Fußball : SV Straelen gelingt Wiedergutmachung

Der Regionalligist rehabilitiert sich am Mittwochabend beim wichtigen 1:0-Sieg beim Bonner SC für die schwache Leistung, die er beim 0:4 gegen den SC Wiedenbrück gezeigt hat. Er hat jetzt drei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen.

Der SV Straelen hat sich für die schwache Leistung bei der 0:4-Niederlage im Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück rehabilitiert. Der Fußball-Regionalligist schaffte am Mittwochabend einen eminent wichtigen 1:0 (1:0)-Erfolg beim Bonner SC, der zu den Konkurrenten des Neulings im Rennen um den Klassenerhalt gehört. Ein Sieg, der auch deshalb besonders wertvoll war, weil einige Rivalen in der unteren Tabellenregion ebenfalls punkteten. Die Mannschaft von Trainer Benedict Weeks vergrößerte ihren Vorsprung vor den fünf Abstiegsplätzen auf drei Zähler und hat zudem bis zu drei Partien weniger ausgetragen als die Teams, die in der Tabelle hinter ihr stehen.

Der Übungsleiter war nach einer spannenden Partie sehr zufrieden mit seinem Personal. „Die Mannschaft hat die richtige Antwort auf die Leistung gegen Wiedenbrück gegeben. Die Jungs haben unheimlich geackert und sich diesen Erfolg verdient“, sagte Weeks. Er hatte sein Team im Vergleich zur Partie gegen den SC Wiedenbrück auf vier Positionen verändert. Maximilian Funk, Malek Fakhro, Konstantin Möllering und Vedran Beric waren von Beginn an dabei. Ole Päffgen, Kevin Weggen und Yassine Bouchama saßen nur auf der Bank; Aram Abdelkarim musste erkrankt passen. Yassine Bouchama kam aber schon nach 14 Minuten für den Ex-Profi Sinan Kurt, der sich bei einem Sprint eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte, ins Spiel.

Dem Aufsteiger war von der ersten Minute an anzumerken, dass er Wiedergutmachung für den enttäuschenden Auftritt betreiben wollte, den er vier Tage zuvor im eigenen Stadion abgeliefert hatte. Der SV Straelen ging engagiert zur Sache, nahm die Zweikämpfe an und demonstrierte, dass er die Partie unbedingt gewinnen wollte. „Die Mannschaft hat über die volle Distanz in kämpferischer Hinsicht eine hervorragende Leistung gezeigt. Ich hoffe, dass die Spieler jetzt verstanden haben, dass dies für uns der einzig gangbare Weg in dieser Klasse ist“, sagte der Sportliche Leister Stephan Houben.

Er lobte ebenso wie Benedict Weeks die vier Akteure, die diesmal eine Chance von Beginn an erhalten hatten. „Wir haben uns bewusst für diese Spieler entschieden, weil wir wussten, dass sie eine hundertprozentige Einstellung haben. Das hat sich bezahlt gemacht“, sagt Houben.

Und einer der Akteure, der das Vertrauen von Benedict Weeks erhalten hatte, zahlte dies auch mit der entscheidenden Aktion des Spiels zurück. Malek Fakhro erzielte in der 22. Minute nach Vorarbeit von Kaito Mizuta den Siegtreffer. Zuvor hätte Konstantin Möllering den SVS schon in Führung bringen können. Nach dem Wechsel verstärkte der Bonner SC zwar seine Offensivbemühungen. Doch richtig brenzlig wurde es für den Gast, der in der Abwehr sicher stand, nur bei zwei Aktionen des Gegners, bei denen auf Torhüter Robin Udegbe aber Verlass war. In den letzten Minuten geriet der Erfolg, der anschließend in der Kabine ausgelassen gefeiert wurde, dann nicht mehr in Gefahr.