SV Straelen feiert Auftaktsieg dank Terada-Doppelpack

Fußball : Geglückter Start für Shun-Verein Straelen

Auf den Torjäger ist Verlass: Shun Terada beschert dem Oberligisten SV Straelen mit einem Doppelpack ein 2:0 (1:0) gegen den Cronenberger SC. Trainerin Inka Grings bemängelt insgesamt die Chancenverwertung ihrer Mannschaft.

Nach dem Pokal-Aus gegen den Düsseldorfer Landesligisten Rather SV hatte Inka Grings, Trainerin des Fußball-Oberligisten SV Straelen, noch von einem disziplinlosen Auftritt ihrer Mannschaft und fehlender Entschlossenheit gesprochen. Im Training vor dem Saisonauftakt gegen den Cronenberger SC sollten die Grün-Gelben in erster Linie Frust abbauen und das nötige Selbstvertrauen tanken.

Diese „Reha-Maßnahme“ hat die gewünschte Wirkung gehabt. Der SV Straelen schlug den Neuling aus Wuppertal hochverdient mit 2:0 (1:0) und ist damit gut aus den Startlöchern gekommen. Eine gute halbe Stunde vor Spielbeginn studierte Vereinspräsident Hermann Tecklenburg bei einem Stückchen Pflaumenkuchen und einer Tasse Kaffee die Mannschaftsaufstellung und zeigte sich sehr zufrieden. Denn einiges hatte sich im Vergleich zu den letzten Spielen verändert: Kai Schwertfeger stand nicht mehr im Aufgebot – der ehemalige Profi von Fortuna Düsseldorf, der erst im Winter an die Römerstraße gewechselt war, hat sich am Wochenende dem Ligarivalen SSVg. Velbert angeschlossen.„Kai hatte bereits vor zwei oder drei Wochen um eine Vertragsauflösung gebeten“, erklärte Sportlicher Leiter Stephan Houben.

Innenverteidiger Adli Lachheb lief in der Startelf auf. Der Tunesier hat einen neuen Vertrag erhalten und war vor einigen Tagen ins Mannschaftstraining eingestiegen. Er spielte über 90 Minuten eine souveräne Partie, machte zwar keinen Schritt zu viel, aber auch keinen zu wenig. Die rostresistente Cronenberger Tormaschine, Ercan Aydogmus, war bei ihm bestens aufgehoben und konnte sich kein einziges Mal in Szene setzen. Neben Lachheb verteidigte Fatlum Zaskoku, Neuzugang aus Kray.

In der Vorbereitung hatten Ole Päffgen und Kevin Weggen die Innenverteidigung gebildet. Päffgen spielte gegen Cronenberg auf der vakant gewordenen Schwertfeger-Position des rechten Verteidigers und machte seine Sache nicht zuletzt wegen seiner gefährlichen Vorstöße bis in den gegnerischen Strafraum mehr als gut. Weggen verteidigte gemeinsam mit Fabio Ribeiro vor der Abwehr. Beide lieferten eine grundsolide Partie ab. Das Kreativduett auf der linken Seite bildeten von Beginn an Jannik Stevens und Aram Abdelkarim.

Weitere Veränderungen gab es nicht mehr: „Meg“ Odagaki wirbelte auf der rechten Außenbahn. Fatmir Ferati agierte hinter der Spitze und wurde in der Halbzeit durch Aleksandar Pranjes ersetzt, der mit viel Dynamik für frischen Wind im Straelener Offensivspiel sorgte. Mittelstürmer Shun Terada tat das, was ein Mittelstürmer tun muss und erzielte beide Treffer.

Zum Spiel: Der Aufsteiger aus Cronenberg zog sich schnell sehr weit zurück und verteidigte mit neun Spielern in zwei Abwehrreihen vor dem eigenen Strafraum. Der Absteiger aus Straelen ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und wartete mit sicherem Passspiel und großer Disziplin auf seine Chancen. Geschätzte 95 Prozent der Begegnung spielten sich in der Hälfte der Gäste ab. Nach einer guten halben Stunde und einer abgefälschten Päffgen-Flanke war es endlich soweit: Terada erzielte mit einem Kopfballtreffer die Führung. Kurz vor der Halbzeit hätte Odagaki auf 2:0 erhöhen müssen, scheiterte aber aus günstiger Position.

Cronenbergs Trainer Peter Radojewski sprach nach dem Spiel von einer guten Leistung seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit, die defensiv gut gearbeitet hätte. Im zweiten Durchgang schien es, als ob die Gäste das Spiel offener gestalten wollten. Die Hausherren zeichneten sich durch Auslassen mehrerer hochkarätiger Torchancen aus. Nach einer Stunde durften sie sich bei ihrem Torwart Daniel Szczepankiewicz bedanken, der mit einer Glanzparade die einzige gefährliche Aktion der Gäste entschärfte. Zehn Minuten vor Schluss dann der erlösende und längst fällige zweite Treffer. Weggen setzte auf der rechten Seite mustergültig Pranjes in Szene. Der drang unaufhaltsam in den Strafraum ein, hatte den Blick für den mitgelaufenen Terada, der die Kugel nur noch mit der Innenseite über die Linie schieben musste. Grings war nach dem Spiel grundsätzlich mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden, bemängelte allerdings die Chancenverwertung. „Jetzt wollen wir die englische Woche nutzen, um möglichst schnell in den Rhythmus zu kommen“, sagte sie.

Weiter geht’s bereits am kommenden Mittwoch: Ab 19.30 Uhr ist der SV Strae­len beim TSV Meerbusch gefordert.

Mehr von RP ONLINE