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Sportschießen: SSG Kevelaer kämpft um den Einzug in die Finalrunde

Sportschießen : SSG Kevelaer kämpft um den Einzug in die Finalrunde

Der Deutsche Vizemeister steht am Wochenende in der Bundesliga Nord der Luftgewehrschützen unter Druck.

Für den Deutschen Vizemeister wird's am Wochenende verdammt eng. Die Auswahl der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer startet als Tabellenfünfter in den letzten Spieltag der Luftgewehr-Bundesliga Nord, der morgen und am Sonntag in Nordstemmen bei Hannover ausgetragen wird. Die Mannschaft um Trainer Rudi Joosten, die aktuell 6:4-Punkte auf ihrem Konto hat, muss sich wenigstens auf Rang vier verbessern, um sich erneut für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Die SSG Kevelaer trifft am Samstag ab 17 Uhr zunächst auf den Tabellenzweiten TuS Hilgert. Am Sonntag sind die Joosten-Schützlinge ab 11.30 Uhr gegen die Schützen des Gastgebers KKS Nordstemmen gefordert. "Wir haben hin und her gerechnet. Aber wie es aussieht, helfen uns nur zwei Siege", sagt SSG-Sprecherin Nicole Bollen. Wie schon beim Heimspieltag im Dezember, als die Kevelaerer Meisterschützen vor eigenem Publikum eine bittere 2:3-Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer St. Hubertus Elsen hinnehmen mussten, kann die SSG nicht in Bestbesetzung antreten. Erneut fehlt die serbische Olympionikin Ivana Maksimovic, die als orthodoxe Christin mit etwas Verspätung Weihnachten feiert.

Dafür ist der Star des Ensembles bereits gestern Abend auf dem Düsseldorfer Flughafen eingetroffen. Der Israeli Sergey Richter, der zu den treffsichersten Luftgewehrschützen der Welt zählt, soll an Position eins die Kohlen für die SSG Kevelaer aus dem Feuer holen. Außerdem sollen Alexander Thomas, Jana Erstfeld, Patricia Seipel und Katharina Kösters mit möglichst vielen Volltreffern dafür sorgen, dass sich der amtierende Vizemeister nicht vorzeitig aus dem Wettbewerb verabschiedet.

Bei aller Anspannung nehmen die Kevelaerer Schützen die schwierige Aufgabe recht gelassen in Angriff. "Natürlich wäre die Enttäuschung nicht gerade klein, wenn wir scheitern. Aber wir fahren unter dem Motto ,Alles kann, nichts muss' nach Hannover", erklärt Bollen.

(RP)