SSG Kevelaer präsentiert Live-Übertragung des Bundesliga-Wettkampfs

Sportschießen : „Herzblut-Hattrick“ für den Schießsport

Wenn am 5. und 6. Januar im Sportzentrum Hüls die Entscheidung in der Luftgewehr-Bundesliga Nord fällt, kümmert sich Gastgeber SSG Kevelaer zum dritten Mal in Folge um eine professionelle Live-Übertragung des Spektakels.

Georg Joosten wirft immer ein waches Auge auf seine Umgebung. Schließlich steckt die Welt voller Überraschungen, die einen auf neue Ideen bringen können. „Als ich letztens durch Uedem gefahren bin, habe ich zufällig das Motto einer Bürgerinitiative entdeckt. ;Nicht warten, starten’ – das gilt auch für uns“, sagt der Mann, der die Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer in den vergangenen Jahren auf eine neue Stufe gehoben hat.

Joosten lässt nichts unversucht, um seinen Verein, seine Heimatstadt und speziell das Sportschießen noch populärer zu machen. Wenn am ersten Wochenende des neuen Jahres (5. und 6. Januar) in der Marienstadt die Entscheidung darüber fällt, welche vier Vereine aus der Luftgewehr-Bundesliga Nord sich für das Finale um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren, wird das Spektakel erneut weltweit zu sehen sein. Und zwar in allerbester Fernsehqualität. Die „VTS-Medienproduktion“ aus Sonsbeck kümmert sich zum dritten Mal in Folge um die technische Realisation der Live-Übertragung aus der Mehrzweckhalle im Sportzentrum Hüls, die im Internet über „Sportdeutschland.tv“ ausgestrahlt wird.

Auch der Deutsche Schützen-Bund (DSB) als Dachorganisation hat längst registriert, dass er den unermüdlichen Werbeträgern aus Kevelaer zu großem Dank verpflichtet ist. „Hattrick mit Herzblut“ lautet die Überschrift eines Artikels in der „Deutschen Schützenzeitung“, der sich mit den Fernsehbildern aus der Hüls beschäftigt. Georg Joosten und seine Mitstreiter glauben fest daran, dass es nicht mehr allzu lange dauern wird, bis der Schießsport hierzulande endlich die Aufmerksamkeit erlangt, die er durchaus verdient hat. „Wir sind einfach überzeugt, dass der Schießsport riesiges Potenzial hat. Keine andere Sportart ist so weiblich und so jung“, versichert Joosten. Um seine These zu untermauern, ist ein Top-Talent aus den eigenen Reihen im wahrsten Sinne des Wortes das „Gesicht“ der groß angelegten Werbekampagne der SSG Kevelaer. Anna Janshen ist auch die Hauptdarstellerin in einem hervorragend gemachten Trailer, der auf die anstehende Live-Übertragung aufmerksam machen soll – im Vergleich zur jungen Kevelaererin wirkt „Lara Croft“ beinahe wie Schneewittchen.

Jahr für Jahr feilen die Verantwortlichen an Präzision, Perfektion und Professionalität. Georg Joosten nennt Beispiele: „Wir werden die Schießergebnisse diesmal grafisch noch klarer darstellen. Außerdem gibt’s bei einem eventuellen Stechen erstmals eine Bildteilung, damit die Zuschauer beide Schützen im Blick haben.“

Auch in der Halle selbst, die im Vorfeld mit 350 Sitzplätzen ausgestattet wird und in der bis zu 600 Besucher Platz finden, gibt’s eine Neuerung. Erstmals wacht ein externer Ordnungsdienst darüber, dass kein Sportfreund mit „akustischen Hilfsmitteln“ reinkommt. „Wir möchten eine Sportveranstaltung für die ganze Familie bieten. Und da geht es nun einmal nicht, dass Leute ihre Trommeln mitbringen und einen Lärm machen, der schon in Richtung Gesundheitsgefährdung geht“, erklärt Joosten.

Für Stimmung soll natürlich trotzdem gesorgt sein. So werden die Kevelaerer „Tiger“ Klatschpappen an die Besucher verteilen. Und die beliebten Tafeln mit dem Aufdruck „100“, mit denen zehn Schüsse ins Schwarze in Serie bejubelt werden können. Die sportliche Zielsetzung des von Rudi Joosten trainierten Gastgebers ist klar: Die Mannschaft der SSG Kevelaer, die aktuell den vierten Platz in der Bundesliga Nord belegt, möchte sich unbedingt erneut für das Finale um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Voraussetzung sind Siege gegen den SV Kamen und den TuS Hilgert. Georg Joosten legt sich fest: „Wenn wir diese Gegner nicht schlagen, haben wir auch im Finale nichts zu suchen.“

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