So schön ist der Golddorf-Lauf

Am Samstag werden 1000 Teilnehmer beim Rundkurs in Winnekendonk an den Start gehen. Eine Spitzenzeit hat es beim Golddorf-Lauf noch nie gegeben – vielleicht auch deshalb, weil die Strecke einfach so ist wie ihr Dorf: goldig.

Beim Golddorf-Lauf ist die Krise des professionellen deutschen Langstreckenlaufs hausgemacht: Wer will die schöne Strecke in Winnekendonk schon in Rekordzeit zurücklegen? Die Gemeinde, die im Jahr 2001 in einem bundesweiten Dorfwettbewerb die Goldene Plakette erhalten hat, eignet sich eigentlich gar nicht für den Austragungsort einer Rekordjagd. Ein kleiner Rundgang über den Kurs, den die Läufer am kommenden Samstag, 21. April, (spontane Nachmeldungen bis eine Stunde vor dem Start bei der Rennleitung des TSV Winnekendonk möglich) im 10-Kilometer-Hauptlauf zurücklegen müssen:

 Langsam laufen erlaubt: Die Kirschblüten-Allee der Gartenstraße zwingt fast zum Spaziergang.
Langsam laufen erlaubt: Die Kirschblüten-Allee der Gartenstraße zwingt fast zum Spaziergang. Foto: seyb (2), siwe

Gartenstraße Nach dem Start am Sportplatz Winnekendonk am Heiligenweg warten gleich schon die ersten Genussmeter des Golddorf-Laufs. Auf der Gartenstraße laufen die Athleten durch eine Kirschblüten-Allee, die eher zum Spaziergang als zum Wettlauf einlädt. Mit einem kleinen Bogen durch die Maria-Gilles-Straße geht es dann weiter auf den Grünen Weg.

 Niederrhein pur: An der Niersstraße werden am Samstag auch Pferde zu den Zuschauern gehören.
Niederrhein pur: An der Niersstraße werden am Samstag auch Pferde zu den Zuschauern gehören. Foto: seyb

Grüner Weg Der Weg ist schon jetzt in Topform. Die meisten Bewohner haben ihre Gärten fit gemacht für den Frühling. Alles blüht, sogar die Blumenkübel auf der Straße, die eigentlich nur den Verkehr beruhigen sollen, sind mit Liebe hergerichtet. Von dort aus geht es weiter über die Minigolf-Anlage und die kleine Gasse am Friedhof in die Niersstraße.

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Niersstraße Niederrhein pur: Große Weideflächen, auf denen Pferde genussvoll ins sattgrüne Gras beißen – und nur wenige Menschen, was sich am Samstag, wenn die Läufer von Verwandten und Freunden angefeuert werden, aber ändern wird. Schade nur, dass der Läufertross hier wieder den Rückweg Richtung Sportplatz antritt und somit nichts von der Niers und der gemächlich vorbeifließenden Fleuth sehen kann. Kleiner Tipp: Fürs Auslaufen ist ein Abstecher samt der unterstützenden Familie lohnenswert (bevor es dann zur Goldlauf-Party geht).

Auch wegen der schönen Strecke hat sich wohl bislang jeder Läufer für die vier Runden beim Golddorf-Lauf mindestens eine gute halbe Stunde Zeit gelassen. Im vergangenen Jahr siegte Knut Haaver vom TSV Weeze im Hauptrennen der Veranstaltung, die von der Rheinischen Post unterstützt wird. Haaver wird an diesem Wochenende wieder als einer von wohl mehr als 1000 Teilnehmern ins Rennen gehen, um seinen Titel zu verteidigen. Vielleicht gelingt ihm das ja in neuer Rekordzeit – er kennt die schöne Strecke schließlich schon.

Infos im Internet unter www.golddorflauf.de oder bei Andrea Schlossarek, Tel. 028329741166, E-Mail: golddorflauf@sv-winnekendonk.de, oder bei Maria Hendricks, Tel. 0283280153.

(RP)