedem Spiel haben wir die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen“, sagt Zedi. „Und genau das muss unser Anspruch sein. Und das will ich sehen und spüren.“

„Die Gegner, gegen die wir Punkte holen müssen, kommen erst noch“, betonte Straelens Weeks nach dem missglückten Auftritt gegen die Preußen. Diese Forderung kann die Weeks-Elf am Samstag in der Partie gegen die U 23-Auswahl des FC Schalke 04 direkt einmal beherzigen. Denn die Knappen stehen nur wegen des besseren Torverhältnisses einen Platz vor den Straelenern, haben aber ein Spiel mehr ausgetragen.

„In den U-Mannschaften der Bundesligisten spielen ausnahmslos sehr gut ausgebildete Fußballspieler. Da gilt es, die Grundtugenden wie Wille, Kampf und Leidenschaft auf dem Platz zu zeigen und körperlich dagegen zu halten“, sagt Zedi. „Wenn solch eine Mannschaft eines Proficlubs erst einmal ins Rollen kommt, ist sie schwer aufzuhalten.“

Ob die Grün-Gelben im altehrwürdigen Parkstadion tatsächlich ein anderes Gesicht zeigen, bleibt abzuwarten. Selbstverständlich beschäftigt sich auch Rudi Zedi intensiv mit der aktuellen Situation. „Ich bin bei den Trainingseinheiten und natürlich bei jedem Spiel anwesend. Meine Eindrücke, die ich gesammelt habe, muss ich verarbeiten und dann kann ich mir meine Meinung bilden“, sagt der Sportliche Leiter. „Ich stehe natürlich im ständigen Austausch mit der Vereinsführung, also Hermann Tecklenburg, und mit der Mannschaft und den Trainern. Meine Erkenntnisse lasse ich in den Besprechungen einfließen, aber ich kann nur Ratschläge geben. Das letzte Wort hat der Trainer.“

Der langfristige Ausfall von Kevin Wolze ist natürlich ein Thema an der Römerstraße, aber auch hierzu bezieht Zedi klar Stellung: „Er ist sicher ein Spieler, der den Unterschied machen kann, aber wir können uns doch jetzt nicht die ganze Zeit hinter dem Ausfall von Wolze verstecken. Als Kevin in Essen ausgewechselt werden musste, stand es noch 0:0, danach haben wir klar gewonnen. Fakt ist auch, dass wir in der ersten Halbzeit gegen Fortuna Köln hervorragend gespielt haben, auch ohne Wolze, denn wir verfügen über einen breiten Kader mit sehr guten Spielern.“