Reitsport : Pferdesport vom Feinsten und ein S-Springen mit Tücken

Es mag die eine Wendung gewesen sein, mit der Coco-Bongo Boy die entscheidenden Sekunden in der Siegerrunde der schweren Springprüfung, Höhepunkt des Straelener Sommerturniers, gut machte. Und auf diese Weise den gleichfalls fehlerfreien Candans hinter sich ließ.

Damit hatte der Kranenburger Otmar Eckermann im Sattel des braunen Hengstes (*0 Fehler/40.89 Sekunden) eindeutig die Nase vorn und konnte somit seinen Vereinskollegen Lukas Wilmsen-Himmes in dieser spannungsgeladenen Prüfung im fairen Kampf um die begehrte Goldschleife hinter sich lassen. Auf Rang drei galoppierte die Keppelner Amazone Carina Janßen, die den in Westfalen gezogenen Wallach Corinero gleichfalls fehlerfrei (*0.00/42.37) über die von Georg Broeckmann und Dirk Schwarz erstellten Hindernisse lenkte. „Es war ein wunderbares Turnier. Kurzer Regenschauer vor dem Start am Freitagmorgen. Und dann strahlte die Sonne über den Platz. Der Zeitplan wurde super eingehalten. Und es waren nicht nur beim S-Springen viele Besucher dabei, die mitgefiebert haben“, fasste Straelens Sprecherin Elena Keßel das dreitägige Geschehen zusammen.

Die Reitsportfreunde bekamen einiges geboten. So beispielsweise in den Springpferdeprüfungen, in denen die Rittigkeit und die Springmanier der jungen Pferde auf dem Bewertungszettel der urteilenden Richter standen. Stark hierbei die Ritte der für den RFV „von Driesen“ Asperden-Kessel reitenden Judith Emmers. Nicht nur dass die Pferdewirtschaftsmeisterin die erste und zweite Abteilung der Springpferdeprüfung der Klasse L anführte – sie konnte auch die mittelschwere Prüfung in dieser Kategorie für sich entscheiden. Gleichmäßig der Rhythmus, mit der die Amazone die Stute Primavera in den Wendungen ritt, wobei die hier erforderliche, angepasste Stellung und Biegung des fünfjährigen Vierbeiners klar herausgestellt wurde. Für das Richterduo Adolf Vogt und Andre Kolmann keine Frage – das Paar gehörte an die Spitze dieser Prüfung, was sie mit einer Wertnote von 8.70 (9 = sehr gut) auch deutlich unterstrichen. Es handelte sich um die höchste Note, die am Wochenende in Straelen vergeben wurde.

Mitunter haben Pferd und Reiter mit den Tücken der Hindernisse im Parcours zu kämpfen – so auch dieses Paar beim S-Springen in Straelen. Foto: Heinz Spütz

Aber auch auf dem Dressurplatz oder in den Nachwuchsprüfungen erlebten die Besucher sehenswerte Vorstellungen. „Die Reiter haben durch die Bank weg einen tollen Sport gezeigt und das Publikum begeistert. Alles ist glatt gelaufen, lediglich ein paar Wespenstiche musste der Sanitäter verarzten“, zog Stefanie Theunißen, bei der in der Meldestelle die Fäden zusammenliefen, ein positives Fazit.