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Stefan Ettwig wird neuer Trainer des Kevelaerer SV

Fußball : Erfolgstrainer aus den eigenen Reihen

Der Coach der A-Junioren des Kevelaerer SV tritt im Sommer die Nachfolge von Ferhat Ökce an.

Das Projekt „Jugend forsch“ geht beim Kevelaerer SV in die nächste Runde. Nachfolger von Ferhat Ökce, der die erste Mannschaft im Sommer 2015 in der Fußball-Kreisliga B übernommen und zwischenzeitlich bis hinauf in die Bezirksliga geführt hatte, wird ein Trainer, der ebenfalls als ausgewiesener Talentförderer gilt. Die Kevelaerer Verantwortlichen um den Sportlichen Leiter Sandro Scuderi sind in den eigenen Reihen fündig geworden. Der 36-jährige Stefan Ettwig, der sich in den vergangenen beiden Spielzeiten mit den A-Junioren des KSV jeweils für die Aufstiegsrunde zur Niederrheinliga qualifizieren konnte, übernimmt im Sommer die erste Mannschaft.

Herr Ettwig, werden Sie in der kommenden Saison eine A-Liga- oder vielleicht sogar eine Bezirksliga-Mannschaft trainieren ?

Stefan Ettwig Das kann ich nicht sagen, wobei das für mich auch keine allzu große Rolle spielt. Ich bin meiner künftigen Mannschaft bereits vorgestellt worden. Da habe ich den Jungs auch gesagt, dass die Messe in der Kreisliga A noch längst nicht gelesen ist. Falls der aktuelle Tabellenzweite Uedemer SV schwächeln sollte, ist für den KSV, aber auch für den SV Sevelen noch einiges möglich.

Wie ist aus dem Linksverteidiger, der jahrelang für den SV Walbeck im Einsatz war, der Trainer Stefan Ettwig geworden ?

Ettwig In Walbeck habe ich mehrere Jahre unter Andreas Holla und Dieter Brands trainiert, von denen ich mir einiges abgeschaut habe. Wegen einer Verletzung habe ich meine aktive Laufbahn beendet und dem Trainergespann bei der alltäglichen Arbeit unter die Arme gegriffen. Nachdem Jan Schröers Trainer in Walbeck geworden ist, bin ich als Assistent an seiner Seite geblieben. Weil dieser aus beruflichen Gründen in der Woche oftmals keine Zeit hatte, habe ich die Einheiten geleitet und bin praktisch ins kalte Wasser geworfen worden. Das war eine interessante und lehrreiche Zeit, in der ich viel mitnehmen konnte.

Was war der Grund für den Wechsel zum Kevelaerer SV ?

Ettwig Ich lebe schon seit vielen Jahren in Kevelaer. Der damalige KSV-Geschäftsführer Daniel Heinrichs hat mich 2017 gefragt, ob ich daran interessiert sei, die B-Junioren-Mannschaft mit zu trainieren. Da es mich immer schon gereizt hat, mit jungen, talentierten Spielern zu arbeiten, habe ich damals zugesagt. Seitdem haben wir gemeinsam einiges erlebt und sind recht erfolgreich unterwegs.

Dann werden Sie sich in einigen Monaten also auch mit einem weinenden Auge von der Kevelaerer A-Junioren-Mannschaft verabschieden ?

Ettwig Ich weiß gar nicht, ob unbedingt Abschiedsstimmung aufkommen muss. Zunächst bin ich ja noch einige Monate lang A-Jugend-Trainer. In der Rückrunde wollen wir in der Leistungsklasse den zweiten Platz hinter dem 1. FC Kleve verteidigen und uns damit erneut für die Aufstiegsrunde zur Niederrheinliga qualifizieren. Und dann gehe ich davon aus, dass mich mehrere Spieler zur ersten Mannschaft begleiten. Wir haben einige starke Talente, die den Sprung relativ schnell schaffen können.

Hört sich so an, als ob der Verein gezielt auf den eigenen Nachwuchs setzt, um irgendwann wieder an die Erfolge des Kevelaerer SV in der Vergangenheit anknüpfen zu können.

Ettwig Leider können wir uns für die Erfolge der Vergangenheit heute nichts mehr kaufen. Der Verein verfolgt verstärkt das Ziel, dass von der guten Jugendarbeit des Vereins auf Dauer auch wieder der Seniorenbereich profitieren soll. Unter diesen Voraussetzungen hat mich auch die sportliche Leitung um Sandro Scuderi angesprochen, als Ferhat Ökce im November seinen Abschied im Sommer angekündigt hat.

Gehört der Kevelaerer SV in die Bezirksliga ?

Ettwig Eigentlich schon, wenn man sich unsere Platzanlage anschaut und sieht, wie viele Kinder und Jugendliche bei uns Fußball spielen. Ein Aufstieg lässt sich zwar nicht erzwingen. Aber da in den nächsten Jahren weiter starke Talente aufrücken, bin ich zuversichtlich, dass wir uns in der Zukunft wieder etwas höher orientieren können.

Sandro Scuderi war und ist ein erfolgreicher Trainer. Wie funktioniert die Zusammenarbeit ?

Ettwig Wir arbeiten schon eng und gut zusammen, um den Übergang zwischen Jugend und Senioren zu optimieren. In die alltägliche Trainingsarbeit wird er sich, wie bis dato auch, nicht einmischen.