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SV Straelen erreicht 0:0 gegen Alemannia Aachen

Fußball : SV Straelen beendet Hinrunde mit Remis

Der Neuling in der Regionalliga erreicht im Stadion an der Römerstraße ein 0:0 gegen Alemannia Aachen. Er geht mit sieben Punkten Vorsprung vor den Abstiegsplätzen in Teil zwei der Saison. Vertrag mit Sinan Kurt aufgelöst.

Der SV Straelen beendete die Hinrunde in der Fußball-Regionalliga am Samstag im Stadion an der Römerstraße mit einem 0:0 im Nachholspiel gegen Alemannia Aachen. Stefan Vollmerhausen, Trainer der Gäste, stellte nach der Partie fest, dass er den einen Punkt sehr gerne mit nach Hause nehmen würde. Diese Aussage kann durchaus als ein Kompliment für die Leistung des SV Straelen bewertet werden.

Und zufrieden mit der Vorstellung seiner Mannschaft war in seinem ersten Einsatz bei einem Pflichtspiel auch Ben van Dael, der neue Sportliche Leiter des SV Strae­len. „Ich habe in dieser Woche viel beobachtet und viel mit dem Team gesprochen. Ich habe viele Sachen gesehen, die gegen Aachen umgesetzt wurden und die mir gefallen haben. Aber ich habe mir auch viel notiert, was zu verbessern ist. Daran werden wir arbeiten“, sagte er nach dem ersten Auftritt des Aufsteigers im neuen Jahr.

Der Straelener Trainer Benedict Weeks sah sich gezwungen, die Stammformation, der er in den Spielen zuvor das Vertrauen geschenkt hatte, umzustellen. Die Gründe: Der Langzeitverletzte Fabio Ribeiro meldete sich zu hundert Prozent einsatzbereit zurück. Und Kaito Mizuta war in der kurzen Winterpause zu seiner Familie nach Japan geflogen und wird erst am Dienstag zurück beim Training erwartet.

Die Folgen: Der zuletzt hochgelobte Tobias Peitz musste auf der Position des defensiven Mittelfeldspielers für Fabio Ribeiro Platz machen. Ihm zur Seite stand Jannis Kübler, der eine starke Partie ablieferte. Für Kaito Mizuta rückte der kleine Rechtsverteidiger Vedran Beric in der Formation einen Platz nach vorne. Für ihn agierte der belgische Neuzugang Kino Delorge, der vor zehn Monaten sein letztes Pflichtspiel über 90 Minuten absolviert und erst seit einer Woche mit der Mannschaft trainiert hatte, in der Viererkette. „Kino hat seine Sache hervorragend gemacht“, sagte Weeks. „In der Defensive hat er stabil gestanden – und dazu Akzente in der Offensive gesetzt.“

 Trainer Benedict Weeks war mit seiner Mannschaft zufrieden.
Trainer Benedict Weeks war mit seiner Mannschaft zufrieden. Foto: Norbert Prümen

Benedikt Weeks hatte seine Mannschaft hervorragend auf den ehemaligen Bundesligisten eingestellt. Der Aachener Spielaufbau wurde immer wieder früh gestört. Der Gastgeber kam nur über Standards zu seinen ersten gefährlichen Strafraumaktionen. Die Alemannia fand mit zunehmender Spieldauer zwar besser in die Partie, ohne sich dabei aber zwingende Chancen zu erarbeiten, was wiederum auch dem Weeks-Team nicht gelang.

Im zweiten Durchgang war der SV Straelen dann die spielbestimmende Mannschaft. Es hatte den Anschein, dass den Gästen etwas die Puste ausgegangen war. „In Aachen liegt Schnee. Wir mussten uns deshalb in der Soccerhalle auf das Spiel vorbereiten“, sagte Vollmerhausen. Doch es blieb alles beim Alten. Gute Torgelegenheiten erspielte sich keines der beiden Teams. Vier Minuten vor dem Ende traf der Straelener Kapitän Ferry de Regt nach einer Ecke mit einem Kopfball den Pfosten. Doch der Unparteiische pfiff die Situation ab. Vermutlich hatte er ein Foulspiel von de Regt gesehen.

Für den Aufsteiger von der Römerstraße war es das vierte Spiel in Folge ohne Niederlage. Sechs Zähler verbuchte der SV Straelen in diesem Zeitraum auf seinem Konto. Er geht jetzt mit 25 Punkten und einem Vorsprung von sieben Zählern auf einen Abstiegsplatz als Tabellenzwölfter in den zweiten Teil der Saison. „Ich glaube, mit dem Punktgewinn haben wir unsere gute Hinrunden-Leistung gekrönt. Wichtig war es, dass wir endlich mal wieder zu null gespielt haben“, sagte Benedict Weeks. Das war seinem Team zuletzt Anfang Dezember beim 3:0 beim Wuppertaler SV gelungen.

Nach der Partie gab Teammanager Stephan Houben bekannt, dass der SV Straelen den Vertrag mit dem einstigen Top-Talent Sinan Kurt aufgelöst hat. Kurt wird demnächst für den slowakischen Erstligisten FC Nitra auflaufen. Zur weiteren Kaderplanung für den Rest der Saison nahm der Sportliche Leiter Ben van Dael Stellung: „Wir haben aktuell 26 Spieler unter Vertrag. Das ist einfach viel zu viel. Erst einmal müssen wir uns von Akteuren trennen, bevor wir über Neuverpflichtungen reden können.“