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SV Sevelen steuert auf Erfolgskurs und rechnet mit Saisonunterbrechung

Fußball : Nur eine Zwangspause kann den SV Sevelen momentan stoppen

Fußball-Kreisliga A, Gruppe 2: Für den Aufstiegsaspiranten läuft’s nach der unglücklichen Auftaktniederlage gegen Grün-Weiß Vernum rund.

In der Fußball-Kreisliga A, Gruppe 2, marschieren aktuell zwei Mannschaften vorneweg. Während Grün-Weiß Vernum noch ohne Punktverlust den Spitzenplatz belegt, befindet sich der SV Sevelen in Lauerstellung. Sechs Punkte trennen das Team von Gunnar Gierschner vom Tabellenführer; ein Spiel hat der SVS noch in der Hinterhand. Bei einem Patzer des Hauptkonkurrenten um den Platz an der Sonne will man da sein. Den direkten Vergleich der Aufstiegsanwärter gab es bereits am allerersten Spieltag. Damals machte der SV Vernum in den Schlussminuten aus einem 0:1 noch ein 2:1. Das wurmt Gunnar Gierschner immer noch ein wenig: „Der Glücklichere hat damals gewonnen. Es war jedoch ohne Frage eine sehr, sehr ärgerliche Niederlage.“

Der Dämpfer zum Auftakt machte sich in den kommenden Wochen jedoch nicht bemerkbar. Seither hat der SV Sevelen jedes einzelne Spiel für sich entscheiden können. Am vergangenen Sonntag zeigte man Aufsteiger SF Broekhuysen II seine Grenzen auf – Endstand 4:0. Die positiven Resultate am Wochenende machen sich, so Gierschner, auch unter der Woche bemerkbar: „Auf sechs Siege in Folge kann man definitiv stolz sein, das ist keine Selbstverständlichkeit. Unsere Trainingsbeteiligung ist sehr gut.“

Die Personalsituation gestaltet sich ebenfalls sehr angenehm. Das Lazarett hütet derzeit nur Abwehrspieler Andreas Terhoeven, der sich nach einem Muskelfaserriss zurückkämpft. Freude bereiten Gierschner auch die vier jungen Spieler, die den Kader zum Sommer aus den Reihen der A-Jugend verstärkt haben. „Es macht Spaß zu sehen, wie sie die gestandenen älteren Spieler unter Druck setzten und den Konkurrenzkampf anheizen“, sagt Gierschner.

Bei all diesen positiven Erkenntnissen wirft aktuell bloß der Blick nach vorne einen Schatten auf die Stimmung im Lager des SVS. Angesichts steigender Infektionszahlen und Spielabsagen in vielen Amateurligen zweifelt auch Gierschner mittlerweile am reibungslosen Ablauf des Spielbetriebs. „Die aktuelle Lage stimmt mich sehr bedenklich. Wenn man so einen Lauf hat, ist jede Unterbrechung natürlich ein Störfeuer. Andererseits muss man sich fragen, ob Sport mit so vielen Leuten, wenn doch vieles schon schrittweise runtergefahren wird, noch richtig ist“, gesteht er.

Hinzu komme verschärfend, dass man bei den vielen Absagen und Neuansetzungen durchaus auch zurecht von Wettbewerbsverzerrung sprechen könne. Gierschner: „Vielleicht ist es daher besser und sinnvoll, den Spielbetrieb vorerst einzustellen.“