1. NRW
  2. Städte
  3. Geldern
  4. Sport Geldern und Kevelaer

Spitzenteams SV Straelen und TV Issum lassen Federn

Handball-Landesliga : Das Spitzen-Duo stolpert im Titelrennen

Während Tabellenführer SV Straelen überraschend mit 23:29 beim Vorletzten TuS Lintfort verliert, kassiert Lokalrivale TV Issum mit dem 25:30 gegen den TV Vorst II bereits die dritte Niederlage in Folge.

Der Kampf um die Meisterschaft in der Handball-Landesliga wird zur Stolperfalle. Tabellenführer SV Straelen, der zuletzt unter anderen das Spitzenspiel in Issum gewonnen hatte, kassierte am Samstag zum Abschluss der Hinrunde ausgerechnet beim Vorletzten TuS Lintfort seine zweite Saisonniederlage. Parallel verlor Verfolger TV Issum – mit neun Siegen am Stück lange das Maß aller Dinge der Liga – sein Heimspiel gegen den TV Vorst II und damit zum dritten Mal in Folge. Mittlerweile hat sich das Titelrennen zu einem spannenden Sechskampf entwickelt. Spitzenreiter SV Straelen und den Tabellensechsten VfB Homberg II trennen gerade einmal vier Minuspunkte.

Der SV Straelen verpasste beim Abstiegskandidaten TuS Lintfort die große Chance, Luft zwischen sich und die Verfolger zu bringen. Nach einer schwachen Vorstellung musste sich der Tabellenführer mit 23:29 (11:10) geschlagen geben. Über die gesamten 60 Minuten tat sich das Team von Trainer Dietmar Beiersdorf äußerst schwer. Die Entscheidung fiel zwischen der 43. und 50. Minute, als der Favorit eine Serie von 0:7-Toren hinnehmen musste. Am Ende feierte der Gastgeber ausgelassen seinen zweiten Saisonsieg.

  • Christoph Leenings steht nach langer Verletzungspause
    Handball-Landesliga : Seriensieger des TV Issum möchten schnell zurück in die Erfolgsspur
  • Auf Tore von Jens Groetelaers kommt‘s
    Handball : Der SV Straelen befindet sich ab sofort in der Rolle des Gejagten
  • Da halfen alle Anweisungen von Trainer
    Handball : SV Straelen mit Abwehrschwächen

Vom Anpfiff an fanden die Grün-Gelben nicht richtig ins Spiel. Nach zehn Minuten führte der Gastgeber mit 7:4. Anschließend stabilisierte sich die Straelener Defensive und blieb lange ohne Gegentor. „Das war unsere mit Abstand beste Phase“, sagte Beiersdorf, dessen Team zunächst mit 10:7 in Führung und mit einem knappen 11:10 in die Kabine ging. Halbzeit zwei begann mit einem von insgesamt sechs Treffern von Jens Groetelaers. Doch wenig später nahmen die Dinge den unerwarteten Lauf. Kamp-Lintfort riss das Geschehen wieder an sich und bog mit 17:14 auf die Siegerstraße ein. Eine doppelte Zeitstrafe gegen Daniel Meyer konnte der SVS noch verkraften – es gelang sogar der Anschlusstreffer zum 17:18. Doch dann ging die Partie aus Sicht der Grün-Gelben endgültig den Bach runter.

„Uns ist sieben Minuten lang nichts, aber auch gar nichts gelungen. Die erste Hälfte war noch in Ordnung, die zweite aber schlichtweg unterirdisch“, so Beiersdorf, der ansehen musste, wie seine Schützlinge zwischenzeitlich mit 17:25 in Rückstand gerieten. Er haderte vor allem mit der löchrigen Abwehr (19 Gegentore in Halbzeit zwei) und der katastrophalen Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Gefühlte 20 Großchancen haben wir mehr oder weniger kläglich versemmelt. Wenn man die nicht macht, muss man sich nicht wundern, als Verlierer vom Parkett zu gehen.“

SV Straelen: Kirking – Groete­laers (6), Blum (3), Verbeek (3), Beyer (3/2), Mangelmann (2), Meyer (2), Sonnen (1), Arts (1), Rufatovic (1), Kessel (1), Tophoven, Winter.

Oli Cesa, Trainer des TV Issum, hatte seine Mannschaft im Vorfeld eindringlich vor den Qualitäten des routinierten Gegners gewarnt. „Man darf die nicht ins Spiel kommen lassen“, so Cesa vor dem Heimspiel gegen den TV Vorst II, der abgesehen vom 21-jährigen Torhüter Marcus Witt auch in der Sporthalle am Vogt-von-Belle-Platz eine Altherren-Auswahl aufs Parkett schickte.

Und diese machte ihre Sache ganz ausgezeichnet und entschied das Verfolgerduell am Ende mit 30:25 (16:13) für sich. „Wir haben uns anfangs einschüchten lassen und lagen nach 20 Minuten mit 7:12 zurück. Und diesen Vorsprung haben die Vorster Spieler mit all‘ ihrer Erfahrung ins Ziel gebracht“, sagte Cesa nach der Partie. Der Tabellenzweite aus Issum gab sich aber keineswegs kampflos geschlagen. Nach der Pause hatten die Blau-Weißen ihre stärkste Phase und glichen in der 43. Minute zum 22:22 aus. Doch anschließend haderte der Gastgeber mit einigen umstrittenen Entscheidungen der Schiedsrichter und ließ etliche Chancen ungenutzt. Cesa: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. So viele Fehlwürfe darf man sich einfach nicht erlauben.“

TV Issum: Holsteg, Pattberg – M. Leenings (9), Höhner (5), C. Leenings (3), Teuwsen (3), Zell (2), van Stephaudt (1), Lippkow (1), Krahl (1), Schmetter.

(terh)