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SC Straelen lädt zum beliebten Schnellschach-Turnier ein

Schach : Schnelldenker sind in Straelen unter sich

Traditionell wird das Forum des Gymnasiums an der Fontanestraße zu Beginn eines neuen Jahres zum Treffpunkt für Denksportler vom Niederrhein. Der Schach-Club Straelen richtet am 5. Januar sein beliebtes Schnellschach-Turnier aus.

Das hat schon Tradition: Viele Denksportler vom Niederrhein und der näheren Umgebung läuten mit dem Schnellschach-Turnier des Straelener Schach-Clubs das neue Jahr ein. Am Sonntag, 5. Januar, steht ab 10 Uhr im Forum des Gymnasiums an der Fontanestraße die 31. Auflage des beliebten Wettbewerbs auf dem Programm. Heinz-Dieter Mehler, Urgestein des Gastgebers und nach wie vor Leistungsträger der ersten Mannschaft in der Bezirksklasse, erklärt den Ablauf der Veranstaltung und rät allen Schachfreunden, den Spielern einfach mal über die Schultern zu schauen.

Was ist die Besonderheit eines Schnellschach-Turniers? Wie der Name schon sagt, können die Spieler nicht lange fackeln. Pro Partie darf jeder Spieler gerade einmal 25 Minuten nachdenken. Zum Vergleich: In Meisterschaftsspielen stehen für 40 Züge zwei Stunden zur Verfügung. Da insgesamt sieben Runden gespielt werden, erfordert das ein hohes Maß an Konzentration. Unter Zeitdruck machen auch erfahrene und sehr gute Spieler Fehler. Und wie immer gilt die Devise: Wer den letzten Fehler macht, hat verloren.

Wie läuft die Organisation der Veranstaltung im Vorfeld ab? Unsere Vorsitzenden Sven Hendriks und Dennis Opschroef und Kassierer Willi Rosengarten starten jeweils schon im Sommer mit den Vorbereitungen. Wir haben rechtzeitig alle Schachvereine im Umkreis von 100 Kilometern angeschrieben und auf unser Turnier aufmerksam gemacht – auch in den Niederlanden.

Wie viele Denksportler machen mit? Wir haben Platz für bis zu 300 Spieler. Erfahrungsgemäß rechnen wir mit rund 250 Teilnehmern. Das hängt auch immer etwas vom Wetter am Veranstaltungstag ab.

Wie werden die Spieler eingeteilt, um für Chancengleichheit sorgen zu können ? Wir bieten insgesamt zehn Wettkampf-Klassen an. Vier für Kinder und Jugendliche, fünf für Erwachsene und eine für Senioren ab 60 Jahren. Bei den Erwachsenen erfolgt die Einteilung über die aktuelle Wertungszahl des Deutschen Schach-Bundes. Vereinslose Spieler können selbstverständlich auch mitmachen, müssen aber ihre Spielstärke selbst einschätzen und entscheiden, in welcher Klasse sie an den Start gehen möchten.

Gibt es Anreize für die Starter ? Bei den Erwachsenen gibt’s wie in jedem Jahr Preisgelder. Der Sieger in der jeweiligen Klasse bekommt 100 Euro, der Zweitplatzierte 50 Euro, für Rang drei gibt’s noch 25 Euro. Für die jungen Spieler haben wir Pokale und Urkunden vorbereitet.

Wie organisiert der Verein die erforderlichen Spielbretter, Figuren und Schachuhren? Da greift uns schon seit vielen Jahren der Schachversand Niggemann unter die Arme, der inzwischen in Münster zu Hause ist. Unsere Helfer fahren am Samstag dorthin und holen das Material ab. Und am Montag bringen wir es wieder zurück. Das funktioniert reibungslos.

Lohnt sich der Besuch des Turniers auch für interessierte Schachfreunde, die einfach nur zuschauen möchten ? In jedem Fall. Das ist etwas ganz anderes als bei einem Meisterschaftsspiel, das für Außenstehende eine langweilige Angelegenheit sein kann. Wie der Name schon sagt, wird beim Schnellschach ständig gezogen. Das ist zum einen sehr spannend. Und zum anderen erhält man wertvolle Anregungen für das eigene Spiel. Es sollte sich von selbst verstehen, dass die Zuschauer leise sein müssen, um die Spieler nicht in ihrer Konzentration zu stören.

Wie versorgt der Verein die hungrigen Spieler ? Da greifen wir auf unseren bewährten Service zurück. Da viele Spieler eine weite Anreise auf sich nehmen, bieten wir ab 8.30 Uhr ein Frühstück an. Wenn die Spieler die ersten Runden hinter sich haben, können sie sich in der Mittagszeit mit Kartoffelsalat und Würstchen stärken. Und nachmittags gibt’s Kaffee und Kuchen – selbstverständlich auch für alle Besucher.