Reitsport : Lamers gewinnt Preis der Gemeinde Weeze

Reitsport: Frühjahrsturnier mit über 30 Prüfungen in Dressur und Springen. Sophie Dammeyer brillierte in der Dressurprüfung.

Renè Lamers, der für den RV von Bredow Keppeln startende Reiter, heißt der Sieger der Springprüfung der Klasse M* um den Preis der Gemeinde Weeze, zu dem sich insgesamt sieben Teilnehmer für das spannende Stechen qualifiziert hatten. Strafpunktfrei in Bestzeit überwand er im Sattel der 10-jährigen braunen Stute Candy den von Georg Broeckmann fair, aber dem Leistungsvermögen von Pferd und Reiter entsprechend angepassten Parcours und verwies damit die gleichfalls fehlerfrei und stark reitende Jana Deloy (Asperden-Kessel, Come together), auf den zweiten Rang. Da ließ es sich Weezes Bürgermeister Ulrich Franken nicht nehmen, dem Keppelner den Ehrenpreis persönlich zu übereichen. Dabei konnte Lamers gleich einen Doppelerfolg feiern, da er mit seiner Stute zudem die vorgeschaltete Punktspringprüfung der mittelschweren Klasse für sich entscheiden konnte.

Die für den Förderkreis Dressur Neuss reitende Sophie Dammeyer ritt die Vitalis Tochter Volare B gekonnt an die Tete der schweren Dressurprüfung, in der sich die Teilnehmer der Aufgabe des St. Georg Spezial stellten. Sehr zur Freude der Zuschauer am Rand des 20 x 60 Meter großen Vierecks tanzte die achtjährige Fuchsstute förmlich durch die Bahn, ließ manchen bei der halben Pirouette links beziehungsweise rechts ebenso mit der Zunge schnalzen, wie beispielsweise bei den fünf fliegenden Galoppwechsel zu vier und zu drei Sprüngen. Hochkonzentriert nicht nur Sophie und Volare B, sondern sämtliche Teilnehmer dieser höchst dotierten Prüfung auf dem Viereck, auf dem der für den RV Straelen reitende Robin Kessel im Sattel des 13-jährigen braunen Wallach Woodstock sich schlussendlich auf den dritten Rang vorkämpfte, dem zuvor im Sattel des Braunen noch der Gewinn der M**-Dressur gelang. Zu Recht quittierten die Zuschauer die 27 gezeigten Lektionen des St. Georg Spezial mit dem gehörigen Beifall. An den Richtertischen Petra Engbrocks, Bodo Maiwurm und Jutta Held, die Takt, Schwung und auch das Engagement der Hinterhand im Trabe ebenso bewerteten, wie Sitz, Einwirkung des Reiters, sowie dessen korrekte Anwendung der Hilfen. Kurzum, diese Prüfung war so richtig nach dem Geschmack der Liebhaber der Hohen Schule der Dressur.

„Helfer, Richter und Parcoursbauer erwarteten an beiden Tagen insgesamt über 900 Starts in den vielseitig gestalteten Prüfungen, vom Führzügelwettbewerb bis hin zur schweren Dressur oder mittelschweren Springen“, schildert Monika Peters vom ausrichtenden Verein.

Ebenfalls stark präsentierte sich Lokalmaterdorin Alissa Horz, die in der Dressurreiterprüfung auf L-Niveau im Sattel des in den Niederlanden gezogenen Elano mit einer Wertnote von 8.50 (9= sehr gut) die Goldschleife erzielte.

Erfolgreichste Reiterin der Dressurpferdeprüfung auf gleichem Niveau war zudem die erst elfjährige Virginia Spönle vom Plankenhof, die auf ihrem Hengst Coer Noble eine Wertnote von 8.70 erzielte. Die höchste Wertnote des Turniers erhielt jedoch Lea Terhoeven-Urselmans, Keppeln, in der Stilspringprüfung der Klasse L, die sie auf Neo DL mit einer Wertnote von 8.80 beendete.

Übrigens: In Weeze gingen nicht nur junge Pferde, sondern auch die Nachwuchsreiter in der Führzügelklasse und den Reiterwettbewerben an den Start.

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