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Straelener Handball-Teams setzen auf ihre Heimstärke

Handball : Motto: In Straelen gibt’s nichts zu holen

Zwei Handball-Teams, ein Ziel: Die Regionalliga-Frauen und die Landesliga-Männer des SV Straelen wollen am Wochenende auf heimischem Parkett an der Fontanestraße die ersten Siege der noch jungen Saison einfahren.

(terh) Handball-Regionalliga der Frauen: SV Straelen – SG Überruhr (So., 17.30 Uhr, Sporthalle im Schulzentrum an der Fontanestraße). Zweiter Spieltag, zweites Heimspiel für den SVS. Zu Gast in der Sporthalle am Schulzentrum ist diesmal die SG Überruhr aus Essen. „Ein Gegner, der eher unserer Kragenweite entspricht als Wülf­rath. Wenn wir eine ähnlich engagierte und konzentrierte Leistung wie in der vergangenen Woche zeigen, sind die ersten Punkte in Reichweite“, sieht Straelens Trainer Thomas Floeth der Partie mit Spannung entgegen.

Überruhr hat bereits zwei Zähler aufs Konto gutschreiben können. Die Essenerinnen setzten sich relativ souverän mit 30:26 gegen Königsdorf durch. „Die Weisz-Schwestern und Amelie Polutta spielen einen extrem schnellen Ball, schaffen, wenn sie nicht selbst durchbrechen, dadurch Lücken für ihre Nebenleute“, weiß SVS-Coach Thomas Floeth um die offensiven Qualitäten der SG. Dennoch sieht er sein Team gegen diese spielerisch starke Mannschaft alles andere als chancenlos.

„Diesem Gegner sind wir körperlich gewachsen. Wenn wir in die Zweikämpfe kommen, wird das ein Duell auf Augenhöhe“, sagt der Coach der Grün-Gelben. Optimismus, der zum einen auf der Leistung der Vorwoche fußt, aber auch auf dem bereits geglückten Comeback von Nina Pellens sowie der anstehenden Rückkehr von Zoé Daguhn. „Das macht uns flexibler, unberechenbarer“, so Floeth. Dafür werden die Grün-Gelben an diesem und auch am kommenden Wochenende ohne Torgarantin Katrin Janssen (vier Tore gegen Wülfrath) auskommen müssen. Thomas Floeth: „Wir sollten in der Lage sein, ihren Ausfall zu kompensieren. Entscheidend ist, dass die Spielerinnen von der ersten bis zur letzten Minute Vollgas geben. Dann sind wir dem ersten Saisonsieg einen großen Schritt näher.“

Landesliga der Männer: SV Strae­len – TuS Lintfort (Sa., 19.30 Uhr, Sporthalle im Schulzentrum an der Fontanestraße). Die Grün-Gelben müssen auf dem Weg zum ersten Sieg der noch jungen Spielzeit am Samstagabend ein ganz besonders dickes Brett bohren. Ab 19.30 Uhr gastiert der TuS Lintfort in der Sporthalle am Schulzentrum. Und der kommt mit der Empfehlung von läppischen 40 Gegentoren aus zwei Spielen in die Blumenstadt. Demnach brauchen die Blumenstädter in der Offensive eine deutliche Leistungssteigerung, müssen vor allem die Zahl der technischen Fehler deutlich herunterfahren, wenn sie als Sieger das Parkett verlassen möchten.

Für SVS-Coach Dietmar Beiersdorf ist es kein Spiel wie jedes andere, stand er einst doch als Trainer für die Lintforter an der Seitenlinie. „Das ist zwar schon viele Jahre her, doch eine gewisse emotionale Verbindung bleibt irgendwie immer bestehen“, so Beiersdorf. Der Straelener Coach konnte den TuS bereits einmal in Aktion sehen: Beim 20:19-Sieg gegen den VfB Homberg. Er sah eine starke Abwehr mit einem ebenso starken Keeper dahinter und mit Nils Schmitz einen Spieler, der die Kamp-Lintforter Offensive nahezu im Alleingang trägt. 14 der 20 TuS-Treffer gingen in Spiel Nummer eins auf sein Konto. „Kamp-Lintfort ist eine eingespielte Truppe. Die Abläufe passen bei denen einfach. Gefahr lauert aber auch bei Gegenstößen“, fordert Dietmar Beiersdorf diesmal vom Anpfiff an höchste Konzentration.

In Sachen Personal haben die Grün-Gelben noch einige Probleme. Neben Jens Groetelaers, Strae­lens Torschütze vom Dienst, fehlt Keeper Tim Löbbers. Trotz der Ausfälle sieht Beiersdorf sein Team mindestens auf Augenhöhe. „Wir spielen zu Hause und wollen die beiden Punkte einfahren. Ich bin recht zuversichtlich, dass wir diese auch holen werden.“