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SV Straelen hat sechsten Neuzugang für Fußball-Regionalliga verpflichtet

Fußball : Der SV Straelen hat die Lehren gezogen

Präsident Hermann Tecklenburg bastelt weiter am Kader für die kommende Saison in der Regionalliga. Die negativen Erfahrungen aus dem ersten Jahr in der vierthöchsten Klasse spielen bei den Planungen eine wichtige Rolle.

Der Kader des SV Straelen für die kommende Saison in der Fußball-Regionalliga nimmt Formen an. Präsident Hermann Tecklenburg kümmert sich derzeit darum, das Personal zu finden, das garantieren soll, dass es diesmal nicht wieder ein nur einjähriges Gastspiel in der vierthöchsten Klasse geben wird. „Der Kader steht zu 90 Prozent“, sagt Tecklenburg. Der SVS hat dabei die Lehren aus seiner ersten Spielzeit in der Liga gezogen. Für den Präsidenten waren drei Gründe mit verantwortlich dafür, dass es nicht zum Ligaverbleib reichte.

Erstens war der Kader nicht auf allen Positionen doppelt besetzt. „Wenn wichtige Akteure in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld ausgefallen sind, dann ist in unserem Spiel sofort das Chaos ausgebrochen“, sagt Tecklenburg. Zweitens konnten damals nicht alle Kicker sechsmal in der Woche trainieren. „Wenn man nur dreimal trainiert, dann reicht es einfach nicht für die Regionalliga“, so der Präsident. Deswegen werden künftig nur Spieler an der Römerstraße auflaufen, die das vom Verein geforderte Übungspensum auch leisten können. Schwachpunkt Nummer drei war für Tecklenburg, dass der SV Straelen in seinem ersten Jahr in der Regionalliga „keinen Profi-Trainer hatte“. Dieses Manko wurde durch die Verpflichtung von Inka Grings behoben, die nach dem Aufstieg in die Regionalliga auch für die kommende Saison ein Arbeitspapier hat.

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Und bei der Zusammenstellung des Personals für die nächste Spielzeit achtet Tecklenburg nun darauf, dass es ausreichend Alternativen im Kader gibt und die Kicker auch täglich trainieren können. Das war in der abgebrochenen Spielzeit schon bei einem Großteil der Akteure der Fall. „13 bis 14 Spieler haben sechsmal in der Woche trainiert. Dass wir mit so deutlichem Vorsprung an der Tabellenspitze der Oberliga stehen, liegt auch daran, dass wir vielen Gegnern konditionell klar überlegen waren“, sagt der Präsident.

Ein halbes Dutzend neuer Spieler hat der künftige Regionalligist bislang verpflichtet. Neuzugang Nummer sechs ist der Niederländer Ferry de Regt. Der 31 Jahre alte Abwehrspieler stand im Nachbarland zuletzt beim Zweitligisten Helmond Sport unter Vertrag. Ferry de Regt hat in der niederländischen Eredivisie 80 Spiele für VVV Venlo bestritten und war zuletzt Kapitän von Helmond Sport.

Der SV Straelen dürfte damit in der Abteilung Toreverhinderung genügend Alternativen haben. Denn er hatte sich zuvor schon die Dienste der Abwehrspieler Jelle van Benthem (Heracles Almelo) und Duc Anh Nguyen Nhu (FC Kray) sowie des defensiven Mittelfeldspielers Sem Emilio de Wit (FC Hartford/USA) gesichert. Die Abteilung Offensive sollen Mittelfeldakteur Yassine Bouchama (FC Kray) und Stürmer Malek Fakhro (ETB SW Essen) verstärken.

Eine große Baustelle muss Hermann Tecklenburg jetzt noch beackern. Der SV Straelen ist weiter auf der Suche nach einem Nachfolger für Torjäger Shun Terada. Der Japaner, der in den vergangenen beiden Spielzeiten in 54 Meisterschaftspartien 34 Treffer für den SVS erzielt hat, läuft künftig für Rot-Weiß Oberhausen auf. „Ich führe derzeit Gespräche mit drei Stürmern und hoffe, dass wir diese Personalie in der kommenden Woche geklärt haben“, sagt Tecklenburg.

Der SV Straelen, der für die Regionalliga-Saison mit einem Etat von 400.000 Euro plant und das Budget damit im Vergleich zum ersten Jahr in der Klasse um 50.000 Euro aufgestockt hat, will mit einem Kader von 22 Feldspielern und drei Torhütern in die Saison gehen. „Das ist so mit Inka Grings abgesprochen“, sagt Tecklenburg.

Als mögliche Neuzugänge sind beim SVS noch zwei Kicker im Gespräch, die zuletzt für den Landesligisten SV Hönnepel-Niedermörmter aktiv waren: Ribene Kimbakidila und Prince Kimbakidila. Zudem soll noch ein Torhüter verpflichtet werden. Fraglich ist, ob Kapitän Fatlum Zaskoku an Bord bleibt, der einen Vertrag für die kommende Saison hat. „Da laufen Gespräche“, so der Präsident des designierten Regionalligisten.