Vereine und Verbände Sport-Hochburg Straelen feiert ihre Asse

STRAELEN · Eine große Dame des Breitensports, ein Marathon-Globetrotter, rüstige Tennis-Opas, starker Nachwuchs und erfolgshungrige Hand- und Fußballer: Die Sportlerehrung des Stadtsportverbandes macht die Vielfalt deutlich.

 Straelens Bürgermeister Hans-Josef Linßen (l.) gratulierte den ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern seiner Stadt.

Straelens Bürgermeister Hans-Josef Linßen (l.) gratulierte den ausgezeichneten Sportlerinnen und Sportlern seiner Stadt.

Foto: ja/Christian Kaspers

Die Stadt mit dem grünen Daumen hat nicht nur ein Faible für bunte Blumen und grüne Gärten. Auch der Sport spielt in der Grenzstadt eine bedeutende Rolle. Werner Terheggen, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, kürte jetzt im Forum des Städtischen Gymnasiums die Sportlerinnen und Sportler, die in diversen Disziplinen für Schlagzeilen gesorgt haben.

Im Tischtennis verbuchten die beiden Schwestern Sina und Annika Meens jeweils große Erfolge als Bezirksmeisterinnen in den Altersklassen „U 11“ (Schülerinnen C) und „U 15“ (Schülerinnen A). Die „U 15“-Schülermannschaft der Badminton-Abteilung des SV Straelen feierte im vergangenen Jahr den Gewinn der Kreismeisterschaft und machte damit den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt. Auch die „U 19“-Juniorenauswahl war im Kampf um den Kreistitel eine Klasse für sich. Anna Steffen war mit der überragenden Bilanz von 17 Siegen und nur einer Niederlage maßgeblich am Erfolg der Mannschaft beteiligt. Bei den Jungs steuerte Florian Mertens zwölf Siege bei und blieb während der kompletten Saison ungeschlagen.

Im Tennis nahmen die „U 15“-Junioren von Blau-Weiß-Gold Straelen eine Sonderstellung ein. Ob man mit über 70 Jahren noch auf dem Tennisplatz stehen sollte ? Auf diese Frage liefern die rüstigen Oldies des TC Blau-Weiß-Gold, die allesamt die magische Grenze „70“ schon hinter sich gelassen haben, eine eindeutige Antwort. Sie feierten nämlich im vergangenen Jahr den Aufstieg in die Verbandsliga und ernteten bei der Sportlerehrung ebenfalls viel Applaus.

Aus den Reihen der Lauf-Abteilung begeisterte einmal mehr Ekki Friedrich, der längst unter die Marathonsammler gegangen ist und zum 40. Mal die Königsdistanz über 42,195 Kilometer bewältigte. Und Friedrich hat noch große Pläne. Nachdem er bereits die weltberühmten Läufe in Boston, London, Berlin, Chicago und New York absolviert hat, ist als nächste Metropole Tokio an der Reihe. Danach gehört Friedrich zum erlauchten Kreis der Ausdauersportler aus aller Welt, die an allen Veranstaltungen der „World Marathon Majors“ teilgenommen haben.

Auch die Handballsaison der ersten Herren-Mannschaft des SV Straelen war vom Erfolg gekrönt. Die stämmigen Athleten – ausnahmslos Straelener Jungs – haben den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft. Dieses Kunststück gelang nach einer fulminanten Rückrunde mit elf Siegen und lediglich zwei Niederlagen.

Nicht zu vergessen natürlich das sportliche Aushängeschild der Stadt: Mit sage und schreibe 70 Punkten aus 34 Spielen brachten die Fußballer des SV Straelen die Meisterschaft in der Oberliga Niederrhein unter Dach und Fach und mischen inzwischen die Vierte Liga auf. Der starke Aufsteiger startet mit mehr als respektablen 29 Punkten ins neue Jahr und hat damit den angestrebten Klassenerhalt praktisch schon in der Tasche.

Zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung stand eine im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnete Sportlerin im Rampenlicht. Gisela Große wurde für ihr 50. Sportabzeichen in Folge – zwischen 1968 und 2018 – sowie für ihr Lebenswerk im Sinne des Sports gekürt. Die 83-Jährige ist die erste Straelenerin, die solch eine sportliche Leistung nachweisen kann. Sie ist seit vier Jahrzehnten als Stützpunktleiterin für die Abnahme von Sportabzeichen tätig – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Mit viel Applaus honorierten die Gäste die Lebensleistung der großen Dame des Straelener Sports.

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