Jugendfußball: Sportfreunde dominieren Wintercup

Jugendfußball: Sportfreunde dominieren Wintercup

Bei der zweiten Auflage des Hallenfußball-Turniers für Nachwuchskicker sichern sich die A-Junioren aus Broekhuysen ungeschlagen die Trophäe. Im Wettbewerb der B-Jugendlichen landen die Talente des TSV Wa.-Wa. auf Platz zwei.

Die ganz großen sportlichen Überraschungen sind beim zweiten Hallenfußball-Turnier um den Wintercup des FC Aldekerk ausgeblieben. Im Wettbewerb der A-Jugendlichen wurde die klassenhöchste Mannschaft ihrer Favoritenrolle gerecht. Ohne Niederlage marschierten die Sportfreunde Broekhuysen durch das Turnier, leisteten sich nur gegen den ärgsten Verfolger und späteren Zweitplatzierten aus Appeldorn ein Unentschieden.

In der Vogteihalle waren die spielerischen Qualitäten der Truppe um Coach Karl Theelen zweifelsfrei erkennbar, die in der laufenden Saison der Leistungsklasse als Tabellendritter eine mehr als ordentliche Rolle spielt. Einzig der Liga-Konkurrent aus Appeldorn war mit seinem durchdachten Kurzpassspiel in der Lage, den Sportfreunden gefährlich zu werden. Die DJK brachte sich allerdings mit der Auftaktniederlage gegen den Drittplatzierten TSV Wachtendonk-Wankum schon früh selbst um den Lohn ihrer Mühen.

Als gute Gastgeber präsentierten sich die Blau-Weißen aus Aldekerk. Anadolu Türkspor Krefeld hatte im Vorfeld zwei Mannschaften gemeldet, war aber wegen eines Missverständnisses nur mit einer Auswahl angereist. Um den Turnierplan nicht durcheinander zu wirbeln, würfelte der FCA kurzerhand zwei Teams zusammen. Die Talente schlugen sich beachtlich und landeten in der Endabrechnung auf den Rängen vier und sechs. Im drittletzten Spiel sorgte die Aldekerker "Zweite" sogar für eine faustdicke Überraschung. Die Mannschaft schlug den TSV Wachtendonk-Wankum, der zuvor nur gegen den späteren Turniersieger aus Broekhuysen verloren hatte, mit 2:1.

Im Turnier der B-Jugendlichen hatten sich die Wachtendonker Talente lange Hoffnung auf den Platz an der Sonne machen dürfen, mussten sich am Ende aber mit Rang zwei begnügen. Die Entscheidung fiel erst im vorletzten Spiel des Turniers, das im Modus "Jeder gegen Jeden" ausgetragen wurde.

Im sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld hatte sich der TSV Wachtendonk-Wankum mit drei Siegen und drei Niederlagen die Tabellenführung verschafft und traf im "Endspiel" auf die ebenfalls stark auftrumpfenden Kicker von Anadolu Türkspor Krefeld. Die Krefelder zeigten sich letztlich aber zu stark - und das hatte vor allem einen Grund: Lazaros Kourdis. Der Kapitän hatte seinen ATS bereits in den Partien zuvor mit einem ganz feinen linken Fuß auf die vorderen Plätze geschossen und avancierte im Endspiel dann endgültig zum "Spieler des Turniers", indem er seine Mannen zum Gesamtsieg führte.

Die übrigen favorisierten Mannschaften blieben dagegen ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Sowohl die Sportfreunde Broekhuysen als auch der Jugendförderverein Neukirchen-Vluyn, der in der Moerser Leistungsklasse auf einem beachtlichen dritten Platz überwintert, mussten sich mit Rängen im unteren Mittelfeld zufrieden geben. Noch davor landete die Kerkener Jugendspielgemeinschaft, die in dieser Saison zum ersten Mal in der Geschichte Talente des TSV Nieukerk und des FC Aldekerk vereint.

Im Großen und Ganzen zufrieden zeigte sich die Turnierleitung mit dem Wintercup. "Spielerisch war zwar zeitweise sicherlich noch etwas Luft nach oben", befand Jan van den Broek, der als Jugendvorsitzender des FC Aldekerk federführend für das Turnier verantwortlich war. "Das haben die Jungs aber mit großem Einsatz und vorbildlicher Fairness wettgemacht."

In 56 Partien mussten die Unparteiischen lediglich zwei Zwei-Minuten-Strafen verhängen. Ernsthafte Verletzungen gab es glücklicherweise gar keine - bei Hallenturnieren keineswegs selbstverständlich. Aus Sicht der Veranstalter blieb somit nur ein einziger Wermutstropfen. "Es hätte etwas mehr los sein können", erklärte Niklas van den Broek, Jugendobmann des FCA. So waren die Ränge vor allem beim B-Jugend-Turnier eher spärlich besetzt, in den Abendstunden füllte sich die Vogteihalle am Slousenweg ein wenig.

Dem positiven Fazit der van-den-Broek-Brüder tat das aber keinen Abbruch. "Insgesamt war es ein gelungenes Turnier, das wir in den kommenden Jahren zu einer festen Instanz machen wollen."

(n-h)