SV Herongen will mit attraktivem Fußball begeistern

Im Vorjahr in der A-Liga Vierter geworden : SV Herongen will mit attraktivem Fußball begeistern

Schnell viele Punkte sammeln, um am Ende im oberen Tabellendrittel zu stehen. Das sind die Ziele von Herongens Spielertrainer Sebastian Tissen.

Ein Neuling sorgte in der vorigen Saison für Aufsehen im Oberhaus der Kreisliga. Lange Zeit spielte der SV Herongen im Konzert der Großen mit und gewann dabei souverän die inoffizielle Straelener Stadtmeisterschaft mit jeweils zwei Siegen über den SV Straelen II und den SC Auwel-Holt. Erst eine 1:2-Heimniederlage sechs Spieltage vor dem Saisonende gegen Alemannia Pfalzdorf beendete den Traum von einem Durchmarsch in die Bezirksliga. In der Abschlusstabelle belegte die Mannschaft von Spielertrainer Sebastian Tissen einen bemerkenswerten vierten Platz. „Unser Ziel war ganz klar, frühzeitig einen sicheren Platz zu belegen und nichts mit dem Abstieg am Hut zu haben. So richtig geträumt von einem Aufstieg habe ich ehrlicherweise nicht“, meinte Tissen im Nachgang.

Und eine ähnliche Zielformulierung wird es auch in diesem Jahr beim SV Herongen geben. „Wir wollen schnell viele Punkte sammeln und am Ende auf jeden Fall einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, so Tissen weiter. „ Wenn es wieder Platz vier werden sollte, habe ich nichts dagegen.“

Der Spielplan sieht für die Tissen-Truppe zunächst ein Heimspiel gegen Union Wetten vor, danach folgen die Partien gegen Arminia Kapellen, SV Donsbrüggen und Sturm Wissel. „Das sind bei allem Respekt vor den Gegnern Spiele, in denen wir etwas holen können und müssen, um nicht in unruhiges Fahrwasser zu gelangen.“

Insgesamt schätzt der studierte Bautechniker die Gruppe im Vergleich zur vorigen Saison als schwieriger ein. Die Absteiger SV Rindern und Kevelaerer SV sieht er wie Alemannia Pfalzdorf am Ende ganz weit oben. Achten sollte man auf jeden Fall auf den SV Sevelen und auch auf Aufsteiger TSV Nieukerk, dem er, beflügelt von der Aufstiegs-Euphorie, einiges zutraut.

Die Heronger blicken auf eine eher durchwachsene Vorbereitung zurück, die Generalprobe beim Kreispokalspiel gegen den TSV Wachtendonk-Wankum wurde deutlich mit 1:6 verloren. „Die Niederlage war kein Beinbruch für uns und auch kein Maßstab. 30 Minuten haben wir gut gegengehalten und hätten sogar in Führung gehen können“, resümierte Tissen, der die vergangenen Wochen dazu genutzt hat, ein neues oder besser ein weiteres Spielsystem einzustudieren. Durch höheres Pressing, ein explosiveres Umschaltspiel und einen schnelleren Zugang zum Tor möchte er die Zuschauer im Stadion „Am Buschberg“ mit einem erfrischenden und attraktiven Fußball begeistern. Als Stärken seiner Mannschaft nennt er die Lernwilligkeit, die hohe Einsatzbereitschaft, die im Grunde konstant hohe Trainingsbeteiligung, aber vor allem der enorme Teamgeist.

Die Personalabteilung des Vereins hatte im Sommer eine stressfreie Zeit. „A.J.“ Kogeldans, ein 21-jähriger Niederländer von den Venlose Boys, der beim Zeitligisten Fortuna Sittard ausgebildet wurde, wird wie Eigengewächs Justin Haack, der frühzeitig eine Seniorenerklärung erhielt, zum Kader stoßen. Zum erweiterten Kader gehören junge Spieler aus den eigenen Reihen, die bei der Tissen-Elf mittrainieren und sich in der Reserve durch gute Leistungen für höhere Aufgaben empfehlen können. David Pooth legt eine Pause ein und David Köhler spielt in der Zukunft für die Reserve. Seine beiden Co-Trainer, Andreas Pasch und Wolfgang Venmanns, haben aus beruflichen Gründen aufgehört.

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