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SSG Kevelaer feiert Vize-Weltmeister Petar Gorsa

Sportschießen : SSG Kevelaer feiert doppelten Vize-Weltmeister Petar Gorsa

Der kroatische Spitzenschütze des Luftgewehr-Bundesligisten aus der Marienstadt feierte bei der Weltmeisterschaft in Südkorea den größten Erfolg seiner sportlichen Laufbahn.

(RP) Wenn im nächsten Monat die neue Saison in der Luftgewehr-Bundesliga beginnt, können sich die Konkurrenten der Schieß-Sport-Gemeinschaft (SSG) Kevelaer schon einmal warm anziehen. Denn die Kevelaerer „Tiger“ gehen mit einem doppelten Vize-Weltmeister an den Start.

Petar Gorsa bekam nach den Titelkämpfen, die im südkoreanischen Changwon ausgetragen wurden, das triumphierende Lächeln gar nicht mehr aus dem Gesicht. Der 30-jährige Kroate, der zur Riege der internationalen Topschützen in Kevelaer gehört, feierte in Asien den größten Erfolg seiner sportlichen Laufbahn. In den Disziplinen „Luftgewehr 60 Schuss“ und „Kleinkaliber 3 mal 40 Schuss“ sicherte er sich im Kreis der besten Sportschützen aus aller Welt jeweils die Silbermedaille.

Dabei hatte der Kevelaerer speziell im Luftgewehr-Wettkampf die Portion Glück, die der Tüchtige benötigt. Gorsa konnte sich mit 628,0 Ringen so gerade noch für das Finale der besten acht Schützen qualifizieren. Der Russe Vladimir Maslennikov erzielte exakt die gleiche Ringzahl, schoss allerdings in der letzten Serie 0,6 Ringe weniger als der Kroate und musste sich daher mit Rang neun begnügen. Im Endkampf nutzte Petar Gorsa seine Chance und setzte sich schnell in der oberen Tabellenhälfte fest. Am Ende stand er nur noch mit dem Russen Sergey Kamenskiy an der Schießlinie. Dieser zeigte keine Nerven und behielt mit einem Vorsprung von 0,9 Ringen den ersten Platz. Dritter wurde der ebenfalls aus Kroatien stammende Miran Maricic.

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Auch der „Kleinkaliber 3 mal 40 Schuss“-Wettkampf war nichts für schwache Nerven. Diesmal schaffte Gorsa etwas sicherer den Sprung ins Finale – 1179 Ringen bedeuteten Platz sechs in der Vorrunde. Nach jeweils 15 Schuss kniend und liegend hatte den Kevelaerer niemand mehr als Medaillen-Kandidat auf dem Zettel. Doch da war ja noch die Teildisziplin „Stehend“. Gorsa feuerte einen Zehner-Schuss nach dem anderen ab und startete auf diese Weise eine erfolgreiche Aufholjagd. Am Ende war nur der neue Weltmeister Tomasz Barnik aus Polen drei Ringe stärker, Bronze ging an den Amerikaner Michael McPhail.

Die Kevelaerer „Tiger“ schickten noch vier weitere Darsteller auf die internationale Bühne in Südkorea. Der Israeli Sergey Richter, der ebenfalls seit vielen Jahren der SSG Kevelaer in der Bundesliga die Treue hält, belegte im Luftgewehr-Wettkampf mit 624,6 Ringen den 33. Platz. Seine Landsfrau Tal Engler, die zum Kader der zweiten Kevelaerer Mannschaft gehört, brachte 620,9 Ringe auf die Luftgewehr-Scheibe und belegte damit Platz 62.

Auch die starken Kevelaerer Juniorinnen zeigten bei der Weltmeisterschaft ihr Können. Die Zwillinge Anna und Franka Janshen aus Kevelaer-Wetten waren – begleitet von ihrem Bruder Simon – ebenfalls nach Changwon gereist.

Die Mädchen durften zuerst in der Luftgewehr-Disziplin antreten. Anna schaffte mit einem Ringergebnis von 622,6 einen hervorragenden 26. Platz. Franka, zum ersten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei, landete mit ebenfalls guten 616,8 Ringen auf Rang 51. Im Luftgewehr-Paarkampf ging Franka Janshen mit Bastian Blos an den Start – starke 826,2 Ringe bedeuteten für das Duo Platz 22. Anna Janshen erreichte mit ihrem Mixed-Partner Maximilian Ulbrich 825,0 Ringe, die in der Endabrechnung Rang 27 bedeuteten.

Anna Janshen hatte sich im Vorfeld der internationalen Titelkämpfe außerdem einen Startplatz im „Kleinkaliber 3 mal 40 Schuss“-Wettkampf gesichert. Mit 1139 Ringen sprang letztlich Platz 37 heraus. Anna wird in Kürze wieder internationale Luft schnuppern. Die Jugend-Olympiade in Buenos Aires steht vor der Tür – dort wird die Kevelaererin erneut die deutschen Farben vertreten.