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SF Broekhuysen und SV Vrasselt trennen sich 1:1

Fußball : Sportfreunde bejubeln späten Ausgleich

Fußball-Bezirksliga: Im Spitzenspiel gegen den SV Vrasselt bewahrt Christoph Elspaß die SF Broekhuysen vor einer Niederlage.

Fünf der sieben Gelderlandvereine waren am Wochenende am Start. Die zunächst für vergangenen Freitag angesetzte Partie SGE Bedburg-Hau gegen den TSV Wachtendonk-Wankum ist auf Dienstag (Anstoß 20 Uhr) verlegt worden. Die DJK Twisteden hatte spielfrei, bereits am Samstag trennten sich die Sportfreunde Broekhuysen 1:1 vom SV Vrasselt. Am Sonntag konnte Aufsteiger Kevelaerer SV das Derby gegen den FC Aldekerk mit 2:0 für sich entscheiden. Der SV Walbeck hielt gegen die Zweitvertretung vom 1.FC Kleve drei Punkte fest, wogegen der GSV Geldern auf eigenem Platz gegen Schlusslicht SC 26 Bocholt deutlich mit 0:4 das Nachsehen hatte.

Sportfreunde Broekhuysen – SV Vrasselt 1:1 (0:1). Nach dem jüngsten Auswärtserfolg in Twisteden waren die Erwartungen gegen die Gäste aus Emmerich, einer Mannschaft, die ganz oben in der Tabelle mitspielt, hoch. Ganz konnten die Gastgeber den Erwartungen gegen die spielstarken Gäste, die immer wieder schnell umschalteten und mit langen Bällen gefährlich waren, nicht gerecht werden. Doch die erste ganz große Chance hatte Finn Helders in der 27. Minute, als er frei stehend vor dem Emmericher Torhüter scheiterte. Im Gegenzug machten es die Gäste besser, Marc Warthuysen traf zur Führung.

Nach dem Wechsel versuchten die Hausherren den Ausgleich zu erzielen, erspielte sich aber zu wenig Chancen und hatten Glück, dass die Emmericher in der einen oder anderen gefährlichen Situation nicht auf 2:0 erhöhten. Der späte Ausgleich fiel dann doch noch in der Nachspielzeit, als Christoph Elspaß aus 20 Metern zum 1:1 einschoss. „Wir können uns da nicht beschweren, am Ende war es dann noch ein glücklicher Punktgewinn für uns“, meinte Sportfreunde-Trainer Sebastian Clarke.

FC Aldekerk – Kevelaerer SV 0:2 (0:1). Es ging in diesem Derby für beide Teams um viel, vor allem der Gast aus Kevelaer musste dringend punkten, um sich nicht dauerhaft mit dem Abstiegskampf beschäftigen zu müssen. So machte der KSV diesmal seine Hausaufgaben und ließ ein Aldekerker Team zurück, das nach anfänglich ordentlichem Saisonstart derzeit auf der Stelle tritt. Die Heimelf hatte zwar mehr Ballbesitz, machte daraus offensiv aber zu wenig und hatte nur wenige gute Aktionen. Der KSV stand gut, setzte immer wieder Nadelstiche und nutzte eine Minute vor der Pause einen Ballverlust der Hausherren. Andrea Quarta traf mit einem Schuss aus 25 Metern in den Winkel zur 1:0-Pausenführung.

Eine ähnliche Situation drei Minuten nach der Pause. Wieder ein Ballverlust in den Aldekerker Reihen, diesmal war es Lukas Heißl, der auf 2:0 erhöhte. Im weiteren Spielverlauf hätten die Gäste nach Chancen von David Brinkhaus und Andrea Quarta das Spiel vorzeitig für sich entscheiden können. „Insgesamt haben die Kevelaerer den Sieg verdient, wir sind in einer schwierigen Phase, da wir im offensiven Bereich personelle Ausfälle haben und uns so die Durchschlagskraft fehlt“, meinte FCA-Coach Marc Kersjes. Dagegen war Ferhat Ökce sichtlich erleichtert angesichts des Erfolgs seiner Mannschaft: „Wir hatten uns für dieses Spiel viel vorgenommen. Und das hat meine Mannschaft richtig gut und diszipliniert umgesetzt.“

SV Walbeck – 1. FC Kleve II 2:0 (1:0). Der SV Walbeck ging bereits nach sieben Minuten in Führung. Da herrschte mal kurze Unordnung in den Klever Abwehrreihen, Niklas Tebbe schaltete am schnellsten und traf zum 1:0. Nach dieser ungewohnt frühen Führung waren dann allerdings erst einmal die Gäste aus Kleve die spielbestimmende Mannschaft. Da brannte es schon mal lichterloh im Walbecker Strafraum und alles. Was die Abwehr nicht bereinigte, landete gleich dreimal an Pfosten oder Querlatte. Mit etwas Glück hielten die Platzherren den knappen Vorsprung bis zur Pause fest. Deutlich verbessert kamen die Walbecker aus den Kabinen, die sich nun auch erste Möglichkeiten erspielten. Das Spiel wurde offener, auch Kleve hatte noch die eine oder andere Chance. Mit einer schönen Einzelleistung setzte sich Niklas Tebbe (71.) auf der linken Seite durch und erhöhte auf 2:0. Nach toller Vorarbeit von Phillip Pertz vergab kurz vor Spielende Holger Jansen noch eine glasklare Möglichkeit. „Auch wenn es vor der Pause schon mal ganz eng war, der Einsatzwille stimmte und wir haben Kleve permanent beschäftigt. Nach der Pause hatten wir die besseren Chancen, somit ist der Sieg verdient“, meinte Trainer Jens Jütten.

GSV Geldern – SC Bocholt 26 0:4 (0:1). Man muss sich fragen, wohin die Reise des GSV angesichts der klaren 0:4-Heimniederlage gegen den SC Bocholt führt. Nur in der Anfangsphase der Partie waren die Gelderner Herr im eigenen Hause, hatten, wie durch Simon Porvitz, sogar einige Möglichkeiten zur Führung. Nach dem 1:0 der Gäste in der 37. Minute waren es dann aber die Bocholter, die das Ruder übernahmen. Da kam vor allem nach der Pause zu wenig vom GSV, der nach einer Stunde das zweite Tor kassierte und in der Schlussphase noch zwei weitere Treffer zulassen musste. „Wir hatten uns für diese Begegnung sehr viel vorgenommen. Umgesetzt wurde davon nichts“, meinte  Trainer Marcel Blaschkowitz.