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SV Straelen II findet den Weg aus dem Tabellenkeller

Fußball : Ein Schlusslicht auf dem Weg nach oben

Der SV Straelen II ist im Bezirksliga-Abstiegskampf offenbar rechtzeitig in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Wer die Reserve des SV Straelen in der Fußball-Bezirksliga als Absteiger Nummer eins auf der Rechnung hatte, sah sich am 2. Februar bestätigt. An jenem Sonntag verlor der Tabellenletzte das Kellerduell gegen den SV Budberg auf eigenem Platz mit 0:1 – die sofortige Rückkehr in die Kreisliga A nahm bereits konkrete Form an. Doch seitdem hat sich an der Römerstraße einiges getan. Zunächst gelang ein 3:0 bei der DJK Twisteden. Und nach dem 2:1-Derbysieg bei den Sportfreunden Broekhuysen mischen die Grün-Gelben endgültig wieder im Rennen um den Klassenerhalt mit. Offenbar hat Trainer Marcel Blaschkowitz seine Mannschaft rechtzeitig in die Erfolgsspur zurückgeführt.

Nach der Niederlage gegen Budberg schienen die Lichter an der Römerstraße bereits auszugehen. Haben Sie eine Erklärung für die plötzliche Trendwende ?

Marcel Blaschkowitz Eigentlich hatte sich diese schon im Budberg-Spiel abgezeichnet, das wir sehr unglücklich verloren haben. Entscheidend sind für meine Begriffe zwei Faktoren, die uns in der Hinrunde in vielen Spielen gefehlt haben. Zum einen belohnen wir uns zurzeit endlich einmal für den hohen Aufwand, den wir im Training betreiben. Und in Broekhuysen hatten wir ausnahmsweise auch die nötige Portion Glück, die wir im alten Jahr so gut wie nie hatten.

Jetzt folgen innerhalb von fünf Tagen auf eigenem Platz zwei weitere Kellerduelle. Steht der SV Strae­len nach den Partien gegen den Vorletzten FC Meerfeld (Mittwoch) und den Viertletzten SV Schwafheim (Sonntag) auf einem Nicht­abstiegsplatz ?

Blaschkowitz Das interessiert mich ehrlich gesagt gar nicht so sehr, da das auch von den Resultaten der Konkurrenten abhängig ist. Wir möchten aus den beiden Spielen nach Möglichkeit wenigstens vier Punkte holen. Und wir wollen am 24. Mai nach dem letzten Saisonspiel gegen den SV Walbeck auf einem Nichtabstiegsplatz stehen. Das ist das einzige, was zählt.

Aktuell kommen drei Offensivkräfte aus dem Oberliga-Kader zum Einsatz. Wie zufrieden sind Sie mit den Auftritten von Randy Grens, Fatmir Ferati und Ryo Terada ?

Blaschkowitz Sehr zufrieden. Die Spieler gehen professionell mit der Situation um und sind uns in der aktuellen Situation eine große Hilfe. Allein schon ihre Präsenz auf dem Platz bringt meine Mannschaft ein gutes Stück weiter. Umgekehrt profitieren sie aber auch davon, bei uns in der Bezirksliga Spielpraxis sammeln zu können. Beispielsweise kann doch von einem Randy Grens nach so langer Verletzungspause niemand erwarten, dass er sofort wieder in einer Mannschaft Fuß fasst, die kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga steht. Bei uns kann er sich in Ruhe für höhere Aufgaben empfehlen.

Wie geht ihre Mannschaft eigentlich damit um, ständig im Schatten des ,großen’ Oberliga-Tabellenführers zu stehen ?

Blaschkowitz Das ist eine Situation, der sich viele Reserve-Mannschaften stellen müssen. Es ist aber nicht so, dass wir uns über mangelndes Interesse seitens des Vereins beklagen können. Die Verantwortlichen des SV Straelen legen schon großen Wert darauf, dass sich die Zweite nach Möglichkeit dauerhaft in der Bezirksliga etabliert. Denn so können wir jungen Spielern aus den eigenen Reihen eine interessante Perspektive bieten. Und sind nebenbei sicherlich auch eine gute Adresse für Fußballer aus Straelen. Wenn die erste Mannschaft demnächst wahrscheinlich wieder in der Regionalliga spielt, bewegt sie sich ohnehin in ganz anderen Dimensionen.

Haben Sie ihren Vertrag beim SV Straelen bereits verlängert ?

Blaschkowitz Diese Frage stellt sich eigentlich gar nicht. Wir sind so verblieben, dass sich mein Vertrag automatisch verlängert, wenn wir den angestrebten Klassenerhalt schaffen. Nach den jüngsten Auftritten bin ich sehr zuversichtlich, dass wir dieses Ziel erreichen. Und deshalb gehe ich einfach einmal davon aus, dass ich auch in der nächsten Saison für den SV Straelen an der Linie stehe.