Nachwuchs tritt auf großer Bühne auf Schwimm-Trio des SC Delphin Geldern überzeugt in Berlin

Geldern · Bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Hauptstadt sammeln Philipp Rübesam, Luise Rattmann und Caroline Stark wertvolle Erfahrungen.

 Trainer Jörg Löcker (hinten) war mit den Leistungen von Philipp Rübesam, Caroline Stark und Luise Rattmann (vorne von links) zufrieden.

Trainer Jörg Löcker (hinten) war mit den Leistungen von Philipp Rübesam, Caroline Stark und Luise Rattmann (vorne von links) zufrieden.

Foto: SC Delphin Geldern

Erstmals in der Geschichte des Vereins haben sich drei Schwimmer des SC Delphin Geldern für die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften im Schwimmen qualifiziert. Je nach Strecke dürfen die besten 35 beziehungsweise 30 Jahrgangsbesten in Deutschland an den Meisterschaften im Berliner Sprung- und Schwimmzentrum teilnehmen. Die „Delphine“ Philipp Rübesam, Luise Rattmann und Caroline Stark, alle Jahrgang 2011, durften antreten.

Für Philipp Rübesam kam die Nachricht, teilnehmen zu dürfen, etwas überraschend. Wegen einiger Absagen rückte er in das Teilnehmerfeld über 50 Meter Freistil auf. Nachdem im vergangenen Jahr schon sein Bruder Robert teilnehmen durfte, vervollständigte er nun die Erfolgsgeschichte innerhalb der Familie. Seine Berechtigung, in Berlin starten zu dürfen, rechtfertigte Philipp Rübesam eindrucksvoll mit einer Verbesserung seiner Bestzeit auf 28,44 Sekunden und dem 28. Platz. Er belohnte sich damit für seinen hohen Trainingseinsatz in den vergangenen Monaten.

Über 50 und 100 Meter Delphin durfte Luise Rattmann an den Start gehen. Die 50 Meter Delphin gelangen ihr nicht so gut. Ihr war die Nervosität, vor einer solchen großen Kulisse anzutreten, anzumerken. Und da bei 50 Meter langen Strecken alles passen muss, konnte sie nicht annähernd an ihre Bestleistung anknüpfen. Ihr zweites Rennen über 100 Meter Delphin gestaltete sie besser. Mit 1:14,19 Minuten verbesserte sie ihre Bestzeit und schwamm somit auf Platz 27. Ihre Qualifikation zu den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften hat sie ebenfalls einer sehr guten Einstellung im Training und bei ihren Wettkampfeinsätzen zu verdanken.

Für Caroline Stark waren diese Meisterschaften der Jahreshöhepunkt. Doch ihr machte eine Viruserkrankung einen Strich durch die Rechnung. So geschwächt konnte sie weder im Training noch bei den Vorbereitungswettkämpfen an ihre gute Form aus dem vergangenen Jahr anschließen. Hinzu kam dann noch Pech bei ihrem Einsatz über 50 Meter Rücken. Sie rutschte beim Start ab und hatte somit keine Chance auf eine gute Platzierung. Über 50 Meter Delphin blieb Caroline Stark mit 31,35 Sekunden eine halbe Sekunde über ihrer Bestzeit und belegte Platz 16. Über 100 Meter Freistil kam sie zwar wieder näher an ihre Bestleistung heran, musste sich mit 1:03,03 Minuten aber mit dem 20. Platz abfinden.

„Dennoch konnte man sehen, dass sich Caro im Laufe der Wettkampfwoche in Berlin zunehmend wohler gefühlt hat. Das Akzeptieren ihrer persönlichen Situation hat ihr wahrscheinlich geholfen, lockerer zu werden“, sagte ihr Trainer Jörg Löcker.

Die letzten beiden Starts über 50 Meter Freistil und 100 Meter Delphin brachten für Carolin Stark dann noch versöhnliche Ergebnisse. In 28,97 Sekunden über 50 Meter Freistil kam sie auf Platz 14. Und dann schaffte sie es tatsächlich doch noch, über die 100 Meter Delphin in 1:10,55 Minuten eine neue Bestzeit aufzustellen.

Für Jörg Löcker zeichnete sich nach diesen Meisterschaften ein eindeutiges Fazit ab. „Unsere Schwimmer sind technisch auf sehr, sehr hohem Niveau und absolut vergleichbar mit den Topschwimmern. Aber im athletischen Bereich haben sie einfach zu große Defizite. Den notwendigen Muskelaufbau können wir mit nur drei Trainingseinheiten im Wasser und einer Trockeneinheit in einer Turnhalle als wöchentliches Pensum nicht erreichen.“

Andere Vereine hätten da deutlich bessere Trainingsvoraussetzungen. Aber: Der SC Delphin Geldern versucht alles, um weiter mit seinen Schwimmern auf Top-Niveau arbeiten zu können.

(RP)