Fußball : Spannung im Dreierpack

Fußball-Bezirksliga: FC Aldekerk, TSV Wa.-Wa. und SV Sevelen müssen Farbe bekennen.

Am zwölften Spieltag der Fußball-Bezirksliga rücken das Spitzenduell in Geldern und die Kreisderbys in Aldekerk und Goch in den Fokus.

GSV Geldern - Fichte Lintfort (So., 15 Uhr). Wenn der noch ungeschlagene Spitzenreiter aus Lintfort im Gelderlandstadion aufläuft, könnte der gerade erst eroberte zweite Tabellenplatz des GSV schon wieder ins Wanken geraten. Mit zehn Punkten Vorsprung auf die Konkurrenten können die Gäste verhältnismäßig gelassen der Begegnung entgegen sehen. Der Druck in diesem Spiel liegt bei den Geldernern, die sich so schnell nicht von ihrer jetzt guten Ausgangsposition verabschieden möchten. Bei den Gastgebern muss also alles passen, die Mannschaft muss ihr vorhandenes spielerisches Potenzial voll abrufen. "Wir sind da schon ein wenig im Zugzwang. Ich glaube aber, wenn alles gut läuft, dass wir eine 50:50-Chance gegen Lintfort haben", meint GSV-Coach Peter Streutgens.

FC Aldekerk - TSV Wachtendonk-Wankum (So., 15.30 Uhr). Nach zwei Siegen in Folge ist der TSV Wachtendonk-Wankum auf die Erfolgsschiene zurückgekehrt und gehört wieder zum Anwärterkreis auf den Relegationsplatz (Platz zwei). Davon ist Gastgeber Aldekerk, der sich mit dem Kampf um den Klassenerhalt beschäftigen muss, meilenweit entfernt. Beim Tabellen-Schlusslicht MSV Moers konnte der FCA zuletzt nur einen Punkt entführen, was die Lage der Mannschaft nicht unbedingt verbesserte.

In Nachbarschaftsduell mit dem TSV Wa.-Wa. ist der Gast leichter Favorit, was jedoch kein Erfolgsgarant sein muss, zumal die Gäste in der Vergangenheit auch schon mal etwas geschwächelt haben. "Wir sind derzeit wieder auf einem guten Weg, werden Aldekerk aber nicht unterschätzen und versuchen, mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung zu punkten", sagt TSV-Trainer Thomas von Kuczkowski, der immer noch auf eine längere Verletztenliste blickt. Das ändert allerdings wenig an der Schwere der Aufgabe für die Mannschaft von FCA-Trainer Marc Kerjes. "Wir müssen da schon alles abrufen, kompakt stehen und möglichst wenig zulassen", sagt er.

Viktoria Goch - SV Sevelen (So., 15 Uhr). Um Anschluss an das untere Mittelfeld der Tabelle zu finden, wird dem SV Sevelen gegen die Viktoria nur ein Sieg weiterhelfen. Dem waren die Sevelener vor einer Woche im Heimspiel gegen Uerdingen beim 3:3-Remis schon recht nahe. Der Ausgleichstreffer der Gäste in der Nachspielzeit ist nun einmal dem Preis dafür geschuldet, den häufig Mannschaften im Tabellenkeller zahlen müssen. Für das Spiel in Goch ist Sevelens Trainer Thorsten Fronhoffs, für den die Leistungskurve seiner Mannschaft in den zurückliegenden Spielen nach oben ging, doch ein wenig optimistisch. "Wenn es uns gelingt, zumindest an die ersten 60 Minuten des Uerdinger Spiels anzuknüpfen und wir zielstrebig nach vorne spielen, sollte in Goch was möglich sein." Einfach wird es nicht, schließlich steht für den Gastgeber auch einiges auf dem Spiel.

(ksch)