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Fußball: SV Sevelen will nicht wieder bis zum Schluss zittern

Fußball : SV Sevelen will nicht wieder bis zum Schluss zittern

Der Bezirksligist arbeitet derzeit auf Hochtouren, um einen guten Saisonstart zu erwischen. Neue Spieler bringen frischen Wind mit.

23 Tage Zeit hat die erste Mannschaft des SV Sevelen noch, um sich auf die neue Saison in der Fußball-Bezirksliga (Gruppe 4) vorzubereiten. Drei Wochen Training liegen bereits hinter dem Team. Und so wie es scheint, ist die Mannschaft wieder zur Ruhe gekommen.

Nach der turbulenten Vorsaison, in der gleich drei Trainer zeitweise die Verantwortung inne hatten (Achim Apitzsch, Stephan Lingen und Thorsten Fronhoffs), wollen die Sevelener endlich wieder in ruhigere Gewässer einfahren. Auch ein solch dramatisches Saisonfinale, wie man es zuletzt erlebt hatte - Sevelen feierte erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt -, soll diesmal vermieden werden.

"Unser wichtigstes Ziel für die neue Spielzeit ist, dass wir frühzeitig den Klassenerhalt perfekt machen. Wir wollen ordentlich Punkte sammeln und nicht noch einmal so zittern wie zuletzt", sagt Fronhoffs. Leichter gesagt als getan. Dennoch ist der Trainer zuversichtlich. Schließlich habe er in den vergangenen drei Wochen viele gute Dinge im Training und auch in den Testspielen gesehen. "Bis jetzt haben wir Grundlagen und Ausdauer trainiert, dabei aber auch viel mit dem Ball gearbeitet. Die Jungs ziehen richtig gut mit."

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Zwar gingen die bisher absolvierten Testspiele gegen die Landesligisten VfL Repelen und SV Schwafheim verloren, dabei hatte Sevelen aber trotzdem gute Ansätze gezeigt. Aber: "Wir müssen insgesamt noch klarer und vor allem einfacher spielen", fordert Fronhoffs. Eben der Umstand, dass Sevelen oft viel zu kompliziert und unkonzentriert gespielt hatte, führte in der vergangenen Saison fast zum Untergang. "Die Mannschaft ist ein verschworener Haufen, was wirklich gut ist. Zwar war es auch vorher schon so, dennoch war in der Vorsaison viel Unsicherheit mit im Spiel", sagt Fronhoffs.

Einige neue und altbekannte Spieler sind nun auch (wieder) Teil des verschworenen Haufens. Simon Bledzki spielt nun wieder am Koetherdyck. Zuletzt war der 25-Jährige ein Jahr beim TSV Nieukerk aktiv. Auch Michael Rörthmans hat wieder Bock auf Bezirksliga-Fußball. Der 32-jährige, der vor zwei Jahren ursprünglich seinen Abschied aus der ersten Mannschaft erklärt hatte und sich der "Dritten" anschloss, steht nun wieder im Kader der ersten Mannschaft.

Ein ebenfalls bekanntes Gesicht, das zurückkehrt, ist Mark Helmes, der aus der eigenen Zweiten kommt. Neu im Team sind hingegen Angreifer Alexander Gubbels, Hendrik Fuchs, Tim Nitsch und Jungspunt Sven Dyckmanns. Als Abgänge verzeichnet der SVS Niklas Nolte sowie Tobias Winkler und Dustin Lingen. Letztgenannte haben sich dem Liga-Konkurrenten Viktoria Goch angeschlossen. "In den vorigen Wochen hat sich gezeigt, dass die 'Neuen' sich super integriert haben. Man merkt eigentlich gar nicht, dass sie neu sind. Insgesamt ist unser Kader in der Breite, aber auch was die Qualität angeht, besser geworden", sagt Coach Fronhoffs.

Die Verbreiterung des Kaders sei auch notwendig gewesen, um in Notfällen mehr Alternativen zu haben. Oft genug mussten in der vorigen Spielzeit viele Akteure aus der zweiten Mannschaft herangezogen werden, um verletzte Stammkräfte zu ersetzen.

Ein weiterer Vorteil sei, dass nun mehr Konkurrenzkampf innerhalb des Teams herrsche. "Jeder einzelne muss sich jetzt beweisen", fordert Fronhoffs. Auch, was die spielerische Ausrichtung angeht, gibt es eine klare Marschroute. "Wir wollen einen dominanteren Fußball spielen als zuletzt." Aus einer kompakt stehenden Abwehr soll die Post nach vorne abgehen. "Unsere Offensive ist stark genug, um Tore zu machen. Ganz wichtig wird sein, dass die Abwehrreihe sicher steht. Allerdings wollen wir dabei auch nicht vergessen, attraktiv zu spielen", erklärt der Trainer. Erster Gegner der Sevelener ist der GSV Geldern, der am 14. August um 15 Uhr am Koetherdyck gastiert.

Einfach wird der Saisonauftakt also auf gar keinen Fall. Denn Lokalderbys bergen bekanntlich ja auch immer noch etwas Brisanz in sich. "Der GSV ist ein unangenehmer Gegner. Das wissen wir. Allerdings ist jeder Gegner in unserer Gruppe unangenehm. Deshalb ist es völlig egal, gegen welches Team wir starten. Die Chancen stehen fifty-fifty. Wir freuen uns jedenfalls auf die Partie", sagt Fronhoffs. Zunächst muss Sevelen aber noch im Voba-Cup ran. Morgen um 15 Uhr empfängt die Elf Union Wetten.

(RP)