Lokalsport: Rindern für Topspiele wie geschaffen

Lokalsport: Rindern für Topspiele wie geschaffen

Im Spitzenspiel der Kreisliga A unterliegt der TSV Weeze auf heimischen Platz den "Zebras" verdient mit 0:2 (0:1).

Auf dem Rasenplatz des TSV Weeze an der Uedemer Straße war alles für ein Spitzenspiel bereitet. Bestes Fußballwetter und ein gepflegter Untergrund bildeten den würdigen Rahmen für das Aufeinandertreffen des heimischen Tabellenvierten gegen den Zweitplatzierten aus Rindern. Doch zunächst wurden beide ihrem Anspruch um den Titel zu spielen, nicht gerecht.

Denn beide Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase der Partie. Die Gäste zwangen den TSV immer wieder zu langen Bällen, die jedoch nicht beim Mitspieler ankamen. Auf der anderen Seite fehlte auch dem Aufbauspiel der "Zebras" der Überraschungsmoment. Ganze 13 Minuten dauerte es, bis es zur ersten Strafraumszene der Partie kam. Doch die leichte Konfusion in der Hintermannschaft der Gäste vermochte die Offensivabteilung des TSV nicht auszunutzen. In der 23. Minute dann der erste sehenswerte Spielzug der Gastgeber, doch zunächst parierte Rinderns Keeper Andy Kaus gegen Sores Saka, danach pfiff der Unparteiische den Nachschuss wegen einer Abseitsstellung ab.

In der Folge wurde die Partie spielerisch etwas munterer, jedoch auch immer wieder von zahlreichen Fouls unterbrochen. Immer wenn es beiden Teams gelang, den Ball schnell nach vorne zu bringen, drohte dem gegnerischen Strafraum Gefahr. So auch nach 35 Minuten, als Rinderns Kaus in letzter Sekunde gegen den in die Schnittstelle der Dreierkette gestarteten Julian Kühn parieren konnte. Aus einem schnellen Spielzug resultierte dann auch das Führungstor für den SV Rindern. Kapitän Konstantin Nagel hatte sich auf der linken Seite durchgesetzt und flankte von der Torauslinie in den Strafraum. Dort setzte sich am kurzen Pfosten Alexander Tissen gegen seinen Gegenspieler durch und drückte den Ball mit dem Kopf in die Maschen.

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Nach dem Seitenwechsel schien die Ansprache von Rinderns Trainer Joris Ernst mehr gefruchtet zu haben als die seines Gegenübers Marcel Zalewski. Denn die Gäste von der Wasserburg übernahmen nun das Kommando. Zwar kam nach 52 Minuten Sores Saka per Kopf zum Zuge, doch der Ball verfehlte deutlich sein Ziel. Auf der anderen Seite traf Daniel Beine (55.) aus 18 Metern per Freistoß nur das Aluminium, und ein erfolgreicher Konter der Gäste durch Tissen wurde vom Schiedsrichter wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannt. Nach 75 Minuten traf dann Tissen die Latte. Der TSV versuchte zwar immer wieder zurück zu kommen, doch dem Team fehlte die Durchschlagskraft. Die Entscheidung fiel dann zehn Minuten vor Schluss, als Tissen mit seinem zweiten Tor Rinderns Sieg perfekt machte.

"Wir waren in Durchgang eins das bessere Team, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Rindern hat uns heute gezeigt, wie man das clever macht", sagt TSV-Coach Zalewski. "Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Sieg absolut in Ordnung. Allerdings ist dadurch noch nichts entschieden. Wir haben zwar eine gute Ausgangssituation geschaffen, aber es sind noch viele Spiele", so Rinderns Joris Ernst.

(RP)
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