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Fußball: Straelen verliert etwas zu hoch in Fischeln

Fußball : Straelen verliert etwas zu hoch in Fischeln

In der Fußball-Landesliga kann der SVS lange mithalten. Letztlich untermauert der VfR aber seine Spitzenposition.

Was vor allem nach der 1:4-Niederlage in Fischeln bei Straelens Coach Sandro Scuderi hängengeblieben ist, war das Wörtchen "schade". Denn genau das beschreibt das Spiel aus Straelener Sicht nahezu perfekt. Letztlich hatte sich Fischeln den Sieg zwar klar verdient - wenn auch nicht so hoch -, allerdings blieb es bis zum 1:4 auch die ganze Zeit über spannend. Zumal die Grün-Gelben zwischenzeitlich dem 2:2-Ausgleich wesentlich näher waren als Fischeln dem 1:3. Denn der Ball landete zu Beginn der zweiten Hälfte nach einem Strafraumgewusel im Nachschuss in den Maschen, doch der Unparteiische gab den Treffer nicht. Während des Gewusels ging ein Fischelner zu Boden, der Referee entschied auf Foul. Genau diese Situation war wohl Straelens beste Chance, in Fischeln noch für eine Überraschung zu sorgen. Denn Fischeln machte im zweiten Durchgang nur noch das Nötigste, ging nicht mehr so dominant in die Zweikämpfe und spielte bereits auf Zeit.

Dennoch bestätigten die Gastgeber ihre Spitzenposition, in dem sie mit geringem Aufwand die nötigen Tore erzielten und so weiterhin an der Spitze rangieren. Da außerdem Kleve im Kreisderby gegen Goch patzte, hat Fischeln nun einen Vier-Punkte-Vorsprung und wird diesen wohl auch nicht mehr abgeben. Dreimal war es erneut Kevin Breuer, der vor dem Kasten von Marian Gbur auf seine Chancen wartete und sie eiskalt nutzte. In der Schlussviertelstunde netzte er kurz hintereinander zum letztlichen 4:1-Endstand ein. Im ersten Durchgang hatte er für den 1:1-Ausgleich gesorgt, nachdem Straelen bereits nach etwa 30 Sekunden durch David Kalokoh mit 1:0 in Führung gegangen war. Fischelns 2:1-Führung kurz vor der Pause fiel nach einer Ecke, die Straelens Sebastian Clarke versehentlich in die eigenen Maschen köpfte.

"Das war ärgerlich, dennoch nicht der Knackpunkt des Spiels", sagt Scuderi. "Denn nach der Pause haben wir wieder gut ins Spiel gefunden, waren engagiert und haben Siegeswillen gezeigt. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden." Was dem Trainer aber gar nicht schmeckt, waren die Fehler bei den Gegentoren. "Das 1:3 geht gar nicht", sagt Scuderi. "Fischeln spielt einen langen Ball, bei uns fühlt sich keiner zuständig und der Ball kullert ins Netz. Ebenso wie beim 1:1. Dort schläft Timo Hoffstadt."

Nach dem 1:4 war die Luft dann auch raus. Die Grün-Gelben waren nur noch darauf erpicht, dass sie nicht noch eine weitere Hütte kassieren. Fischeln brachte die Partie sicher nach Hause und bereitet sich so langsam auf die Aufstiegsfeier vor. Straelen hingegen tauscht den Platz mit Odenkirchen, die nach einem 3:0-Sieg gegen Süchteln auf den vierten Tabellenplatz klettern.

"Das Spiel hinterlässt ein ähnliches Gefühl wie das Hinspiel gegen den 1. FC Mönchengaldbach", sagt Scuderi. "Wir haben gut gekämpft, aber verloren - und vor allem zu hoch verloren." Damals kassierte der SVS eine 2:5-Niederlage. Zudem betont der Coach, "dass wir fußballerisch hier mehr überzeugt haben, Fischeln hingegen hat klare, einfache Bälle gespielt und war effektiver", sagt der Coach.

(RP)