SV Straelen fordert Fortuna Düsseldorf II heraus

Fußball : SV Straelen ist bereit für den Endspurt

Fußball-Regionalliga: Im letzten Heimspiel des Jahres fordert der starke Aufsteiger am Samstag ab 14 Uhr die „U 23“-Auswahl von Fortuna Düsseldorf heraus. Der Einsatz von Linksaußen Aram Abdelkarim ist noch fraglich.

Eines der erfolgreichsten Jahre in der ereignisreichen Geschichte des SV Straelen nähert sich dem Ende entgegen. Im Sommer gelang der fast schon sensationelle Aufstieg in die Fußball-Regionalliga. In der äußerst kurzen Sommerpause stellten Präsident Hermann Tecklenburg und seine Mitarbeiter um den Sportlichen Leiter Stephan Houben und Trainer Marcus John die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: An der Römerstraße kickt inzwischen eine schlagkräftige Viertliga-Auswahl, die keinen Gegner scheuen muss. 26 Punkte aus bislang 19 Begegnungen sind eine mehr als respektable Ausbeute. Von Abstiegsgefahr kann jedenfalls keine Rede sein. Im Gegenteil: Die Tendenz des Aufsteigers, der die letzten fünf Spiele ungeschlagen überstanden hat, weist nach oben. Belege sind vor allem das 2:2 beim Spitzenreiter und designierten Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln und der 1:0-Heimerfolg gegen den Tabellenzweiten Rot-Weiß Oberhausen. Und in der vergangenen Woche stattete der Fußball-Gott die Grün-Gelben auch noch mit jener Portion Glück aus, die nur der Tüchtige hat. In Wiedenbrück verwandelte Kapitän Kevin Weggen in der Nachspielzeit einen Handelfmeter zum 2:2-Endstand.

Doch der Aufsteiger denkt überhaupt nicht daran, sich auf den bislang erworbenen Lorbeeren auszuruhen. „Wir freuen uns jetzt zwar alle auf die Winterpause. Das Programm war sehr anstrengend, zumal die Spieler in der Regionalliga Woche für Woche an ihre Grenzen gehen müssen. Doch selbstverständlich wollen wir auch in den restlichen beiden Spielen noch punkten“, versichert Marcus John.

Am Samstag gibt zunächst die „U 23“-Auswahl von Fortuna Düsseldorf ihre Visitenkarte an der Römerstraße ab. Eine Woche später folgt die Reise zum Spitzenteam SV Rödinghausen. Straelens Trainer schwärmt von den Fortuna-Bubis um Fanliebling Andreas „Lumpi“ Lambertz in höchsten Tönen: „Die Fortuna ist in meinen Augen die spielerisch stärkste Reserve-Mannschaft der Bundesligisten.“ Und das soll was heißen. Denn bekanntlich bereiten auch Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach ihre Talente in der Regionalliga auf das Haifischbecken Profifußball vor.

Im Hinspiel ergatterte der SV Straelen am Flinger Broich seinen ersten Auswärtspunkt, weil Aram Abdelkarim in der Schlussphase mit einem seiner gefürchteten Kunstschüsse den Grün-Gelben einen Punkt sicherte. Ob der technisch begnadete Linksaußen auch im Rückspiel mit von der Partie ist, entscheidet sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff. Abdelkarim musste in Wiedenbrück bereits nach einer halben Stunde ausgewechselt werden – eine genaue Diagnose der Verletzung steht noch aus. Falls es sich nur um eine leichte Zerrung gehandelt haben sollte, stünde einem Einsatz nichts im Wege.

Ansonsten hat sich die personelle Lage im Vergleich zur Vorwoche wieder entspannt. So kann der SV Straelen im letzten Heimspiel des Jahres wahrscheinlich wieder mit der bewährten Vierer-Abwehrkette auflaufen. Adli Lachheb hat seine Sperre abgesessen und bildet mit Patrick Ellguth die Innenverteidigung. Die linke Seite nimmt wieder Jannik Stevens ein, der einen grippalen Infekt auskuriert hat. Yodan Kim rückt dafür wieder auf seine angestammte rechte Position.

Unabhängig von den Ergebnissen der letzten beiden Spiele im alten Jahr dürfen sich die Straelener Fußballfreunde schon jetzt sicher sein, dass auch in der Winterpause an der Römerstraße keine Langeweile aufkommt. Der eine oder andere Spieler, der unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten ist und keine Perspektiven auf einen Stammplatz hat, dürfte den Verein vorzeitig verlassen und eine neue Herausforderung suchen. Auf der anderen Seite beschäftigt sich das Straelener „Team Sport“ selbstverständlich auch schon mit potenziellen Verstärkungen, die dem Jubilar im nächsten Jahr in Liga vier viel Freude bereiten sollen.

Mehr von RP ONLINE