Lokalsport : Schwere Aufgabe für Goldau-Team

In der Fußball-Landesliga empfangen die Wachtendonker den Tabellenvierten. Straelen muss nach Nettetal.

Nach dem Fehlstart in der vergangenen Woche wollen beide Fußball-Landesligisten nun durchstarten. Vor allem für die Wachtendonker geht es um sehr viel, denn sie hängen noch immer im Tabellenkeller fest. Straelen hingegen steht derzeit gefahrlos auf Rang sechs, will aber an seinen guten Lauf aus der Hinrunde anknüpfen.

TSV Wachtendonk/Wankum — VSF Amern (So., 15 Uhr). Nachdem es unbedingt wieder aufwärtsgehen sollte, geschah genau das Gegenteil. Die Wachtendonker knüpften an ihre Misere aus der Hinrunde mit einer weiteren Niederlage an. Und das auch noch, gegen den bis dato Tabellenletzten Lürrip. "Die erste Hälfte war zwar von der Leistung her noch in Ordnung, aber ab dem schnellen Elfmeter in der zweiten Hälfte gab es einen Schub Unsicherheit", sagt TSV-Coach Frank Goldau. "Zudem hatten drei bis vier Spieler einen richtig schlechten Tag — unter anderem Jannik Wißfeld und Lucien Maesmanns." Dennoch macht der Trainer auch sich selbst Vorwürfe: "Vielleicht war der Druck vor dem Spiel einfach zu hoch", sagt Goldau. "Wir haben drei Monate auf dieses Spiel hingearbeitet." Vor allem sei nun wichtig, die Niederlage aus den Köpfen zu bekommen. Es solle bloß kein Gefühl entstehen: "Wenn wir gegen die schon nicht gewinnen, gegen wen dann?" Doch die Wachtendonker Akteure seien motiviert. "Beim Training waren 16 Mann. Da glaubt keiner, der Abstieg sei schon besiegelt", sagt Goldau. "Es bleiben ja auch immer noch 14 Spiele, und es werden noch sehr viele Punkte verteilt. Was wir jetzt brauchen, ist ein Überraschungssieg wie gegen Odenkirchen", sagt der TSV-Coach.

Genau so einer wartet vielleicht mit Amern. Dass der TSV gegen den Tabellenvierten punktet, ist nicht sehr wahrscheinlich, "aber vielleicht klappt das genau, wenn wir da ohne diesen Druck reingehen", sagt Goldau. "Zumal wir eines unserer besten Spiele gegen Amern bestritten haben." Dennoch verlor die Goldau-Elf in der Hinrunde mit 2:3. Personell sieht es — abgesehen vom verletzten Marc Linssen — gut aus. Benjamin Goldau hat noch etwas Trainingsrückstand und Florian Köhnen kommt morgen erst aus dem Urlaub zurück, aber ansonsten sind alle fit.

Union Nettetal — SV Straelen (So., 15 Uhr). "Letztendlich hat die Niederlage nur an uns selbst gelegen", sagt Straelens Coach Sandro Scuderi und nimmt seine Jungs nach dem verpatzten Rückrundenstart in die Pflicht. "Jetzt will ich von ihnen eine Reaktion sehen. Sie müssen lernen, ihre Konzentration die vollen 90 Minuten lang hochzuhalten." Denn gegen den 1. FC Mönchengladbach lief es am vergangenen Wochenende zwar zunächst gut, doch wir haben letztlich zu passiv gespielt. Als hätten wir nur darauf gewartet, dass uns der Gegner das 0:1 einschenkt", sagt Scuderi. "Dabei wissen wir ja, was wir eigentlich können."

Und genau das wollen die Straelener nun auch gegen Nettetal abrufen. In der Hinrunde starteten die Grün-Gelben gegen Nettetal ihre Serie von neun Spieltagen ohne Niederlage — vor allem mit einem Lauf von sechs Siegen in Serie. Allerdings warnt Scuderi auch vor der Union: "Sie haben sich gut verstärkt. Wir dürfen das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen", sagt der Straelener Coach, der mit Platz sechs jedoch zurzeit wenig Druck verspürt. "Im Gegenteil: Wir können befreit aufspielen", sagt er.

Allerdings plagen den Coach weiterhin die Verletzungssorgen. Denn neben Kamil, der bis zum Ende des Jahres mit einem Kreuzbandriss ausfallen wird, muss Scuderi aus Sicherheitsgründen auch weiterhin auf Lukas Sankowski (Gesichtsverletzung) verzichten. Und auch Dennis Lüfkens (Knie verdreht) hat weiterhin Beschwerden. Zudem fällt nun auch noch Ersatztorhüter Torben Gbur langfristig aus (Kreuzbandanriss).

(RP)