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SV Straelen enttäuscht beim 0:0 gegen den FC Wegberg-Beeck

Fußball-Regionalliga : Triste Nullnummer an der Römerstraße

Fußball-Regionalligist SV Straelen muss sich mit einem 0:0 gegen den Abstiegskandidaten FC Wegberg-Beeck begnügen. 320 Zuschauer verfolgen ein enttäuschendes Spiel, das nur wenige Höhepunkte zu bieten hat.

Es war alles andere als eine Gala-Vorstellung, die der SV Straelen den 320 Zuschauern im Stadion an der Römerstraße gegen den abstiegsbedrohten FC Wegberg-­Beeck bot. Dass es am Ende nur zu einem torlosen Remis reichte, hat sich die Mannschaft in erster Linie selber zuzuschreiben. Zum einen besaß die Elf von SVS-Trainer Thomas Gerstner trotz drückender Überlegenheit kaum echte Torchancen. Und die wenigen guten Gelegenheiten wurden leichtfertig vergeben.

„Wir konnten nicht an die Top-Leistung anknüpfen, die wir gegen Mönchengladbach gezeigt haben. Die Fehler müssen wir in der kommenden Trainingswoche aufarbeiten“, sagte Gerstner, der auch das dritte Meisterschaftsspiel unter seiner Regie ungeschlagen überstanden hat. „Aber ich möchte trotzdem erwähnen, dass ich zwei Szenen gesehen habe, bei denen man auch auf einen Strafstoß für uns hätte entscheiden können. Und wir haben aus einem Meter Entfernung das Tor nicht getroffen.“

Von Beginn an nahmen die Hausherren das Heft in die Hand, liefen bei Ballverlusten den Gegner aggressiv an und unterbanden so jeglichen Spielaufbau der Gäste. Der Straelener Strafraum blieb für die Wegberger in den ersten 45 Minuten ein unerforschtes Gebiet. Die erste gute Möglichkeit der Hausherren resultierte aus einem Eckstoß. Der Kopfball von Kelvin Lunga, der im ersten Durchgang auffälligster Akteur im grün-gelben Dress war, strich nur knapp über den Querbalken (17.). Die Partie flachte immer weiter ab und wurde zunehmend von nickelig geführten Zweikämpfen und viel Geschrei mit Hang zur Theatralik geprägt. Ein Raunen ging unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff durch die Ränge, als sich wiederum Lunga in Szene setzte, im Strafraum aus halbrechter Position mit vollem Risiko abzog und das Ziel um Zentimeter verfehlte.

  • Ole Päffgen (links) und seine Kollegen
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  • Der eingewechselte Cagatay Kader (rechts) machte
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In der Pause muss der neue SVS-Coach deutliche Worte gefunden haben. Denn die Gastgeber starteten mit viel mehr Schwung in die zweite Runde. Nach gerade einmal drei Minuten setzte sich Irwin Pfeiffer am linken Flügel durch. Der mitgelaufene Arlind Shoshi wollte sich einschussbereit positionieren und wurde dabei klar gefoult. Der Pfiff des Unparteiischen blieb aus. Keine zwei Minuten später eine ähnliche Situation, bei der Pfeiffer den Ball über den Querbalken setzte. Wütende Proteste auf dem Spielfeld und vor allem bei den Zuschauern, die nach einer Flanke ein Handspiel eines Wegberger Verteidigers im Strafraum reklamierten (60.).

Der SV Straelen blieb das spielbestimmende Team, machte sich dabei das Leben unnötig schwer und bot den Gästen durch ungenaues Passspiel die Möglichkeit zu Kontern. Die beste Chance im ganzen Spiel vergab dabei der Ex-Straelener Aram Adelkarim, der Robin Udegbe im Tor der Gastgeber zu einer Glanztat zwang.

 Straelens Torjäger Cagatay Kader war mittlerweile für Lunga in die Partie gekommen und scheiterte zwölf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit an Gäste-Keeper Stefan Zabel. Sieben Minuten später servierte Stürmerkollege Shoshi ihm die Lederkugel genau auf den Scheitel. Sein Kopfball aus einem Meter Entfernung landete neben dem Pfosten und löste bei Gerstner Fassungslosigkeit aus.

Nach fünf Bonusminuten setzte Schiedsrichter Christian Scheper dem torlosen Treiben schließlich ein Ende. Am nächsten Samstag tritt der SV Straelen beim SV Rödinghausen an.