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SV Straelen erkämpft 2:2 gegen Wuppertaler SV

Fußball : SV Straelen erkämpft sich einen Punkt

Der Regionalligist erreicht im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV nach einem 0:2-Rückstand zur Pause noch ein 2:2. Kaito Mizuta und Malek Fakhro treffen. Trainer Benedict Weeks lobt die gute Moral seiner Mannschaft.

Beim Heimspiel des SV Straelen gegen den Wuppertaler SV trafen am Samstag zwei Mannschaften aufeinander, die beide noch ein paar Punkte benötigen, um sich entscheidend vom Tabellenkeller in der Fußball-Regionalliga zu distanzieren. Und so entwickelte sich ein im Grunde erwartetes Kampfspiel, das mit handverlesenen fußballerischen Leckerbissen auskommen musste und erst nach Ablauf der Partie seine hitzigste Phase hatte. Schiedsrichter Leonidas Exuzidis hatte die Begegnung im Stadion an der Römerstraße, die mit einem 2:2 (0:2) endete, gerade abgepfiffen, als vor den Trainerbänken zwei emotional völlig gegensätzliche Fronten aufeinanderprallten und es um ein Haar zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung gekommen wäre.

Auf der einen Seite bejubelten die Straelener ihren Erfolg, einen klaren Halbzeit-Rückstand im zweiten Spielabschnitt noch zu einem Remis gedreht zu haben. Auf der anderen Seite ärgerten sich die Wuppertaler, die einen schon sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben hatten und sich mit den Jubelszenen ihres Gegners schwertaten. Und es verging schon eine ganze Zeit, bis sich auch die letzten Streithähne voneinander getrennt und sich die Gemüter beruhigt hatten.

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Einigkeit herrschte bei beiden Trainern über den Spielverlauf. Sie bezeichneten das Unentschieden als gerecht ohne, wie es mittlerweile schon fast üblich ist, dabei zu vergessen, ihre eigenen Torerfolge hervorzuheben und die Gegentreffer als vermeidbar zu analysieren.

Durch das Unentschieden blieb das Team des Straelener Trainers Benedict Weeks im fünften Spiel in Folge ungeschlagen (zwei Erfolge, drei Remis). Mittlerweile hat der Aufsteiger 30 Partien ausgetragen und weist dabei eine ausgeglichene Bilanz von jeweils zehn Siegen, Unentschieden und Niederlagen auf. 40 Punkte bedeuten bei zehn ausstehenden Begegnungen Platz elf in der Tabelle mit einem Vorsprung von zwölf Zählern auf die Abstiegsränge.

 Maximilian Funk, Adli Lachheb und Jelle van Benthem (von links) können in dieser Szene den zweiten Wuppertaler Treffer durch Semir Saric nicht verhindern.
Maximilian Funk, Adli Lachheb und Jelle van Benthem (von links) können in dieser Szene den zweiten Wuppertaler Treffer durch Semir Saric nicht verhindern. Foto: Norbert Prümen

Benedict Weeks musste gleich vier Defensivakteure (Jannik Stevens, Ferry de Regt, Fabio Ribeiro und Vedran Beric) ersetzen. Dafür kehrten Aram Abdelkarim und Kino Delorge nach auskurierter Verletzung in die Startelf zurück. Der SV Straelen erwischte einen ordentlichen Auftakt und erspielte sich nach acht Minuten seine erste vielversprechende Chance durch Abdelkarim, der im gegnerischen Strafraum gefühlte sieben Wuppertaler umkurvte, dabei aber den Abschluss vergaß.

Die Gäste kamen in der Folge aber immer besser in die Begegnung und zeigten das gefälligere Spiel, während die Heimelf deutliche Schwächen beim Aufbau und beim eigenen Ballbesitz zeigte, die nicht auf den heftigen Gegenwind zurückzuführen waren. Die Wuppertaler übernahmen die Regie. Die Führung durch Beyhan Ametov (31.) kam wenig überraschend. Unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Semir Saric mit einem Kunstschuss auf 2:0 für den ehemaligen Bundesligisten.

Benedict Weeks reagierte und wechselte offensiv. Kaito Mizuta kam zur Pause für Maximilian Funk in die Partie. Eine Maßnahme, die sich bezahlt machen sollte. Bei seiner ersten Aktion umspielte der Japaner zwei Gegenspieler und drückte den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie. Der schnelle Tor war so etwas wie eine Initialzündung. Denn von nun an ließ der Gastgeber keine Sekunde nach. Was fehlte, war ein Tor. Benedict Weeks setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte, löste die Vierer-Abwehrkette auf und brachte in Cagatay Kader (71.) einen zweiten Mittelstürmer ins Spiel. In der 82. Minute war schließlich Malek Fakhro zur Stelle und erzielte den längst fälligen Ausgleichstreffer. Bei diesem leistungsgerechten Remis blieb es.

Die Freude, ein schon verloren geglaubtes Spiel noch gedreht zu haben, war dem jungen Trainer des SV Straelen deutlich anzumerken. Der Coach lobte seine Schützlinge. „Wir haben heute wieder gesehen, dass die Mannschaft eine echte Einheit ist, die füreinander kämpft und Moral zeigt“, sagte Weeks.

Die Partie gegen den Wuppertaler SV war die erste von fünf Begegnungen in den nächsten zwei Wochen für den Neuling. Am Mittwoch reisen die Straelen zum schweren Nachholspiel beim Tabellendritten Preußen Münster, wo die Trauben mit Sicherheit sehr hoch hängen werden.