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SV Straelen: Fabio Ribeiro glaubt an Klassenerhalt

Fußball : Fabio Ribeiro glaubt an den Klassenerhalt

Der Spieler des Regionalligisten SV Straelen ist privat ein zurückhaltender Mensch. Auf dem Platz sieht das ganz anders aus. Zuletzt erzielte er beim 2:1 gegen den FC Schalke 04 II beide Tore. Heute ist der SV Rödinghausen zu Gast.

Als Sohn portugiesischer Eltern wurde Fabio Ribeiro in Mönchengladbach geboren, lebt mit seiner eigenen Familie in Viersen und arbeitet als ausgebildeter Immobilienkaufmann bei der Firma Tecklenburg in Straelen. Nach der Spielzeit 2015/16 wechselte er vom FC Wegberg-Beeck zum damaligen Landesligisten SV Straelen und spielt nun seine fünfte Saison im SVS-Trikot – mit Erfolg. Mit den Straelenern stieg er dreimal auf. Am vergangenen Samstag war der Mittelfeldakteur mit seinen beiden Treffern der Matchwinner beim 2:1-Erfolg gegen die U 23 des FC Schalke 04.

Der 30-Jährige ist aber kein Mann der lauten Worte. Bei ihm sind Erklärungen meist einfach, aber präzise gefasst. Im Gegensatz zu seinem Auftreten auf dem Spielfeld ist er privat ein eher zurückhaltender Mensch. Der Raum vor der Abwehrreihe ist sein Reich, als Zweikämpfer ist er eine Waffe. Sollte es irgendwo brennen, kommt Ribeiro angerauscht und löscht den Brand. Im Team von SVS-Trainer Benedict Weeks gehört er zu den wichtigen Stützen, doch gerade der Coach hatte ihn zu Beginn der Saison von seiner angestammten Position im defensiven Mittelfeld auf die des rechten Verteidigers beordert.

Fabio Ribeiro macht keinen Hehl daraus, wenn er nach seiner Lieblingsposition gefragt wird. „Ich habe schon immer auf der Sechs gespielt, da fühle ich mich am wohlsten, und da möchte ich auch weiter spielen. Ich hoffe, dass dieser Probeflug nun vorbei ist, denn nach meiner Rot-Sperre hat Vedran Besic sehr ordentlich auf rechts gespielt hat“, sagt er.

Fünf Punkte aus sechs Spielen ist die bisherige Ausbeute des SV Straelen. Ein Ergebnis, mit dem Ribeiro nicht zufrieden ist. In den Spielen gegen Münster und Mönchenglachbach sei seiner Meinung nach „mehr drin“ gewesen, gegen Oberhausen hätte man gewinnen müssen. Das Quäntchen Glück beim jüngsten Sieg gegen Schalke II räumt er ein.

Am Samstag um 14 Uhr trifft er an der Römerstraße auf den Regionalliga-Meister SV Rödinghausen. Dieser Partie sieht er sehr gelassen entgegen: „Wir kennen die Stärken, aber auch die Schwächen der Rödinghausener. Nicht nur der Gegner, auch wir sind jetzt ins Rollen gekommen und brauchen uns nicht zu verstecken.“

Aus der Mannschaft, die vor zwei Jahren in der Regionalliga auflief, sind nur noch fünf Feldspieler verblieben: Adli Lachheb, Aram Abdelkarim, Jannik Stevens, Kevin Weggen und eben Fabio Ribeiro. Deshalb sei es für ihn nicht einfach, einen Vergleich zu ziehen, aber Unterschiede habe er festgestellt: „Vor zwei Jahren kamen ständig neue Spieler dazu, sogar noch während der laufenden Saison. Das hat für Unruhe gesorgt. Dieses Mal konnten wir uns mit einem festen Kader vorbereiten und zu einer echten Mannschaft entwickeln.“

Konditionell seien alle Spieler top-fit. Fußballerisch stecke wesentlich mehr als bisher gezeigt im Team. Zudem sei die Stimmung, so Ribeito, positiv. Bedenken, dass der SV Straelen in der nächsten Spielzeit nicht mehr in der Regionalliga spielen könnte, lässt Ribeiro gar nicht erst aufkommen. Warum auch. Zuletzt lief es ja ganz gut.