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Fußball: "Schießbuden" kneifen gegen TSV Nieukerk

Fußball : "Schießbuden" kneifen gegen TSV Nieukerk

Fußball-Kreisliga B: SV Straelen III sagt Partie beim Titelaspiranten ab / TSV-Trainer Wilfried Steeger spricht von "Wettbewerbsverzerrung"

In der Kreisliga B, Gruppe 3, droht momentan ein echter Fußball-Albtraum. Die beste Mannschaft steigt vielleicht nicht auf, weil zwei Gegner gekniffen haben und deshalb unter dem Strich das Torverhältnis nicht stimmt. Am Sonntag sagte die dritte Mannschaft des SV Straelen, die als Vorletzter kurz vor dem Abstieg steht, kurzfristig die angesetzte Partie beim Tabellenführer TSV Nieukerk ab. Schon in der Hinrunde hatte Schlusslicht Arminia Kapellen II gegen den Favoriten "gekniffen", der sich mit dem SV Herongen ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft liefert. Der Haken an der Sache: Beide Spiele werden mit 2:0 für den TSV Nieukerk gewertet, der allerdings zu 99,9 Prozent gegen die Schießbuden der Liga das eine oder andere Tor mehr geschossen hätte. So wie es der punktgleiche Rivale SV Herongen (10:1 gegen Arminia Kapellen II und 4:0 gegen SV Straelen III) bereits getan hat. Wilfried Steeger, Trainer des TSV Nieukerk, ist verständlicherweise sauer: "Die Situation an der Spitze ist so ausgeglichen, dass am Ende das Torverhältnis über Meisterschaft und Aufstieg entscheiden kann. Und da sieht doch jeder, dass so etwas Wettbewerbsverzerrung ist."

B-Liga, Gruppe 3: SV Veert - Arminia Kapellen II 5:0 (1:0). Den eingeplanten Pflichtsieg fuhr der SV Veert gegen das abgeschlagene Schlusslicht ein. Christian Böttcher, Ben Schatten, Tom Hasselmann, Joshua Frenzen und Carsten Trienekens mit einem Eigentor sorgten für den deutlichen Erfolg der Hausherren. "Wir haben hochverdient gewonnen. Kapellen hat sich aber gut gewehrt", berichtete Veerts Trainer Daniel Neuer. Mit dem Sieg baute Veert den Vorsprung auf die Abstiegsränge wieder etwas aus.

SV Herongen - TSV Wachtendonk-Wankum II 1:1 (0:0). Um ein Haar hätte der Verfolger aus Wachtendonk im Spitzenspiel den Platz als Sieger verlassen. Chris Horstmann brachte die Gäste in der zweiten Hälfte in Front, Tim Oploh glich aber kurz vor Abpfiff noch aus. "Es war nicht unser bestes Spiel heute. Von daher nehmen wir den Punkt gerne mit", sagte Herongens Trainer Sebastian Tissen. Wachtendonk hatte zuvor einige gute Chancen zum 2:0 ausgelassen. "Ich bin stolz auf meine Mannschaft, wir haben uns richtig gut verkauft", betonte TSV-Trainer Dieter Nisters.

SC Auwel-Holt II - DJK Twisteden II 1:2 (0:1). Nach der überzeugenden Vorstellung gegen Kevelaer spielten die Blau-Weißen diesmal nur eine gute Hälfte. "In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel verloren, nach der Pause haben wir Moral gezeigt", resümierte Holts Trainer Mohamed Benkaddour. So glich Jan-Niklas Peeters zunächst die verdiente Pausenführung der DJK durch Tobias Cox aus. In der Nachspielzeit entschied Thomas Leenen dann die Partie zu Gunsten der Gäste. "Aufgrund der ersten Halbzeit haben wir insgesamt verdient gewonnen", sagte Gäste-Trainer Michael Gecks.

Sportfreunde Broekhuysen II - SV Issum 1:2 (0:2). Die Reserve der Sportfreunde musste sich erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison geschlagen geben. Nicht zuletzt deshalb, weil die Gäste aus Issum ihren Aufwärtstrend bestätigten. "Es war eine super Leistung meiner Mannschaft. Broekhuysen war meistens am Drücker. Aber wir haben gekämpft und gut gekontert. Deshalb geht der Sieg in Ordnung", freute sich Issums Coach Michael Seuring. Rene Schwenner und Martin Weiser trafen schon in der ersten Hälfte für die Gäste, für Broekhuysen verkürzte Bernd Schwarz nach dem Seitenwechsel.

GSV Geldern II - Kevelaerer SV II 2:2 (1:1). Der Unentschiedenkönig aus Geldern nahm auch gegen Kevelaer wieder einen Punkt mit. Kevin Opheys und Philipp Gundlach mit einem Eigentor trafen für Geldern, Gundlach war neben Jannis Thoekok auch für Kevelaer erfolgreich. Die Gäste nahmen nach den Niederlagen zuletzt zwar immerhin einen Punkt mit, trauerten aber einem möglichen Auswärtssieg hinterher. "Leider haben wir Chancen für drei Spiele vergeben", ärgerte sich Kevelaers Coach Marcel Kempkes.

Grün-Weiß Vernum II - SV Walbeck II 0:4 (0:2). Momentan läuft vieles gegen die Vernumer Reserve. Auch gegen die Mannschaft vom Walbecker Bergsteg musste der Gastgeber dreimal verletzungsbedingt wechseln. "Wir haben nicht den breiten Kader, um so etwas kompensieren zu können", meinte Vernums Trainer Detlef Wanitzek. So sorgten Roy Rothoff, Daniel Mertens und Niklas Tebbe (2) für den deutlichen Sieg der Gäste. "Wir haben sehr souverän und auch in der Höhe verdient gewonnen", resümierte Walbecks Coach Klaus Thijssen.

FC Aldekerk II - SV Sevelen II 1:3 (0:1). Auf dem Weg nach oben ließ sich der SV Sevelen II auch in Aldekerk nicht aufhalten. Die Gäste gewannen bereits das dritte Spiel in Folge. "Der Sieg für Sevelen geht schon in Ordnung", zeigte sich Aldekerks Trainer Andre Lemmen als fairer Verlierer. Für die überlegenen Gäste trafen Mark Helmes (2) und Julian Maas; den Aldekerker Ehrentreffer erzielte Giuliano Vecchioni.

B-Liga, Gruppe 2: BV DJK Kellen II - Viktoria Winnekendonk II 2:0 (1:0). Der Viktoria klebt weiterhin ein wenig das Pech an den Stiefeln. Trotz einer guten Leistung reichte es in Kellen nicht für Zählbares. "Einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt", erklärte "Wido"-Trainer Hans-Gerd Vermöhlen. Beim spielstarken und erfahrenen Ballspielverein gerieten die Gäste unglücklich kurz vor der Pause per Fernschuss in Rückstand. Zwar gab sich die Viktoria keineswegs auf und drängte auf den Ausgleich, hatte aber kein Glück und vergab in Person von Kai Roosen sogar einen Strafstoß. In der Schlussminute stellten die Hausherren gegen stürmende Gäste per Konter den Endstand her.

TSV Weeze II - SV Grieth 1:3 (0:1). Nach dem starken Start ins neue Jahr - unter der Woche hatte der TSV den SuS Kalkar mit 3:2 geschlagen - gelang es den Weezern nicht, ihre Serie auf fünf Siege auszubauen. "Unsere erste Halbzeit war unterirdisch schwach", befand Trainer Christoph Tönnißen, der gar froh darüber war, durch ein Eigentor "nur" 0:1 zurückzuliegen. Der starke SV Grieth hatte nämlich zahlreiche Chancen ausgelassen. Aus der Kabine kamen die Hausherren dann aber deutlich verbessert und belohnten sich zehn Minuten vor Ende auch mit dem Ausgleich durch Michael Thissen. Doch die Gäste schlugen zurück und besiegelten die Weezer Niederlage mit zwei späten Toren. "Das ist eine bittere Niederlage, aufgrund der ersten Hälfte aber nicht unverdient", resümierte Tönnißen.

SV Asperden - SV Herongen II 5:1 (3:1). Beim SV Herongen läuft in diesem Jahr noch nicht allzu viel. Nach der erwartbaren Niederlage beim SV Grieth setzte es jetzt auch beim Konkurrenten SV Asperden eine derbe Klatsche. Nach zwei Gegentoren in der ersten halben Stunde schürte Spielertrainer Peter Orlowski mit seinem 1:2-Anschlusstreffer noch einmal Hoffnung, doch der Gegentreffer kurz vor der Pause brach den Gästen das Genick. Der SVA, der damit in der Tabelle an Herongen vorbeizieht, legte noch zwei Treffer nach.

Union Wetten II - Germania Wemb 1:3 (1:1). Einen auf dem Papier souveränen Auswärtssieg hat die favorisierte Germania beim Schlusslicht eingefahren. "So deutlich war es aber absolut nicht", betonte Wembs Coach Yüksel Taylan, der erst mit dem Schlusspfiff richtig aufatmen durfte. Zuvor nämlich hatte die Union den Gästen arge Probleme bereitet. "Wetten hat aufopferungsvoll gekämpft und war bei jeder Offensivaktion brandgefährlich." Und das, obwohl die Hausherren nach einer frühen Roten Karte gegen Felix van Ooyen 75 Minuten in Unterzahl agierten. "Am Ende hat nur das den Ausschlag gegeben, weil die Wettener Konzentration zwangsläufig nachgelassen hat", gab Taylan zu. Rustam Kudratow, der schon in Hälfte eins getroffen hatte, schnürte nach dem Seitenwechsel einen Dreierpack und entschied die Begegnung. Für Wetten hatte zuvor Sebastian Bloszczyk genetzt.

Union Kervenheim - SV Veert II 4:0 (3:0). Dem SV Veert ist im neuen Jahr noch immer kein Punktgewinn gelungen, der Spielverein ist seit nunmehr fünf Spielen ohne Zähler. "Wir haben die erste Halbzeit völlig verschenkt", bemängelte Trainer Thomas Röller vor allem fehlende Abstimmung, die die starke Union mit schnellem Flügelspiel gekonnt ausnutzte. Binnen fünf Minuten hatten Alexander Horsten, Dany Wischnewski und Nils Druyen auf 3:0 gestellt und das Spiel entschieden. Erst nach der Pause kämpften sich die Gäste ins Spiel und erarbeiteten sich auch klarste Chancen, darunter einen vergebenen Elfmeter. Auf der Gegenseite machte es Horsten jedoch besser und besorgte den späteren Endstand. "Das Spiel hätte auch anders laufen können, trotzdem haben wir hochverdient verloren", erklärte ein enttäuschter Röller.

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