SSG Kevelaer: Erfolgreiche SSG-Tiger in München und Rio

Schützen der SSG Kevelaer : SSG-Tiger in München und Rio erfolgreich

Bei der diesjährigen Deutschen Meisterschaft der Sportschützen in Garching bei München bewiesen die Kevelaerer Tiger der Schießsport-Gemeinschaft erneut ihr Können. Nicht dabei war Anna Janssen. Sie weilte stattdessen in Rio de Janeiro beim World Cup.

„Das olympische Wochenende“, so werden die ersten Wettkampftage während der Deutschen Meisterschaft im Sportschießen bei Garching in München genannt. Das große Gelände an der Ingolstädter Landstraße gleicht zu dieser Zeit einem Armeisenhaufen. Denn zwischen vielen Zelten der einzelnen Schießsportartikel–Händler tummeln sich die Sportler, Betreuer und Fans. Als Sportler vor Ort waren in diesem Jahr wieder einige Tiger der Schießsportgemeinschaft Kevelaer. Sie traten in den Disziplinen Kleinkaliber und Luftgewehr an. Und das wie in den Vorjahren wieder ziemlich erfolgreich. Denn der Trainingsfleiß der Kevelaerer Sportler wurden wie im Vorjahr, als sie einige Medaillen während der zweiwöchigen Veranstaltung gewannen, auch im vorolympischen Jahr mit Podiumsplatzierungen und Spitzenergebnissen belohnt.

Den Anfang machte Alexander Thomas, der in der ersten Bundesliga aktiv und amtierender Deutscher Mannschafts-Meister ist, mit dem Luftgewehr: Der Schütze lieferte mit einem Vorkampfergebnis von 623,8 Ringen und dem dritten Platz die perfekte Grundlage für das anschließende Finale der besten acht Schützen. Bereits nach den ersten zwölf Schüssen stand Thomas an der Spitze der Tabelle, und hatte nicht viel Mühe, seinen Platz dort zu verteidigen. Kurz bevor die Entscheidung, ob es Gold oder Silber für Thomas werden würde, schoss sein Kontrahent Patrick Müller 0,8 Ringe mehr. Doch Thomas behielt die Nerven und glich mit dem zweitletzten Schuss aus. Der letzte Schuss sollte die Entscheidung bringen: Thomas 10,3, Müller 10,1. Thomas hatte damit in der sehr hart umkämpften Herrenklasse den Deutschen Meistertitel gewonnen.

Bei den Juniorinnen II verfolgte Alison Bollen aus der zweiten Bundesliga-Mannschaft der SSG ein ähnliches Ziel. In dieser Klasse werden keine Finals geschossen, also musste für ein gutes Ergebnis bereits das Vorkampfergebnis sitzen. Mit 623,2 Ringen musste sich Bollen am Ende nur den beiden Baden-Württembergerinnen Cora Vonthron (625,3) und Larissa Weindorf (625,0) geschlagen geben und holte sich die Bronzemedaille. Franka Janshen belegte mit 619,7 Ringen den neunten Platz, Lara Quickstern vom Kooperationsverein SV St. Hubertus Elsen brachte es mit 616,9 Ringen auf den 16. Platz. In Addition bedeutete diese für die Mannschaft ebenfalls Bronze.

Lara Quickstern, Franka Janssen und Alison Bollen (v.l.) gewannen Mannschaftsbronze mit dem Luftgewehr. Einzelbronze ging an Alison Bollen. Foto: SSG Kevelaer

Die Ausscheidung „Luftgewehr-Mixed“, die für die Landesverbände ausgeschossen wird, verlief für Franka Janssen – zusammen mit Benedikt Mockenhaupt vom Wissener SV – erfolgreich. Mit nur 2,7 Ringen Unterschied zu dem baden-württembergischen Team nahmen die beiden die Silbermedaille entgegen.

Ebenfalls für die SSG Kevelaer an den Start ging Lara Quickstern in der Disziplin „Kleinkaliber 3x40“. Nach einem Vorkampfergebnis von 1164 Ringen und dem dritten Platz brachte sie es im Finale auf das Treppchen und erzielte ebenfalls die Silbermedaille.

Einen Namen, den man in diesem Jahr jedoch vergeblich auf den den Ergebnislisten bei den Deutschen Meisterschaften sucht, war der von Anna Janssen. Aus gutem Grund: Sie wurde vom deutschen Nationalteam angefordert, um in Rio de Janeiro (Brasilien) beim World Cup mitzuschießen. Es war bereits der dritte Einsatz bei den Erwachsenen für die gerade erst 18-Jährige aus Wetten.

In Rio überzeugte Janssen insbesondere beim Luftgewehr-Wettkampf. Für einen Finalplatz hat es am Ende zwar nicht gereicht, aber mit 627,0 Ringen und Platz 16 setzte sie ein großes Ausrufezeichen gegenüber ihren weltweiten Konkurrentinnen. Beste Deutsche wurde Julia Simon (627,9 / Platz 10) die ebenfalls ganz knapp einen Finalplatz verfehlte.

Bei der Ausscheidung „Kleinkaliber 3x40“ hieß es für Janssen, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Zwischenzeitlich wurde es kurios, als der Wettkampf wegen eines großen Buschfeuers hinter dem Schießstand unterbrochen und verschoben werden musste. Mit 1165 Ringen und dem 33. Platz konnte Janssen dennoch ganz zufrieden sein. Die Deutsche Jolyn Beer sicherte sich mit 1173 Ringen einen Finalplatz, und wurde Sechste.

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